Die Grillsaison ist eröffnet
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So, die Grillsaison 2012 wurde offiziell eröffnet. Leider nicht mit obigem Spielzeug, sondern mit dem kleinen Elektrogrill- aber hey-immerhin! Und sonst so? War ja in der letzten Zeit auch ein wenig ruhig hier, nicht wahr? Urlaub und zwei Operationen hatten meine Lust extrem irgendetwas in die Tasten zu hämmern extrem gedämpft. Aber wenigstens habe ich es jetzt endlich geschafft Buch sechs der Drachenlanze Chroniken zu lesen. Die rezension werdet ihr demnächst hier finden. Aber nicht heute, das Fleisch brutzelt schon wieder in der Sonne. Und gegrillt wird nachher auch noch
Albino-Drache
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Weil es gerade in meinem Newsreader aufploppte: Ein kleiner, japanischer Albino-Drache (3 Klauen
)…oder aber einfach ein tolles Stofftier. Gute Nacht!
Da war dann wohl der Server offline
So schnell kann es gehen. Es sollte ein Update werden und mutierte unversehens zu mehreren durchwachten Nächten. Somit blieb ich seit Freitag stets viel zu lange auf, schlug mich mit ziemlich frechen Hotline Mitarbeitern herum (Danke Strato) und wurde in meinem Plan einen Providerwechsel anzustreben sehr bekräftigt. Momentan laufen diese Webseite und einige andere Projekte die auf dem Webserver gespeichert waren, auf einem Ausweichserver und die Supportmitarbeiter von Strato haben es nach 5 Tagen noch immer nicht hinbekommen meinen Server wieder zum Leben zu erwecken. Entweder ist eine der beiden Parteien ein schwieriger Fall oder jemand schaukelt sich die Oster-Eier. Wer weiß? Zumindest sind meine Drachen jetzt erstmal wieder online und ich bitte Euch den Ausfall zu entschuldigen. Beste Augenringgrüße
Tad Williams – Die Geheimnisse der Tinkerfarm
Als Tyler und Lucinda ihren zweiten Sommer auf der Tinkerfarm beginnen, bemerken sie sofort die beunruhigenden Veränderungen. Die Farm mit ihren einzigartigen Tieren, den Drachen, Einhörnern und Wasserschlangen wird bedroht. Nicht nur die allgegenwärtigen Sicherheitsmaßnahmen verraten es: Zäune, Überwachungskameras und sogar gefährliche neue Kreaturen sind im Einsatz. Als dann auch noch Onkel Gideon spurlos verschwindet, nehmen Tyler und Lucinda es selbst in die Hand, die Farm mit all ihren Tieren zu schützen. Was hat aber die zwielichtige Haushälterin Miss Needle im Sinn? Ist sie eine gefährliche Hexe, wie befürchtet?
Das zweite Buch von Tad Williams über die Tinkerfarm und ihre seltamen Bewohner, ist in jeder Hinsicht etwas “mehr” als die Vorgänger. “Die Drachen der Tinkerfarm” begann ruhig und spannend mit dem Entdecken der ganzen Geheimnisse. Diesmal springen Tylor und Lucinda nach einer kurzen Führung durch die Neuerungen der Farm gleich hinein in die Handlung. Und die ist ungleich gruseliger und bedrückender, aber wieder sehr spannend erzählt. Der Konflikt zwischen den Rivalen Tylor und Collin wird noch stärker ausgeführt, Patience Needles Pläne werden konkreter, ein neuer Widersacher wird eingeführt, seltsame Dinge geschehen im Gewächshaus der Farm, und und und. Ein ziemlich hohes Tempo. Leider bleibt dabei ein wenig die Nachvollziehbarkeit auf der Strecke. Stets behalten die Jenkins Kinder ihre Entdeckungen erstmal für sich oder trauen sich nicht diese irgendjemandem mitzuteilen. Warum wird Onkel Gideon von allen belogen, warum ziehen die Taten der Needles absolut keine Bestrafungen nach sich? Warum agieren die Kinder stets auf eigene Faust, obwohl im vorhergehenden Roman doch alles auf Teamwork hinauslief? Williams scheint hier eine Grätsche zu versuchen möglichst viel Neues einzufügen, aber alte Widersacher unbedingt beibehalten zu wollen, um “im nächsten Sommer” eine neue Episode schreiben zu dürfen. Als Leser stellt mich das nicht zufrieden und man möchte das eine ums andere mal die Protagonisten oder Nebenfiguren nehmen und schütteln sich endlich wie normale Menschen zu benehmen oder die Augen vor dem Offensichtlichen nicht zu verschließen. Allerdings sind wir ja auch auf der Ordinary Farm und hier ist nichts so ganz normal. Deshalb mag ich beinahe alles verschmerzen, wenn ich mir das Gesamtwerk ansehe (auch wenn die Drachen darin praktisch keine Rolle spielen).
Die lebendige Welt hat mich wieder von der ersten Seite an gefesselt und so sehr ich es auch hasse, dass einigen Leuten keine Gerechtigkeit widerfährt, muss ich doch den Hut vor Tad Williams ziehen so tolle Antagonisten erstellt zu haben, die mich zu solch einer Gefühlsregung hinreissen. Die Geheimnisse der Tinkerfarm ist ein guter Jugendroman, wenn auch nicht ganz so überragend wie sein Vorgänger.
Weiterführende Links:
Die Geheimnisse der Tinkerfarm bei Amazon
Dragon Chronicles – Die Jabberwocky Saga erscheint bald
Und wieder einmal ein Drachenfilm, direkt aus dem TV auf die BluRay. Dragon Chronicles – Die Jabberwocky Saga. Hätte nicht gedacht, dass der Gute Alte Jabberwocky aus “Alice im Wunderland” so viele Filmauftritte haben würde.
Beware the Jabberwock, my son!
The jaws that bite, the claws that catch!
Beware the Jubjub bird, and shun
The frumious Bandersnatch!
Den Film werde ich mir dennoch mal ansehen, auch wenn er schon wieder sehr schlecht bewertet wird. Hier noch rasch die Inhaltsangabe, bevor ich mich wieder den portugiesischen Köstlichkeiten hier in Lissabon widme
“Alec, ein tapferer, aber etwas ungestümer Ritter kehrt nach längerer Reise zu seinem Vater und seinem Bruder Francis zurück. Doch die traute Idylle hält nicht lange an, denn das Ungeheuer Jabberwocky bedroht das Heimatdorf der Familie, angelockt durch den Reisenden Cid. Als der Vater von dem geflügelten Ungetüm getötet und die Damen ihrer Herzen entführt werden, müssen Alec und Francis alles Können aufbieten und sich dem blutrünstigen Monster stellen…”
Merlin und der Krieg der Drachen
Im Jahre 420 des Herrn wird Merlin, der größte Zauberer aller Zeiten, als Sohn einer Nonne und eines Dämons geboren. Das Kind kann dem Tode jedoch mit Hilfe des Magiers Magus entkommen, der ihn fortan aufnimmt, aufzieht und ausbildet. Englands Hoffnungen ruhen nur zu bald auf Merlin, der den schwachen König mit allen Kräften gegen Vendiger (seinen Ziehbruder) und die Sachen unterstützt, denn Vendiger scheut auch nicht davor zurück, eine Horde feuerspeiender Kampfdrachen gegen Merlin einzusetzen.
“Und auch das US-Movie Merlin und der Krieg der Drachen aus dem Jahre 2008 setzt dem Meister-Magier ein weiteres, gelungenes cineastisches Denkmal.” Wenn ich diesen Satz in einer Rezension lese und es sich auf hier beschriebenen Film bezieht, dann kommt mir mein Frühstück wieder hoch. Hat der Autor den Film gesehen? Ich zumindest habe das getan und mein urteil fällt ungleich anders aus.
Die Kulisse in Wales bietet dem Film eine stimmige und zur Geschichte passende Grundlage auf der sich die Schauspieler austoben. Die Dialoge sind dabei für eine Low Budget Produktion (im Vergleich zu anderen Abscheulichkeiten) gar nicht schlecht und die Schauspieler bringen diese auch recht gut rüber, wenngleich ich Jürgen prochnow nicht unbedingt als den Vorzeigedarsteller für einen alten Magier sehe. Leider sind es wieder einmal die Drachen, die dem Film alle Pluspunkte rauben, die er sich anderswo evtl erarbeitet hat. Stümperhaft in den Film kopierte, hölzerne, Modelle, die sich bewegen wie das Erstlingswerk eines 3D Studio Anfängers. Auch die anderen Effekte sind gruselig, die Blitz-Bruzzelfinger Effekte beispielsweise sahen seinerzeit bei Star Wars einfach klasse aus. Hier wurden sie vermutlich mit einer 50€ Software einfach über den Film drüberkopiert. Das und die Blechrequisiten kann auch Jürgen Prochnow nicht mehr ausgleichen. Dabei ist die Idee die bekannte Sage um Merlin, König Uther Pendragon, den Roten und den Weißen Drachen herum ein wenig mit dunkler Magie aufzupeppen gar nicht schlecht.
Interessant auch, was ein Rezensent des Film auf Amazon.de bemerkte: “Zu Excalibur bleibt mir nur zu sagen, dass es echt schwach ist ein Filmschwert eines der wohl bekanntesten Filme überhaupt zu klauen…
Es handelt sich hierbei um “Glamdring” aus “Herr der Ringe”, das Schwert welches Gandalf im Kampf führt. Für Leute die genauer hinschauen ist sogar die Runeninschrift auf der Parierstange zu erkennen.”
Kurzum: Wieder einmal ein Film für den es sich nicht lohnt auch nur einen Cent auszugeben. Hört das denn in diesem Genre nie auf?
Weiterführende Links:
Merlin und der Krieg der Drachen bei Amazon
How to train your dragon – Arena Spectacular
ICH MUSS NACH AUSTRALIEN! SOFORT! Zufällig traf ich eben auf “How to train your dragon – Arena Spectacular!” Ein Mischung aus Theater, Akrobatik und Animatronik-Show die in ein paar Tagen in Australien Premiere feiert. Basierend auf dem Kinofilm von Dreamworks Entertainment laufen, fliegen und kreischen Animatronik-Drachen auf der Bühne und interagieren mit den Schauspielern. Das sieht aus mehreren Gründen besser aus als das was der Drachenstich in Furth im Wald bietet:
- Es ist nicht nur ein Drache sondern bis zu 24
- Die Drachen werden direkt von Menschen gesteuert und bewegen sich (jedenfalls soweit ich das in den paar Videos im Internet sehen konnte) ziemlich flüssig und
- deutlich schneller als der Further Drache.
Ich hoffe sehr, dass das Spektakel einen derartigen Erfolg hat, dass es auch in außerhalb Australiens und Neuseelands aufgeführt wird. Ein Flug da runter ist mir leider zu teuer.
Weiterführende Links:
How to train your dragon – Arena Spectacular Webseite
Youtube Chanel von Global Creatures
Tad Williams – Die Drachen der Tinkerfarm
Eigentlich sollte es für Taylor und Lucinda Jenkins ein ganz normaler Sommerurlaub auf der Farm ihres entfernten Verwandten Onkel Gidean werden. Doch bereits kurz nach der Ankunft merken die beiden Stadtkinder, dass auf der Ordinary Farm nichts so “normal” ist, wie der Name es vermuten lässt. Auf der Farm leben die seltsamsten Tiere und auch die Arbeiter sind alles andere als normal. Als die beiden dann auch noch ihren ersten Drachen sehen ist es mit der Ruhe vollends vorbei, sie wollen unbedingt hinter die Geheimnisse der Farm kommen.
Die Drachen der Tinkerfarm ist ein Jugendroman voller Abenteuer und Geheimnisse, die die beiden Jugendlichen Stück für Stück entdecken. Dabei geraten sie immer weiter vor und retten am Ende nicht nur die Farm. (Was man gefahrlos verraten kann, denn ein Zweifel daran besteht zu keiner Sekunde
) Natürlich bedienen Taylor und Lucinda jedes Klischee eines Kindes in ihrem Alter, dass mir jetzt spontan einfällt. Tayor ist z.B. abenteuerlustig, aufmüpfig und spielt für sein Leben gern mit Videospielen, während seine große Schwester Lucinda ängstlich und fürsorgend ist und am liebsten nur über Jungs reden würde. Damit soll sich wohl jedes Kind der Zielgruppe identifizieren können. Die Hintergründe der anderen Charaktere bleibt dabei ziemlich oberflächlich. Das wirkt bei den Gegenspielern der beiden mysteriös, bei den Freunden hingegen etwas zu flach. Aber was soll man sich auch für die Figuren interessieren, wenn der eigentlich Hauptdarsteller des Buches die Farm an sich ist.
An jeder Ecke scheint es neue Wunder und Ungereimtheiten zu geben, die von den neugierigen Kindern aufgedeckt werden müssen und viele, die nur angerissen, aber nicht gelüftet werden. Dabei erfahren sie langsam immer mehr über die Bewohner, die Hintergründe der Mysterien und auch über ihre eigene Familie. Das ist spannend, manchmal frech, mit netten Ideen versehen und nie völlig vorhersehbar. So bleibt während der gesamten Geschichte stets ein Gefühl, dass sowieso alles gut ausgehen wird und am Ende dennoch genau soviel unklar bleibt, dass es einen zweiten Teil geben muss. Ein tolles Buch, es hat mir viel Spass gemacht es zu lesen.
Weiterführende Links:
Die Drachen der Tinkerfarm bei Amazon
Dragon Crusader
Wie angedroht, habe ich mir den Film Dragon Crusader angesehen. Mit der entsprechenden Stimmung in der ich mich gerade befand war das ein durchaus witziges Unterfangen…machte den Film aber dadurch nicht besser.
Nach dem Verbot ihrer Gemeinschaft sind die Kreuzritter des Templer-Ordens auf der Flucht. Bei einem Piratenüberfall auf ein Dorf, kommen sie den Einwohnern zu Hilfe und erfahren von der Entführung der jungen Neem, die sie schließlich auf dem verlassenen Piratenschiff wiederfinden. Die junge Frau beherrscht dunkle Zauberkünste und hat aus Rache an den Piraten, jeden, der das Schiff betritt und Blut an den Händen hat, dazu verflucht, sich in einen Gargoyle zu verwandeln. Dass auch die wackeren Kreuzritter dieses Schicksal ereilen wird, ist somit nur eine Frage der Zeit. Die beste Möglichkeit den Fluch zu brechen scheint, die Schreckensherrschaft des furchtbaren Zauberers “Schwarzer Drache” zu brechen.
In einer hübschen, hügeligen Landschaft kämpfen sich die Schauspieler schwer mit Puder geschminkt voran um das arme gekidnappte Mädchen zu retten, dass sie mit einem tödlichen Fluch belegt hat. Sie kämpfen gegen Piraten, untote Piraten, Dorfbewohner die gar nicht kämpfen wollen, Gargoyles, völlig Unbeteiligte, Drachen, gegen sich selbst… Im Grunde ist dieser Film eine Aneinanderreihung von Kämpfen. Diese sind meist gar nicht schlecht choreographiert, wenn es Mann gegen Mann gilt. Doch sobald eines der Fabelwesen auf die Bildfläche tritt, möchte man sich am liebsten die Augen mit einem Mixer herausquirlen. Die Animation der durchaus ansehnlichen Drachen- und Gargoyle-Modelle ist derart stümperhaft und bar jeder Physik, dass mir die alten Sindbad Filme wie eine Wohltat vorkommen. Vor über 70 Jahren konnte man schon Skelette und Minotauren besser agieren und mit den Schauspielern interagieren lassen als hier. Mal sind die durch und durch bösen Geschöpfe riesig, dann wieder so groß wie Menschen und davon sie beim Fliegen hoch und runter hüpfen will ich nicht weiter berichten müssen, sonst geht mein Blutdurck wieder durch die Decke. Dragon Crusader ist ein gutes Beispiel wie man die annehmbare Leistung der Schauspieler und die gut gewählte Kulisse durch schlechte Computeranimationen zu einem Film am unteren Rand der Bewertungsskala degradieren kann. Dass die Story keinen Preis für Originalität gewinnen würde, war eh zu erwarten, weswegen ich diese gar nicht erst bemängeln möchte, sondern als Trash abstemple. Einziger Lichtblick ist die Kampfamazone Aerona, deren grimmiger und gleichgültiger Gesichtsausdruck sowie kämpferische Leistungen ich mir in einem 80er Fantasy-Actionfilm Film neben Arnold Schwarzenegger gewünscht hätte. In Dragon Crusader ist sie, wie alle Charaktere, einfach nur flach und lebt von den Kampfszenen. Viel zu sagen gibt es eh nicht und was abzüglich der Witze und Frotzeleien inhaltlich übrig bleibt ist noch viel weniger.
Dragon Crusader hat seine Top-Wertung von 2,8 Punkten in der iMDB zurecht und damit einen Platz unter den 5000 schlechtesten Filmen mehr als verdient. Schaut ihn euch bitte nicht an, ich weine meinen Hirnzellen nach, die sich während der 90 Minuten freiwillig vernichtet haben, um das nicht nochmal ertragen zu müssen.
Weiterführende Links:
Dragon Crusader bei Amazaon
Margaret Weis, Tracy Hickman – Himmelsstürmer
Nachdem der liebe Slayer mich schon gezw… ich meine überzeugt hat, etwas über Dragon Kiss zu schreiben, musste ich doch mal an meine Lieblingsserie denken.
Über diese siebenteilige Buchserie bin ich vor vielen Jahren gestolpert. In jeder Übersetzung, außer dem Deutschen, trägt sie den Namen “Death Gate”. Nur bei uns haben sich die Übersetzer für ganz kreativ gehalten und sie “Die vergessenen Reiche” genannt. Es geht nicht hauptsächlich um Drachen, aber es gibt viele Drachen: Drachen als Reittiere, Drachenschiffe, Grüne Drachen, Drachenschlangen, Labyrinthdrachen, Lavadrachen, Sturmsilberdrachen, Drachenmagier. Ich finde, das sind genug Drachen, um hier vorgestellt werden zu dürfen.
Vermutlich kann ich nicht annähernd neutral über die Bücher schreiben, denn ich liebe sie. Man sollte auch auf jeden Fall bei Band eins anfangen und bei sieben aufhören, nicht einfach irgendeinen Teil lesen (und sich dann am besten noch beschweren, dass man die Zusammenhänge nicht kennt).
Dieser Text bezieht sich auf den ersten Band der Serie: Himmelsstürmer (engl. Dragon Wing).
Die Geschichte spielt in einer Welt, die einmal wie unsere war, bewohnt von Menschen, Elfen, Zwergen, Patryn und Sartan. Letztere sind zwei einander sehr ähnliche Rassen, die durch ihre Runenmagie gottähnliche Macht erlangen konnten. Während die Patryn ihre achteckigen Runen auf ihren Körper tätowieren, sie in die Luft malen und dabei aussprechen, singen und tanzen die Sartan ihre sechseckigen Runen. Ein solches Runenkonstrukt hat die Macht, die Wirklichkeit zu verändern und zum Beispiel die bloße Möglichkeit, dass in einer massiven Wand eine Tür existiert, in die Realität hinüber zu ziehen.
Zweitausend Jahre vor Beginn der Geschichte hielten die Sartan sich für Götter und sahen in den Patryn Konkurrenz. Um ihre Macht zu erhalten, teilten sie die Welt in ihre Elemente auf. Sie erschufen Arianus, die Welt der Luft, Pryan, die Welt des Feuers, Abbarach, die Welt der Steine, Chelestra, die Welt des Wassers und das Labyrinth, ein höllisches Gefängnis, in das sie die gesamte Rasse der Patryn verbannten. Die Überlebenden der anderen Rassen, die sie als “Nichtige” bezeichnen, verteilten sie auf die übrigen Welten. So viel zur Vorgeschichte.
Das Buch Himmelsstürmer handelt von Haplo, einem Patryn, der im Labyrinth geboren wurde und das letzte Tor, den Ausgang, erreicht hat. Außerhalb des Labyrinths existiert eine wunderschöne Stadt, von den Sartan erbaut, um den Patryn nach ihrer Läuterung Heimat zu sein. Doch die Sartan sind verschwunden und der Fürst der Patryn gibt Haplo den Auftrag, die anderen Welten zu besuchen. Er soll unerkannt bleiben, so viele Informationen wie möglich sammeln und herausfinden, was mit den Sartan passiert ist. Außerdem soll er Unfrieden in den Reichen stiften und einen Schüler für seinen Meister mitbringen, da dieser vor hat, die Macht über alle Reiche an sich zu reißen. Mit einem fliegenden Schiff macht Haplo sich auf den Weg durch das Todestor ohne zu wissen, was ihn in der Welt der Luft erwartet.
Er landet in einer Welt aus fliegenden Kontinenten, in der Wasser ein rares Gut ist, in der Elfen und Menschen sich bekriegen und die Zwerge ausgebeutet werden. Die Menschen reiten auf Drachen, während die Elfen kein Händchen dafür haben, sondern technisch-magische Drachenschiffe konstruieren. Es gibt viele fremdartige Währungen, Maßeinheiten und Begriffe, doch sie werden dem Leser nicht einfach nur an den Kopf geworfen, sondern in einer Fußnote erläutert, was den Eindruck, einen Reisebericht von Haplo zu lesen, nur verstärkt.
Das Buch ist randvoll mit faszinierenden, ungewöhnlichen Ideen und liebenswerten Figuren: Der eigensinnige Zwerg Limbeck mit seiner Freundin Jarre, der Meuchelmörder Hugh, König Stephen, der tollpatschige Diener Alfred oder der Hund, der einfach nur Hund heißt. Sie alle entwickeln sich im Laufe der Geschichte durch ihre Freundschaften, Verluste, Erlebnisse und Erkenntnisse.
Doch es sind nicht nur die Figuren, die mich an diesen Büchern fesseln, sondern auch die detaillierten Welten, die sich so sehr von unserer unterscheiden. Es sind viele kleine Details, die dem Leser immer wieder ins Gedächtnis rufen, wie anders diese Welt doch ist, ohne zu aufdringlich zu wirken. Ob es nun die Währung ist, die sich überall im Reich gegen Wasser eintauschen lässt, die Navigation zwischen den schwebenden Kontinenten oder die Sprichwörter und Flüche, die die Menschen in dieser Welt haben, sie alle machen dieses Reich der Luft einzigartig.
Das Ende des ersten Bandes lässt – natürlich – noch viele Fragen offen, immerhin hat Haplo noch mindestens drei Welten zu bereisen.
Ganz hinten findet sich noch ein Anhang mit Erläuterungen zur Welt der Luft, zur Sartanmagie und die Noten zu einem im Buch vorkommenden Lied.
Ich habe die komplette Serie inzwischen glaube ich fünf Mal gelesen – das letzte Mal davon auf Englisch – und ertappe mich manchmal dabei, wie ich bei einigen Handlungssträngen ungeduldig werde, weil ich genau weiß, was als nächstes kommt und es kaum abwarten kann. Trotzdem nehme ich sie alle zwei bis drei Jahre wieder in die Hand, bin jedes Mal wieder von der Welt der Luft fasziniert, von der Welt des Feuers überwältigt, grusle ich mich vor der Welt der Steine und freue mich auf die Welt des Wassers, bevor ich dann in Band fünf jedes Mal wieder an den gleichen Stellen anfange zu heulen.
Leider sind die deutschen Bände zur Zeit nicht mehr erhältlich und nur noch gebraucht zu kaufen. Ich bin stolzer Besitzer der englischen und der deutschen Ausgabe und kann auch die Originalfassung jedem, der gut genug Englisch kann, nur ans Herz legen.
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Himmelsstürmer bei Amazon
Naomi Novik Crucible of Gold erscheint am 6.März 2012
Die Weltreise von Will Laurence und Temeraire, seinem Kriegsdrachen geht munter weiter. In ihrem siebten Abenteuer, Crucible of Gold, verschlägt es die beiden nach Australien. Wie sie von dort aus gegen Napoleon vorgehen, dürfen wir ab dem 6. März 2012 erfahren.
For Laurence and Temeraire, put out to pasture in Australia, it seems their part in the war has come to an end just when they are needed most. But perhaps they are no longer alone in this opinion. Newly allied with the powerful African empire of the Tswana, the French have occupied Spain and brought revolution and bloodshed to Brazil, threatening Britain’s last desperate hope to defeat Napoleon.
And now the government that sidelined them has decided they have the best chance at negotiating a peace with the angry Tswana, who have besieged the Portuguese royal family in Rio—and thus offer to reinstate Laurence to his former rank and seniority as a captain in the Aerial Corps. Temeraire is delighted by this sudden reversal of fortune, but Laurence is by no means sanguine, knowing from experience that personal honor and duty to one’s country do not always run on parallel tracks.
Nonetheless, the pair embark for Brazil, only to meet with a string of unmitigated disasters that force them to make an unexpected landing in the hostile territory of the Incan empire, where they face new unanticipated dangers.
Now with the success of the mission balanced on a razor’s edge, and failure looking more likely by the minute, the unexpected arrival of an old enemy will tip the scales toward ruin. Yet even in the midst of disaster, opportunity may lurk—for one bold enough to grasp it.
Eigentlich toll, dass Novik ihre Romane stets vorbereitet, indem sie sich zunächst vor Ort Eindrücke holt. So kann man auch die Welt kennenlernen. Wo würde ich denn gern mal hin? Neuseeland…ach ja, aus mir spricht der Neid. Weiterhin scheint es mittlerweile gang und gäbe zu sein auch für Bücher einen Trailer zu veröffentlichen. Novik hat dazu auch jemanden engagiert, so dass wir uns wohl kurz vor Veröffentlichung des Buches auf ein kleines (unnützes) Video freuen dürfen.
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Crucible of Gold bei Amazon
Crucible of Gold Lesperobe
Christopher Paolini – Eragon 4 Inheritance
Langsam aber stetig bewegen sich die Varden voran und auf Urû-baen und die unvermeidliche Konfrontation mit Galbatorix und Shruikan zu. Mit jedem Schritt werden die Aufgaben schwerer und die zu überwindenen Hürden größer. Eragon, Saphira und Roran beweisen sich jeden Tag aufs Neue. Schlachten müssen geschlagen, Mauern überwunden, Bündnisse erhalten und Pläne geschmiedet werden. Doch noch immer fehlt Eragon die entscheidende Idee oder Waffe mit der er eine reelle Chance gegen Galbatorix hätte.
Das ist es also, das Ende der Inheritance Saga von Christopher Paolini. Eine Geschichte von einem jungen Autor, der den großen Vorbildern der Fantasy Literatur nachzueifern versuchte, allen voran Tolkien und der Ringsaga. Verstecken braucht er sich nicht. Das Paolini sehr jung war , als er began seine Romane zu schreiben weiß mittlerweile jeder der die Bücher gelesen oder ihre Entstehung verfolgt hat. Er hat im Laufe seiner Romane einen gewaltigen, zuweilen sogar pompösen Stil entwickelt, in dem er seine Szenen mit adjektiven und Beschreibungen zu schmücken sucht. Es gibt beinahe ausschließlich Superlative. Die Schlachten sind blutig und grausam. Seine Hauptcharaktere stehen praktisch ständig vor dem Ende und er lässt auch einige bekannte, aber unwichtige Randfiguren das Leben aushauchen. Endlich tritt auch der große, bisher unerkannte, Widersacher Galbatorix auf den Plan und ist ein Bösewicht nach meinem Geschmack: Bedrohlich und beinahe allmächtig. Schön, dass er sich nicht so einfach mit irgendeiner Wunderwaffe von der Bildfläche tilgen lies. Garniert wird all das Kampfgetümmel immer mal wieder mit ruhigen Einschüben. Diese sind zwar allesamt wenig überraschend und teilweise erinnern sie stark an Hollywood-Filme, die Paolini wohl gerade in dieser Zeit gesehen haben muss, aber sie verleihen dem Buch und der ganzen Welt etwas mehr Vergangenheit und Rahmen.
Doch nach dem großen Finale fällt der Leser, die Protagonisten und wie mir scheint auch Paolini in ein tiefes Loch mit der Frage was denn nun kommen möge. Oft enden Geschichten mit dem am Boden liegenden Bösewicht und man fragt sich, was denn danach mit dem Land passieren würde. Hier setzt Paolini an. Er lässt seine Welt nicht einfach mit einem Höhepunkt enden, sondern zeigt den Kampf der Varden auch nach dem Sieg über Galbatorix, zeigt die Zukunft der Drachen und der Reiter und führt wirklich alle offenen Handlungsstränge zu einem Ende. Das mag für die Hardcorefans befriedigend und für die Glaubwürdigkeit der Geschichte notwendig sein, aber vor allem ist es eines: langatmig, so als ob er sich par tout nicht von seiner Welt und seinen Geschöpfen lösen wolle.
Inheritance ist ein gelungener Abschluss der Saga und solange ich auch darüber grüble, ich könnte mir kein besseres und vollendeteres Ende wünschen, geschweige denn vorstellen mit dem ich Eragon, Saphira und all die anderen Drachen, Menschen, Zwerge, Elfen, Urgals und Werkatzen aus dieser Geschichte entlassen möchte. Ende gut, alles gut.
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Der Death Gate Zyklus in meinem Regal
Da schrieb ich gerade noch darüber, dass man sich doch auch mal kurz fassen solle und da wird mir prompt eine Heptalogie aufs Auge gedrückt. Hey, die Buchtitel/Cover habe ich seit Jahren in den Regalen der Buchhändler stehen und liegen sehen, aber es bedurfte eines kleinen Schubsers von Laulajatar, dass ich mich auf die Suche machte diese Bücher dann auch in mein Regal aufzunehmen. Worüber ich rede? Ich rede über den Death Gate Zyklus von Margaret Weis und Tracy Hickman. Bücher, die man heutzutage für ~30€ pro Buch (bei angemessenem Zustand) kaufen kann, oder aber als viel gelesene Exemplare im Pack erwischt, so wie ich es getan habe. Wer auch immer meine Exemplare vorher besaß: “GUTE Qualität” ist das nicht, schäm dich deine Bücher so behandelt zu haben. Nun, demnächst werde ich also diesen Batzen Papier auflesen. Aber bis dahin hoffe ich, das Laulajatar für mich bereits alle Bücher rezensiert hat *stubbs*
Dragon Crusader erscheint am 19.3.2012
Nach dem Verbot ihrer Gemeinschaft sind die Kreuzritter des Templer-Ordens auf der Flucht. Bei einem Piratenüberfall auf ein Dorf, kommen sie den Einwohnern zu Hilfe und erfahren von der Entführung der jungen Neem, die sie schließlich auf dem verlassenen Piratenschiff wiederfinden. Die junge Frau beherrscht dunkle Zauberkünste und hat aus Rache an den Piraten, jeden, der das Schiff betritt und Blut an den Händen hat, dazu verflucht, sich in einen Gargoyle zu verwandeln. Dass auch die wackeren Kreuzritter dieses Schicksal ereilen wird, ist somit nur eine Frage der Zeit. Fortan suchen die Männer nach Wegen, den Fluch doch noch zu bannen. Sie beschließen, die Schreckensherrschaft des furchtbaren Zauberers und seinen beängstigenden Drachen zu beenden, um somit auch die Flüche seiner Kunst zu brechen. Ein kühner Plan, dessen Erfolg in Frage steht…
Ich fasse zusammen: Eine Gruppe Abenteurer zieht aus, um eine gefangene Prinzessin aus den Klauen eines bösen Zauberers zu befreien. WOW, das klingt neu und unverbraucht. Ist bestimmt ein grandioser Film. Nein, ein Blick in die imdb lässt Böses erahnen. 2,7 von 10 Punkten. Na ich bin gespannt was sich uns ab dem 19.3. bietet. Der Trailer bei Youtube lässt mich ja schon böses erahnen. Ich denke ich werde mir den Film zeitgleich mit Herrschaft des Feuers ansehen. Im Mittel sollte ein guter Film entstehen
Weiterführende Links:
Dragon Crusader bei Amazaon
Fasse dich kurz
Liebe Drachenbuchautoren! Als ihr noch klein gewesen seid und die Bücher eure großen Idole gelesen habt, die euch vielleicht sogar dazu bewogen haben werden selbst zu schreiben, wie lang waren da die Geschichten? Ich frage, weil es schwer geworden ist heutzutage ein Buch mit weniger als 600 Seiten zu kaufen. Noch seltener sind Bücher, die in sich abgeschlossene Geschichten bieten. Es scheint mir, als ob es nur noch Trilogien, Quadrilogien, Pentalogien…Dodecalogie auf dem Markt gibt. Versteht mich nicht falsch, jemand der eine tolle Welt erschaffen hat, sollte diese natürlich mit Leben füllen. Aber müssen die Bücher immer aufeinander aufbauen? Schafft ihr es nicht euch mal kurz zu fassen? Nicht jede Geschichte die dem Kopf entspringt hat das epische Ausmaß eines Tolkien’schen Herr der Ringe oder die kommerzielle Ausmaß einer J.K. Rowling-Zauberlehrlings. Wir alle kennen die Autoren, die es tatsächlich schaffen über mehrere Bücher hinweg zu faszinieren. Aber die Länge einer Geschichte ist doch kein Maß, dem man nacheifern muss. Ein Buch besticht durch eine spannende Geschichte, ihre Charaktere und Einfallsreichtum. Sie bleibt dann auch durchaus im Kopf hängen, wenn sie nur wenige hundert Seiten lang ist, wie es selbst Tolkien mit dem Hobbit oder auch George R.R. Martin mit “Der Eisdrache” beweisen.
Ich besuche jedes Jahr auf der Spielemesse in Essen die zwei dort befindlichen Antiquariate. 10qm voll mit alten Büchern aus dem Goldmann oder Heyne Verlag…Trilogien findet man dort eher selten. Meist sind es Taschenbücher. Kleine, dünne Taschenbücher von oftmals weniger als 400 seiten Dicke. Und ob ihr es glaubt oder nicht, die Bücher sind auch gut! Vielleicht sogar besser, weil die Autoren ihre Ideen in weniger Seiten pressen mussten? “Fasse dich kurz” heißt es doch so schön. Aber Tiefe und Immersion funktioniert natürlich auch erst mit entsprechend ausführlicher Beschreibung der Welt des Buches. Also doch mit Adjektiven um sich schmeissen und den Schreibstil aufblasen?
Nochmal zusammengefasst: Ganz subjektiv wünsche ich mir mal wieder in sich abgeschlossene Bücher ohne Teil 1-x am Horizont zu sehen. War das Buch ein Erfolg? Fein! Eine neue Geschichte im selben Universum evtl. sogar mit den selben Charakteren? Spitze! Aber bitte plant doch nicht immer gleich im 4-stelligen Seitenbereich.
G.A. Aiken – Dragon Kiss
Die Laula wurde von mir gezwun- überredet eine kleine Rezension zu Dragon Kiss zu schreiben. Da ich selbst solche Bücher nicht lese bin ich dankbar, dass sie sich erbarmt hat
Ein Buch, nach dessen Titel (hoffentlich) niemand greifen wird, der ein anspruchsvolles High Fantasy Werk erwartet. Vielmehr lag nach einem kurzen Blick auf die Rückseite der Verdacht nahe, dass es sich hier um ein Buch der sogenannten Romantic Fantasy handelt, ein Genre, das in der letzten Zeit überall wie Pilze aus dem Boden zu sprießen scheint.
Was ich also erwartet habe: Eine Lovestory, bitte mit Happy-End, wobei mindestens einer der Protagonisten kein Mensch ist (Na was wirds wohl sein… ein Vampir, eine Elfe oder vielleicht doch ein DRACHE?), es irgendein Übel zu besiegen gilt und das Ganze dann mit mehr oder weniger ausführlichen Sexszenen untermalt ist .
Somit wurde ich auch nicht zu sehr enttäuscht.
Enttäuschter war ich eigentlich eher darüber, dass die auf dem Klappentext angerissene Geschichte nur etwa die Hälfte des Buches ausgemacht hat. Die andere Hälfte ist die Geschichte von Fearghus Eltern, die zwar etwa auf gleichem Niveau ist, jedoch nicht das war, was ich mir von 50% des Buches versprochen hatte.
Zur Geschichte:
Annwyl “Die Blutrünstige” ist eine cholerische Ziege, die von so ziemlich allem auf 180 gebracht wird und deren liebstes Hobby darin besteht, feindliche Soldaten in handliche Stücke zu zerhacken. Annwyl ist außerdem die Schwester vom bösen Herrscher, den sie – Überraschung – absetzen will, um das Volk zu befreien und natürlich um sich zu rächen.
Fearghus “Der Zerstörer”, der schwarze Drache, passt – so gesehen – wunderbar zu ihr, weil er ungefähr den gleichen Agressionsbewältigungskurs belegen sollte. Als Drache ist er in dieser Welt ein Gestaltwandler und natürlich sieht seine Menschengestalt umwerfend gut aus.
Die beiden begegnen sich, er rettet die Frau und Annwyl fühlt sich von Fearghus’ Menschengestalt sexuell angezogen, während sie den Drachen als Freund schätzt, ohne zu ahnen, dass diese beiden ein und dieselbe Person sind.
Der Rest ist ein bisschen Verführung, ein bisschen Intrige und viel Sex.
Die Hauptcharaktere dieses Buches sind ein wenig flach dargestellt, es sind eine Handvoll Charakterzüge, die hauptsächlich und dafür total überspitzt dargestellt werden. Sexuelles Verlangen, Eifersucht, Rachsucht, Reizbarkeit, aus mehr scheinen die Figuren selten zu bestehen. Was vielleicht am Anfang eine reizvolle Kombination sein mag, kann nach der zehnten Konfrontation, die auf gleicher Weise in beidseitiger Verwirrung oder aber im Bett endet, ein wenig eintönig werden.
Wenn man keine allzu hohen Ansprüche an die Geschichte hat, ein wenig leichte Unterhaltung sucht und sich auch an stellenweise expliziteren Sexszenen nicht stört, kann man hiermit durchaus seinen Spaß haben. Die Zielgruppe dieses Buches sind jedoch eindeutig vor allem die Menschen, die auf der Suche nach eben jenen Szenen sind.
Die eigentliche Handlung kommt vielleicht ein bisschen zu kurz, wenn die beiden Protagonisten die Hälfte der Zeit nur im Bett, ähm, in der Höhle, verbringen.
Trotzdem habe ich das Buch fast am Stück durchgelesen, weil ich eben doch wissen wollte, was als nächstes passiert und dabei, zugegebenermaßen, auch manchmal ein paar Seiten Bettgeflüster überblättert, weil ich mir gedacht habe “Komm schon (Achtung: Wortwitz), ich will wissen, wie es mit dem Krieg weitergeht”.
Was den Schreibstil betrifft, waren mir gerade diese Szenen manchmal ein wenig zu langatmig, was aber vielleicht auch einfach nur an ihrer Häufigkeit lag oder daran, dass ich doch noch ein wenig mehr Wert auf den inhaltlichen Verlauf eines Buches lege. Das ein oder andere Mal sind mir ein paar Wiederholungen negativ aufgefallen, ansonsten war es aber ganz flüssig zu lesen. Ich muss allerdings auch zugeben, dass meine Ansprüche an den Schreibstil nicht ganz so hoch sind, wie die von manch anderem Leser.
Die Welt, in der das Buch spielt, bewohnt von Drachen und Menschen, fand ich interessant und ansprechend. Ein Highlight war für mich jede Begegnung von Fearghus mit dem Rest seiner Familie, einem bunten Haufen verschiedenfarbiger Drachen. Es ist zu erwarten, dass es für jedes Familienmitglied einen Folgeband geben wird – einige davon sind bereits erschienen.
Band zwei habe ich schon gelesen, mit Band drei lasse ich mir Zeit, vielleicht wird er mir irgendwann einmal in die Hände fallen. Es ist eine ganz nette Unterhaltung, mehr aber auch nicht.
Paladin – Der Drachenjäger
Als Will Shepherds Vater von einem Drachen getötet wird, beendet Will sein abgeschiedenes Bergleben, fest entschlossen den Tod seines Vaters zu rächen. Dazu heuert er bei Baron Sterling an, um sich zum Ritter ausbilden zu lassen. Während seines Aufenthalts wirft er zunehmend ein Auge auf Kate, die schöne Tochter des Barons. Doch nicht nur er buhlt um die Gunst von Sterlings Tochter, auch der Adelige Rogan zeigt ein unverhohlenes Interesse.
Die Geschichte um den Schafhirten Will, der seinen Vater rächen möchte und sich dabei in die Tochter seines neuen Herren verliebt ist weder neu noch originell. Ich mag gar nicht zählen wie oft ich das in dieser oder ähnlicher Form schon gelesen oder gesehen habe. Dennoch ist Paladin ein anständiger Fantasyfilm und die Aufnahmen der Landschaften und Kulissen, die sich mir in voller Bluray-Klarheit boten, waren toll, die Schauspieler passend ausgewählt und die ganze Stimmung gut eingefangen. Wie immer bei solchen Low-Budget Produktionen musste jedoch leider die Qualität des Drachen arg leiden. Der Drachen (mal wieder ein Wyvern) sieht an sich gut gemacht aus und bewegt sich auch so wie man es von solch einer Kreatur erwarten würde. Damit ist es jedoch nicht getan. Die Integration eines 3D Modells in einen Realfilm ist eine Kunst, die die Filmemacher von Splendid Film/WVG leider nicht beherrschten. Völlig deplatziert stacksen und stochern Drachen und Schauspieler aufeinander ein, der Drache wirkt eigentlich ständig falsch belichtet und sein Flammenatem ist nur peinlich. Sehr schade, das konnte sogar Disneys “Dragonslayer” besser und der Film ist über 30 Jahre alt.
Dennoch bleibt ein kurzweiliger Fantasyfilm, bei dem der Drachenangriff den Rahmen für eine kleine Romanze zwischen Schafhirte und Baronentochter bietet. Ausleihen, Ja! Kaufen, Nein!
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Das Jahr des Drachen
Heiliger BimBam, da bin ich derart mit Skifahren und Tiefschnee beschäftigt, dass ich eines glatt übersehen habe: FROHES NEUES JAHR! Am 23.1. feierten die Chinesen das Neujahrsfest und läuteten damit das Jahr des Drachen ein, um genau zu sein das “Jahr des Wasserdrachen”.
Markus Heitz Feuerkriege
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Im Februar erscheint Feuerkriege, eine Zusammenlegung der beiden Romane Die Mächte des Feuers und Drachenkaiser von Markus Heitz. Wer die Bücher bisher nicht gelesen hat sollte zugreifen, denn Heitz hat die alternative Realität+Drachen mit diesen beiden Büchern auf ein neues Level gehoben. Außerdem ist die in den 1920er Jahren spielende Geschichte vor Allem eines: Spannend!
Feuerkriege bei AmazonPaladin – Der Drachenjäger erscheint am 27.1.2012
Am 27.01. kommt ein neuer Drachenfilm in den Handel. Direkt auf DVD bzw. Bluray kämpft Will Shepherd gegen Drachen und für das Herz einer Prinzessin.
Hier mal der Inhalt von filmstarts.de
Eigentlich will Will Shepherd (Richard McWilliams) nichts anderes, als ein abgeschiedenes und ruhiges Leben zu führen. Als sein Vater jedoch eines Tages von einem Drachen getötet wird, beendet Will sein abgeschiedenes Leben, fest entschlossen. den Tod seines Vaters zu rächen. Dazu heuert er bei Baron Sterling an (Ian Cullen), um sich zum Ritter ausbilden zu lassen. Während seines Aufenthalts wirft er zunehmend ein Auge auf Kate (Nicola Posener), die schöne Tochter des Barons. Doch nicht nur er buhlt um die Gunst von Sterlings Tochter, auch der Adelige Rogan (Philip Brodie) zeigt ein unverhohlenes Interesse. Kate ist jedoch nicht nur wunderschön, sondern besitzt überdies auch magische Fähigkeiten, die auf der Jagd nach dem Drachen durchaus nützlich sein können. Da inzwischen 1000 Goldkronen auf den Kopf der Bestie ausgesetzt worden sind, beginnt für Will ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem er sich sowohl gegen Rogan und Sterling erwehren, den Drachen erlegen und um das Kates Herz kämpfen muss.
Nun, den Film werde ich mir doch demnächst mal in meine Sammlung holen und Euch berichten.
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