Archiv für Juni 2011

Elian Black-Mor

Auf dem französischen Markt scheinen mir bisher ungekannte Perlen heranzuwachsen. Bei einer Routineüberprüfung nach Drachensichtungen im Internet 😉 habe ich so Elian Black-Mor gefunden, einen Künstler, der seine eigenen „Reisen“ mit Bildern und Aufzeichnungen dokumentiert. Was dabei herauskommt sind die „Sur la Piste des Dragons Oubliés“ Bücher, also frei übersetzt „Auf der Spur der verlorenen Drachen“.

Um einen Eindruck von der Aufmachung der einzelnen Bilder zu bekommen, könnte man sie ein wenig mit den Reiseberichten von Sir Francis Drake aus den Dragonology Büchern vergleichen, Black-Mor legt jedoch viel mehr Wert auf die Qualität der Bilder an sich. Leider ist mein französisch bei weitem nicht so gut, dass ich etwas über die Qualität des Inhalts berichten könnte, aber allein die Bilder sind es mir wert alle drei Bücher meiner Sammlung an Artbooks hinzuzufügen. Was ich jedoch sagen kann ist, dass momentan keine deutsche oder englische Ausgabe der Bücher geplant sind, wie mir der Autor auf eine Mail hin kurz berichtete.

Elian Black-MorElian Black-MorElian Black-MorElian Black-Mor

Weiterführende Links:
Homepage von Elian Black-Mor
Sur la Piste des Dragons Oublié - 1 bei Amazon
Sur la Piste des Dragons Oublié - 2 bei Amazon
Sur la Piste des Dragons Oublié - 3 bei Amazon

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Warbirds – Drachen des Todes

Es herrscht der zweite Weltkrieg. Eine Truppe weiblicher Fliegerasse wird während eines geheimen Eskortauftrags, über dem Pazifik von unbekannten Wesen angegriffen. Sie, ihre Fracht und die restliche männliche Besatzung müssen auf einer japanisch besetzten Insel notlanden. dort ist jedoch kaum noch jemand am Leben, alle wurden von den Drachen getötet. Mit aller Kraft versuchen sie von der Insel zu fliehen.

Warbirds ist ein TV-Produktion von 2008 mit durchaus ansprechenden Computeranimationen für diese Budgetklasse. Auch die Schauspielerinnen sind sehr ansehnlich und wurden in Mode und Frisur authentisch auf das Szenario anno 1945 gestyled. Damit enden jedoch die positiven Aspekte des Films, denn der Rest ist einfach nur Schrott. Die Dialoge sind dümmlich, die deutschen Synchronsprecher machen das ganze noch beknackter und die stets perfekt gestylten Damen agieren im Angesicht des nahenden Todes so unglaublich dämlich, dass man sich fragt was für Drogen vergeben wurden, um sie derart gefügig zu machen. Die „Drachen“ sind für mich eher Pterodaktylosaurier, aber vermehren sich anscheinend zu hunderten innerhalb weniger Tage, verfolgen kleine wendige Kampfflugzeuge mühelos und zerlegen selbst die Stahlaußenhaut von Bombern mit ihren Klauen. Ach ja, mit einem Lastwagen kann man ihnen übrigens davonfahren. Am besten man schmeisst am Ende eine große fette Bombe auf die Insel, dann hat das Trauerspiel ein Ende – uups habe ich jetzt den völlig unvorhersehbaren Twist der Handlung verraten? Nein, ich denke nicht! Der Film ist von erster Sekunde an sehr durchschaubar. Zum Glück sterben fast alle dieser Hirnis in Uniform, abgesehen natürlich von den zwei hübschesten Frauen. Drache sei dank…

Es war schon schade um den Gutschein den ich in der Videothek dafür ausgegeben habe. Schaut ihn euch nicht an, kauft ihn nicht. Auch nicht die Sammler. Downloaded ihn nichtmal. Er lohnt sich nicht im entferntesten, ihr könnt nur Dümmer von der Couch aufstehen als ihr noch 90 Minuten zuvor gewesen seid!

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Todd McCaffrey – Dragonharper

Kindan (der bereits in Dragon’s Fire auftrat) ist mittlerweile ein Harfnerlehrling geworden aber der Unterricht fällt ihm schwer, besonders da er und seine Freunde Nonala, Kelsa und Verilan von einem der älteren Lehrlinge schikaniert werden. Erst als Kindan den älteren und kräftigeren Vaxoram in einem Duell besiegt und ihn so zu seinem Diener macht, verbessert sich die Lage und auch die Kluft zwischen Vaxoram und Kindan schließt sich rasch. Schon bald kann Kindan eine kleine Feuerechse an sich binden und verliebt sich in die Tochter des Herren von Burg Fort. Als jedoch eine grassierende Seuche den Planeten bedroht, findet sich Kindan als einziger in der Position wieder aus den Puzzlestücken der Vergangenheit des Planeten eine Lösung für die Epedemie zu finden, während um ihn herum immer mehr Menschen erkranken und sterben.

Es ist schon ein seltsames Gefühl, wenn man jahrelang Pernromane in der (sehr guten) deutschen Übersetzung gelesen hat und nun plötzlich, auf Grund fehlender Bereitschaft der Verlage, ins Englische wechseln muss. Viele seit 20+ Büchern bekannte Begriffe müssen von Grund auf neu erlernt werden und so manche feudalherrschaftliche Vokabel findet sich zumindest in meinem Standardwortschatz nicht an. Dafür kann natürlich das Buch nichts, das hat ganz eigene Problemchen. Zwar findet sich der Fan umgehend in einer bekannten Umgebung wieder und fühlt sich schnell heimisch, aber das täuscht nur kurz über die anfangs sehr zusammengestückelte Handlung hinweg. Duell, Frauenproblematik, Schwulenthematik, Minderwertigkeitskomplexe – Todd McCaffrey schmeisst zu Beginn des Buches bunt irgendwelche Puzzleteile in den Topf und rührt kräftig. Auch wenn die Zutaten interessant klingen, nichts wird richtig behandelt, nur angerissen. Das ändert sich mit dem Auftreten der großen Seuche, deren Vorbild in der unserer Welt vermutlich SARS war. Durchaus brisanter Stoff der in einer wenig technisierten Welt wie Pern zu einer globalen Katastrophe führt. Um so seltsamer, dass die „unfähigen“ Lehrlinge mit der Suche nach Hinweisen betreut werden. Glücklicherweise ist sich Todd nicht zu Schade die Grausamkeit und die Trauer einer derartigen Epedemie entsprechend radikal zu beschreiben und dabei auch einige Charaktere über die Klinge zu springen zu lassen. Gerade dieses Grauen faszinierte mich auch das Buch nicht mehr aus den Händen zu legen. Dragonharper fängt also mäßig an und steigert sich langsam zu einem durchaus guten Buch der Pern Reihe heran. Nichts was Mutter Anne nicht bereits zuvor schon thematisiert hätte, aber nett zu lesen und für Fans ein Muss!

Dragon harper bei Amazon

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Boris Koch – Der Drachenflüsterer – Das Verlies der Stürme

boris_koch_der_drachenfluesterer_das_verlies_der_stuermeIm Dritten Buch um den Drachenflüsterer und seine Freunde, lässt es Boris Koch langsam angehen. Beinahe kommt eine „Tom Sawyer“ – Stimmung auf, als sich die acht Freunde – vier Menschen und vier Drachen – an den schönsten Plätzen ihrer Welt niederlassen, Schätze suchen, jagen, fischen und wahnwitzige Geschichten ausdenken. Getrieben von der Unruhe etwas Großes vollbringen zu müssen, bleibt die Idylle aber nicht lang bestehen. Schon bald beginnt die kleine Truppe damit den lügnerischen Orden bei Nacht- und Nebel-Aktionen zu denunzieren und in kleinen Dörfern die Bevölkerung zu bekehren. Mit zunächst mäßigem Erfolg wächst schließlich ihre Truppe zu einer kleinen Bande an jugendlichen Verschwörern heran, doch nicht ohne Gegenwehr des Ordens. Dieser scheint sich zunächst des Drachens Aiphyrons und dann auch Bens erfolgreich zu entledigen.

Die Geschichte von Boris Koch liest sich genauso gut, wie ihre zwei Vorgänger: bunt beschrieben, mit vielen guten Ideen und viel zuviel herumpubertiererei. Schade, dass seine Charaktere sich kein bisschen weiterentwickelt haben und mit ihren Aufgaben gereift sind. Die Rivalität zwischen Ben und seinem Freund Yanko um den Größten, Schnellsten, Längsten und die immerwährenden Schimpftiraden sind witzig, aber mit dem dritten Buch etwas abgenutzt. Sie passen nicht mehr auf die Charaktere, die sich solch einer schweren Aufgabe verschrieben haben, ohne auch nur ein kleines bisschen an Ernsthaftigkeit zu gewinnen. Im zweiten Drittel des Buches gwinnt die Geschichte dann rasant an Geschwindigkeit. Boris Koch prügelt förmlich immer mehr Ideen in seine Geschichte hinein, man hätte zwei daraus machen können, nein müssen! Denn so toll ich die Einfälle auch fand (vorhersehbar sind sie nämlich nicht), so kurz werden sie nämlich abgefrühstückt. Ging ihm da das Papier aus? Hatte Koch eine verlagsseitige Seitenvorgabe? Was ist mit der ominösen Flaschenpost am Anfang? Einige Handlungsstränge bleiben offen, andere werden zu schnell wieder geschlossen. Sehr schade!

100 Seiten mehr hätten aus einem guten Buch ein fantastisches Buch gemacht, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Boris Koch hat unglaublich viele Idee und ich würde mich freuen, bald wieder von Ben und den Drachen zu lesen.

Weiterführende Links
Der Drachenflüsterer
Der Schwur der Geächteten
Das Verlies der Stürme bei Amazon

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Die Spammer haben mich gefunden

Tja, nichts wärt ewig, so auch keine von Spammern verschonte Webseite. Ich hatte tatsächlich seit meinem Umzug etwa einen Monat Ruhe, bevor es los ging. Und jetzt, … na seht selbst. Zum Glück hat ein toller Mensch für WordPress entsprechende Plugins gechrieben, um das Ganze zu vermeiden. Danke „AntiSpam Bee“ ! Ich gehe jetzt erstmal was Spenden!

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Wolfgang Schwerdt – Andre Zeiten, andre Drachen: Eine Kulturgeschichte der Drachen

Es passiert selten, dass man in seinem Verständnis über Drachen, deren Wesen, Herkunft und Veränderung eine komplett neue Sichtweise präsentiert bekommt und diese auch sofort nachvollziehen kann. Für mich gab es bisher nur Fantasy, Schöpfungslegenden und den asiatischen und christlichen Einfluss auf die schuppigen Gestalten. Wolfgang Schwerdt fügt in seinem Buch „Andre Zeiten, andre Drachen“ dies jedoch alles zusammen.

Einen besseren und passenderen Titel hätte sich das Buch nicht wünschen können, als der des Gedichts von Christian Morgenstern, denn Schwerdt beginnt seine Wanderung durch die Kulturgeschichte tausende Jahre in der Vergangenheit, in der Wiege der Menschheit und führt seine Beobachtungen bis in die Gegenwart. Er erklärt was ein Drache ist, wie der Drache zu seiner Form als Mischwesen heranwuchs und seinen Platz in jeder entstehenden und zusammenwachsenden Kultur finden konnte. Seine Betrachtung beschränkt sich dabei größtenteils auf unsere westliche Drachenform, streift aber auch asiatische Kulturen immer wieder einmal.

Seit ich das Buch Andreas Gößlings „Drachenwelten“ las, wurde meine Sichtweise auf Drachen nicht mehr derart erweitert. Bisher hatte ich mich einfach nie gefragt, warum sich die Sagen verschiedener Kulturkreise so sehr ähneln, wie es der heilige Georg schaffen konnte praktisch jeden Drachen in unseren Breiten über mehrere Jahrhunderte hinweg zu töten oder wie Drachen ihre heutige Form erhielten. Jetzt weiß ich es. „Andre zeiten, andre Drachen“ gehört einfach in das Bücherregal, da führt kein Weg dran vorbei. Lest es zweimal und denkt darüber nach was euch an Drachen fasziniert! Ein erstklassiges Buch für Drachenfans, die mehr wissen wollen.

Andre Zeiten, andre Drachen bei Amazon

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Andre Zeiten, andre Drachen (Christian Morgenstern)

Immer nicht an Mond und Sterne
mag ich meine Blicke hängen –:
Ach man kann mit Mond und Sternen,
Wolken, Felsen, Wäldern, Bächen
allzuleichtlich kokettieren,
hat man solch ein schelmisch Weibchen
stets um sich wie Phanta Sia.

Darum senk ich heut bescheiden
meine Augen in die Tiefe.
Hier und da ein Hüttenlichtlein;
auch ein Feuer, dran sich Hirten
nächtliche Kartoffeln braten –
wenig sonst im dunklen Grunde.
Doch! da drunten seh ich eine
goldgeschuppte Schlange kriechen …

Hochromantisches Erspähnis!
Kommst du wieder, trautes Gestern,
da die Drachen mit den Kühen
friedlich auf den Almen grasten,
wenn sie nicht grad Flammen speien
oder Ritter fressen mußten –
da der Lindwurm in den Engpaß
seinen Boa-Hals hinabhing
und mit grünem Augenaufschlag
Dame, Knapp und Maultier schmauste –
kommst du wieder, trautes Gestern?

Eitle Frage! Dieses Schuppen-
Ungetüm da drunten ist ein
ganz modernes Fabelwesen,
unersättlich zwar, wie jene
alten Schlangen, doch auch wieder
jenem braven Walfisch ähnlich,
der dem Jonas nur auf Tage
seinen Bauch zur Herberg anbot.

Feuerwurm, ich grüße froh dich
von den Stufen meines Schlosses!
Denn ob mancher dich auch schmähe,
als den Störer stiller Lande,
und die gelben Humpeldrachen,
die noch bliesen, noch nicht pfiffen,
wiederwünschte, – ich bekenne,
daß ich stolz bin, dich zu schauen.
Höher schlägt mir oft das Herze,
seh ich dich auf schmalen Pfaden
deine Wucht in leichter Grazie
mit dem Flug der Vögel messen
und mit Triumphatorpose
hallend durch die Nächte tragen.

Sinnbild bist du mir und Gleichnis
Geistessiegs ob Stoffesträgheit!
Gleichnis bist du neuer Zeit mir,
die, jahrtausendalter Kräfte
Erbin, Sammlerin, sie spielend
zwingt und formt, beherrscht und leitet!

Andre Zeiten, andre Drachen,
andre Drachen, andre Märchen,
andre Märchen, andre Mütter,
andre Mütter, andre Jugend,
andre Jugend, andre Männer –:
Stark und stolz, gesund und fröhlich,
leichten, kampfgeübten Geistes,
Überwinder aller Schwerheit,
Sieger, Tänzer, Spötter, Götter!

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Beurteile ein Buch nicht nach seinem Einband. Oder: Was ist ein Drachenbuch?

(Quelle:creative-workshop.de)Als ich Anfang der 1990er begann Drachenbücher zu sammeln und zu lesen war die Sache leicht. Wenn ich durch eine Buchhandlung ging, brauchte ich zwei Durchläufe. Zunächst neigte ich meinen Kopf um 90° und strich mit langsamen Schritten das Buchregel ab – für jede Etage einmal! Ich las die Titel und suchte nach Schlüsselworten wie „Drache“ oder „Feuer“. Danach überflog ich die Coverbilder und griff alles, was nach Drache aussah. Meist blieben dabei ein bis zwei Bücher wie magisch an meinen Fingern kleben. Deren Klappentexte bestätigten dann meist, was ich sowieso schon wusste: Drachenbuch! Es wollte zu mir.

Den Zeitpunkt als sich das änderte kann ich nicht mit Gewissheit benennen. Vielleicht war es Dragonheart im Kino, vielleicht die Tolkien-Welle oder sogar Eragon. In jedem Fall wuchs durch das Interesse der Massen Fantasy von seinem Nischendasein zu einem richtig großen Markt heran und somit auch die Popularität an seinen großen, schuppigen Galeonsfiguren, den Drachen. Drachen sind In und nach einer kurzen Übergangsphase sind sie heute allgegenwärtig. Drachen starren mich von Müslipackungen, vom Duschgel und beinahe jedem zweiten Buch im Handel an. Jetzt ist es für mich ungleich schwieriger geworden Drachenbücher zu identifizieren. Es scheint den Verlagen völlig Wurst zu sein, ob es in Ihren Büchern um mutierte Hamster oder liebestolle Werwolfrüden geht, auf das Titelbild muss ein Drache, wenn es sich einrichten lässt auch in den Titel und wenn nicht, dann wenigstens in den Klappentext. Hauptsache das Fantasy Buzzword „Drache“ ist gefallen, die Zielgruppe angesprochen und das Buch erstmal gekauft. Ist doch wurscht, ob die Titelbilder oder gar Titel etwas mit dem Inhalt zu tun haben, hauptsache das Ding verkauft sich gut die Geschichte ist gut.

Liebe Verlage, mir ist das nicht egal! Es gab mal Zeiten, da haben Autoren den Künstlern gesagt welche Szene ihres Buches sie gern auf dem Cover finden würden, oftmals haben diese sogar die Manuskripte zuvor gelesen. Aber vielleicht liegen die Urheber dieser Marketing – Reizüberflutung auch viel weiter hinten in der Schöpfungskette. Evtl sind die Autoren selbst Schuld an der Misere? Schaue ich auf meine Regale, dann kann ich meine Bücher relativ gut kategorisieren:

  1. Bildbände (Die lassen wir mal außen vor)
  2. Zusammenleben mit Drachen
  3. Drachen terrorisieren einen Landstrich
  4. Drachen als Protagonisten

Die dritte Kategorie macht unter den Romanen den größten Teil aus. Doch ab wann darf sich ein Buch eigentlich Drachenbuch schimpfen? Wie ich bereits erwähnte, handelt es sich bei Drachen um ein Buzzword, ein Begriff oder Spruch, mit dem beim Zuhörer um besondere Beachtung gebuhlt wird. Oft steckt ein Drache also nur seine Schnauze in ein Buch, um dem Leser zu signalisieren:“Oh, Drache als Gegenspieler oder Gefahr am Horizont, das muss ja eine spannende Geschichte und gefährliches Abenteuer werden.“ Nun ja, wütende Delphine würden ihren Zweck verfehlen, das gebe ich zu. Also reiten die Autoren auf schuppigen Welle der Popularität mit und schreiben Drachenbücher, die gar keine sind – Pfui schämt euch! Die eigentliche Kategorisierung – Drachen ja oder nein – ist aber dennoch sehr subjektiv. Sie wird nicht durch die Autoren oder Verlage, sondern allein durch meine Kaufentscheidung vorgenommen. Heisst das, dass ich selbst schuld bin, wenn ich mir ein Buch im guten Glauben kaufe es würde Drachen thematisieren und diese dann nur am Rande in Erscheinung treten? Beurteile ich selbst das Buch nur nach seinem Einband? Vielleicht.

Was rege ich mich schlussendlich darüber auch überhaupt auf? Bin ich traurig, dass mein Hobby inflationär thematisiert wird? Beschwere ich mich, dass ich genug zu lesen finde? Oder bin ich einfach nur schon in die Phase eingetaucht in der ich behaupte, dass früher als besser gewesen sei? 😉

Darum versuche ich mich also an einer losen Definition:

Drachenbuch – Ein Drachenbuch ist eine fiktive Geschichte, in der Drachen beliebiger Kulturkreise eine zentrale Rolle spielen. Dies kann entweder durch Vermenschlichung, Bindung zu weiteren Protagonisten oder als deren Widerpart geschehen.

Kommt das hin? Wieviele eurer Bücher sind jetzt noch Drachenbücher?

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Christine Arana Fader – Das kleine Drachenhandbuch

Der Drache steht für die magischen Kräfte des Universums. Er ist der Hüter der Magie, aber auch der Hüter der Elemente und ihrer Kräfte und der Hüter von Yin und Yan, die das Leben auf unserer Erde im Gleichgewicht halten. 

Christine Arana Fader beschreibt in ihrem kleinen Drachenhandbuch vierzehn magische Drachen, die Begleiter für spirituelle Reisende sind. Jeder einzelne hat bestimmte Aufgaben und Fähigkeiten, gemein ist ihnen jedoch der Wunsch ihre „Drachenreiter“ zu beschützen, zu reinigen und ihr Leben in ein Gleichgewicht zu bringen und zu lehren, sich der Liebe oder größeren Zielen zu öffnen.

Ich bin kein besonders spiritueller Mensch und folglich kein Experte, doch wenn ich mich mit Drachen in der Religion, in Legenden oder auch der Fantasy beschäftige und sie akzeptiere, dann ist der Schritt zur Spiritualität nicht weit und darf nicht abgelehnt werden. Mir erschloss sich nicht worin nun genau die vierzehn Drachenarten[1] ihren Ursprung finden, oder ob diese in Fachkreisen allgemein bekannt und akzeptierte Tatsachen sind. Auch fehlten mir in meinem Wortschatz einige Begrifflichkeiten wie z.B. Chakkra oder Merkabba, bei denen mir teils nichtmal ein Ausflug in die Wikipedia helfen konnte volles Verständnis zu erlangen. Ein kleines Glossar oder eine Erklärung bei ihrer ersten Verwendung hätte mir sehr geholfen.

Wie jedoch bereits erwähnt, bin ich nicht die Hauptzielgruppe für dieses kleine Buch. Ich hoffe, dass es anderen mehr Hilfe und Wissen bieten kann als ich daraus zog und werde es sogleich einmal einer guten Freundin von mir empfehlen (oder darf ich es verschenken, Arana?) und auf ihr fachmännischeres Urteil hoffen.

Weiterführende Links:
http://www.kryonschule-arana.de

  1. [1]Monddrache, Sonnendrache,Kristalldrache,Schwarzer Drache, Feuerdrache, Smaragddrache, Atlantisdrache, Amethystdrache, Universumsdrache, Baumdrache, Nebeldrache, Leoparddrache, Drachenkönig und Königin

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Wo ist nur meine Leselust geblieben?

Wo ist sie nur geblieben – meine Leselust ist weg. Jedenfalls momentan. Seit Wochen habe ich kein Buch mehr angerührt und wenn doch, dann meist angewidert nach einigen Kapiteln links liegen gelassen. Dabei liegen doch eigentlich noch ein paar echte Perlen in meiner Pipeline: „Der Drachenflüsterer“ 3 von Robert Koch, „Der Verrat der Drachen“ von Lara Morgan und sogar 3 Bücher aus meiner innig geliebten Pern Reihe von Anne McCaffrey. Was ist also los?

Ich gehöre zu der Art Lesern, die nicht mehrere Bücher zur gleichen Zeit lesen können/wollen. Außerdem, habe ich erst einmal ein Buch angefangen, dann empfinde ich es als persönliche Schwäche es nicht zu beenden. Genau da liegt das Problem. Seit Monaten liegen echt nur Krücken auf meinem Nachttisch. Sie kamen eher als obige Perlen, also haben sie höhere Priorität…scheiss Vorsätze. „Im Land der Drachen“ von Clifford D Simak ist mein aktueller Gegenspieler, ein Buch was es von der ersten Seite an geschafft hat mich absolut gar nicht zu fesseln. Angeblich soll es ja ein Klassiker sein, aber wer mich gleich die ersten 100 Seiten mit irgendwelchem politischen Querelen und Machtverhältnissen langweilt, der landet auf dem Nachttisch und darf sich da mit sich selber vergnügen. Und es nicht der einzige subjektive Griff ins literarische Klo, den ich die letzten Monate getätigt habe. Wie soll einem da das Lesen Spass machen, wo doch nebenan auf dem heimischen Berieselungsapparat Witcher 2, Fable 3 oder Dungeon Siege 3 auf mich warten? Geht das nur mir so? Wie kann ich meine schlummernde Leidenschaft wiedererwecken?

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