Archiv für September 2011

Harry Potter Münzen

Ich wusste bisher gar nicht, dass die Hogwarts-Münzen so schöne Wyvern auf ihren Rückseiten tragen. Sie heissen Knuts, Snickle und Galleone und falls sich jemand fragt wie man sie berechnet: Eine goldene Galleone sind 17 silberne Snickle. Ein Snickle wiederum sind 29 bronzene Knut. Alles klar? 🙂

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Kindchenschema bei Drachen

Habt ihr in Bio aufgepasst? Das Kindchenschema bezeichnet einen Schlüsselreiz bei höheren Tieren und Menschen, ein Fürsorgeverhalten gegenüber ihren Jungen zu entwickeln. Meistens ist das Kindchenschema durch eine hohe Stirn, tief liegende Gesichtszüge mit große Augen, kleiner Nase, einem kleinen Kinn, und rundlichen Wangen geprägt. Was das mit Drachen zu tun hat? Das frage ich mich allerdings auch. Schaue ich aber etwas länger mal in die Auswüchse des Massenmediums Film, dann offenbahrt sich eindeutig der Zusammenhang. Beinahe jeder kommerziell erfolgreiche Film in dem ein Drache erscheint, verwendet ein dem Kindchenschema entsprechendes Modell. Demgegenüber sind Filme in denen der Drache ein Widersacher ist entweder nicht kommerziell erfolgreich, oder werden von den „Drachenfans“ als schlecht bezeichnet. Beispiele? Gerne!

  • Eragon: Kindchenschema sowohl als frisch geschlüpftes, als auch ausgewachsenes Exemplar! (Bild 1+2)
  • Mein Freund der Wasserdrache: Auf Teufel komm raus auf niedlich getrimmt! (Bild 3)
  • Dragonheart 1+2:  Kindchenschema…und auch noch Kulleraugen… (Bild 4+5)
  • Drachenzähmen leicht gemacht: Auch hier wurde das Schema angewandt. (Bild 6)
  • Die unendliche Geschichte: Auch Fuchur zeigt eindeutig obige Merkmale (Bild 7)
Kindchenschema bei DrachenKindchenschema bei DrachenKindchenschema bei DrachenKindchenschema bei DrachenKindchenschema bei Drachen
Kindchenschema bei DrachenKindchenschema bei Drachen

Aber es gibt auch Filme mit Drachenmodellen, die nicht niedlich, süß oder beschützenswert sind, im Gegenteil. Drachen, so jedenfalls unsere Überlieferung seit einigen Jahrhunderten, sind böse und ein Werk des Teufels. Gute Filme mit bösen Drachen? Auch die gibt es.

  • Disneys Dragonslayer: Diesen Film kennt leider kaum jemand, er ist aber ein wahrer Klassiker! (Bild 1)
  • Herrschaft des Feuers: Ein genialer Film, aber die Fans nehmen ihn nicht in den Olymp und ihre Herzen auf. (Bild 2)
  • Age of Dragons: Die schuppige Neuverfilmung von Moby Dick kam in Deutschland weder in die Kinos noch in die Videotheken. (Bild 3)
  • D-Wars: Eine trashiger Science Fiction – Fantasy – Mix, mit vielen ungewöhnlichen, asiatischen Drachen. (Bild 4)
Kindchenschema bei DrachenKindchenschema bei DrachenKindchenschema bei DrachenKindchenschema bei Drachen

Man erkennt deutlich die Abweichung zu obigen Beispielen: Spitze Schnauzen, Reisszähne, schlitzförmige- oder Repitilienaugen, gestreckter, rauptierähnlicher Körperbau. Mir persönlich gefielen stets Filme mit eben jenen bösartig aussehenden Drachen am besten, weil sie meiner Vorstellung  am ehesten entsprechen. Zum Glück flimmert mein liebstes Schuppentier verhältnismäßig oft über die große Leinwand oder auf dem heimischen Fernseher, auch wenn ich meine Favoriten meist nur in Statistenrollen oder als Werkzeuge der Zerstörung betrachten darf. Ich hoffe auf einen Film der sich auf eine Stufe mit Herrschaft des Feuers oder Dragonheart stellt und mir keinen sprechenden pummelbäuchigen Liebhabdrachen präsentiert. Bis dahin muss ich wohl Nischenprodukte betrachten oder mich im Internet umschauen, denn auch dort gibt es einige Kurzfilme mit teilweise hervorragenden visuellen Ergebnissen, wie zum Beispiel:

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Skyrim: Dragon Hunt

Youtube User Polcan99 scheint ein echter Skyrim Fan zu sein, denn er hat auf Youtube einen Fanfilm eingestellt, der einen einzelnen Kämpfer gegen einen Drachen antreten lässt.

Only a true a warrior, a Dragonborn, can survive in the land of Skyrim and save Tamriel from destruction.
Slaying a dragon and absorbing his soul is the only way to win against Alduin… so let the dragon hunting begin!

Das Video ist eine Vermengung von Realfilmsequenzen mit einem CGI Drachenmodell. Das Modell sieht dabei erstaunlich gut aus und auch die Animation ist ihm hervorragend gelungen.

[youtube width=“600″ height=“335″]http://www.youtube.com/watch?v=WvZm2tnhk6k[/youtube]

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Margaret Weis & Tracy Hickman – Drachenzwielicht

Tanis, der Halb-Elf, Sturm Feuerklinge, der Ritter von Solamnia, Raistlin, der Magier dessen Zwillingsbruder Caramon, Flint Feuerschmied, der Zwerg und Tolpan Barfuß, ein Kender. Das sind die Helden der Drachenlanze, die sich nach Jahren der Wanderschaft bei einem gemütlichen Bier in Solace wiedertreffen wollen. Doch so schnell sie sich gefunden haben, so schnell stolpern sie auch bereits in das nächste Abenteuer. Gemeinsam mit den Barbaren Goldmond und Flusswind treten sie eine lange und beschwerliche Reise an, um die Herkunft eines geheimnisvollen Stabes zu ergründen und ihren Verfolgern zu entkommen.

Drachenzwielicht ist der Auftakt der Fantasyreihe „Die Chronik der Drachenlanze“, die soetwas wie das Urgestein der High Fantasy ist und bis in den Himmel gelobt wird. Dieses allseitige Hochgefühl mag sich bei mir jedoch nicht einstellen. Als alter Rollenspieler fühlte ich mich sofort an den Tisch und die Würfel zurückversetzt. Ein bunt zusammengewürfelter Haufen an Rollenspiel-Stereotypen wie sie generischer und flacher nicht sein könnten trifft da aufeinander. Man fragt sich von der ersten Minute an wie diese Gruppe überhaupt zueinander finden konnte, so oft fallen Worte wie „Hass“, „Misstrauen“ oder „Abscheu“ für die Begleiter. Man hat stets das Gefühl einen Pen&Paper Rollenspieler hinter den Charakteren zu sehen, der die Strippen zieht und der die Klischees der einzelnen Rassen und Klassen bis zum Zerbersten bedient. Oft las ich in anderen Rezensionen von der Vielschichtigkeit der Charaktere. Davon kann ich in diesem ersten Roman jedoch absolut nichts entdecken. Der Zwerg ist grummelig und hat Angst vor Wasser, der Ritter ist edel und muss mit Tricks zur Flucht vor einem Kampf gezwungen werden, der Kämpfer ist groß, treu und doof, der Kender ist kindlich, diebisch, dumm aber vom Glück verfolgt, der Magier ist geheimnisvoll und verschlagen…und so zieht es sich durch das gesammte Buch. Keinerlei Veränderung, egal wie schrecklich oder einprägsam die Erlebnisse auch sein mögen. Man kann sicher sein, beim nächsten Anzeichen für ein Klischee wird es bedient. Mehr Charakter hätte den Helden gut getan, denn die Welt in der sie sich bewegen, hätte es verdient. Riesig, fantastisch und erfindungsreich – Weis und Hickman schicken ihre „Party“ quer über den mit allerlei Wunder gefüllten Kontinent und lässt sie in einem immer furioser werdenden Finale schließlich den schwarzen Drachen Khisanth und sogar den Tod mehrfach überwinden. Wie kann man soetwas noch steigern?

Drachenzwielicht ist ein Klassiker der Fantasyliteratur und führt den Leser in eine riesige und lebendige Welt ein. Einziger Kritikpunkt sind die mir zu flachen Charaktere deren Überleben mehr auf Glück als auf Verstand baut…also wie bei einer typische Pen&Paper Spielerunde 🙂

Da mir die Geschichte als Rezensionsexemplar im Hörbuchformat vorlag (vielen lieben Dank nochmal an MFM Entertainment) noch einige Worte zur technischen Umsetzung. Die 23 Kapitel des Buches wurden von Gordon Piedesack gelesen. Dieser sprach stets stimmig, mit ausreichend Variation und mit fast gleichbleibender Lautstärke. Einige passende Szenen wurden musikalisch untermalt und machten aus dem Roman ein tolles Hörbuch.

(P.S. Ja, Raistlin fällt ein klein wenig aus dem Schema heraus. Er ist tatsächlich der einzige „vielschichtige“ Charakter, weil man seine Motivation nicht kennt)

Weiterführende Links:
Drachenzwielicht als Paperback
Drachenzwielicht als Hörbuch

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