Naomi Novik – Drachenprinz Hörbuch

Naomi Novik Drachenprinz

Kaum haben Captain Will Laurence und sein gewaltiger Drache Temeraire ihre erste Bewährungsprobe bestanden, da erscheint eine chinesische Delegation am britischen Königshof und fordert die Rückgabe Temeraires. Als Laurence sich weigert, muss er seinen geliebten Gefährten in den fernen Osten begleiten – ohne zu ahnen, was ihn und Temeraire am Ende ihrer langen, gefahrvollen Reise erwartet…

Und schon habe ich auch den zweiten Teil von Naomi Noviks Temeraire Buchreihe als Hörbuch einfach mal so weggehört.

Detlef Bierstedt hat sich eingelesen und ich mich an seine Samson-, Entschuldigung, Temeraire-Interpretation gewöhnt. Da bliebe eigentlich nur zu sagen, dass die zweite Geschichte um William Laurence und seinen Himmelsdrachen Temeraire spannend und wendungsreich ist, wäre da nicht das Ende, dass mich auch einige Jahre nachdem ich das Buch das erste mal las  enttäuscht. Da hätte eine geschickte Überführung des Täters Marke Columbo folgen müssen…naja, Jammern auf hohem Niveau von jemandem, der soetwas selbst nicht hinbekommen hätte 😉

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Guten Rutsch nach 2013

Knalldrachen

Auch beim Rutsch nach 2013 hilft er wieder, der Knalldrache

Hallo kleiner Drache, seit 2003 wirst du jedes Jahr erneut von mir wieder hervor geholt, um mich in das neue Jahr zu geleiten. Und heute ist es wieder soweit! Du hast dir die Schuppen geputzt, den Feueratem nochmal geübt und dir jede Menge Knaller besorgt, damit du das Jahr 2012 verabschieden und 2013 mit einem großen „Hallo“ empfangen kannst. Heute aber darfst du sogar zweimal für mich Radau machen, weil 2012 so ein schönes Jahr war.

War 2012 ein schönes Jahr? Ja, definitiv. Abseits von Arbeit, mehrwöchigen, unfreiwilligen Couchaufenthalten und dem üblichen Wahnsinn der analogen Welt, habe ich meine große Liebe mit einem Ring an mich gebunden (oder sie mich eingefangen, je nachdem wen man fragt) und damit ist mein Jahr eigentlich bereits auf den Punkt gebracht. Bevor ich aber jetzt sentimentale Anfälle erleide mache ich es einfach kurz:

Ich wünsche euch allen einen Guten Rutsch nach 2013!

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Naomi Novik – Drachenbrut Hörbuch

Naomi Novik DrachenbrutEs ist schon eine ganze Weile her, seit ich Naomi Noviks Temeraire das erste mal las. Als ich neulich auf einem Flohmarkt die gesamte Hörbuchreihe sah, musste ich einfach zugreifen. Seitdem läuft auf meinem MP3 Player nichts anderes mehr. Die Geschichte um Will Laurence und einen Himmelsdrachen Temeraire ist Drachenfans hinlänglich bekannt, deswegen hier nur noch einmal der Klappentext:

Als die HMS Reliant eine französische Fregatte aufbringt, kann Captain Will Laurence noch nicht ahnen, wie sehr sich sein Leben bald schon ändern wird. Denn die Fregatte hat eine höchst kostbare Fracht an Bord: ein noch nicht voll ausgebrütetes Drachenei, dem schon bald eine jener sagenhaft mächtigen Flugkreaturen entschlüpfen wird. Will Laurence weiß um seine Pflicht: Er muss dem Drachen einen Namen geben und so der lebenslange menschliche Begleiter dieses Geschöpfes werden. Auch wenn das bedeutet, dass er die Planken seines geliebten Schiffes für immer verlassen und sich in die Lüfte erheben muss – als ein Feuerreiter Seiner Majestät…

Drachenbrut wird von Detlef Biersted gelesen und ich weiß noch nicht so recht was ich von seiner Art halten soll. Zwar sind seine Interpretation der Hauptfiguren recht gelungen (obwohl ich finde, dass Temeraire sich wie ein geistig zurückgebliebener Samson aus der Sesamstraße anhört), aber seine beinahe monotone und abgehackte Interpretation des Erzählers ist sehr ermüdend.

Meine Meinung zum Inhalt des Buches, im Gegensatz zum 2006 in englisch gelesenen Exemplar,  hat sich jedoch ein wenig verändert. War ich damals noch hocherfreut das Buch zu lesen und wollte am liebsten sofort mit dem nächsten Band beginnen, muss ich heute gestehen, dass das Buch doch Streckenweise ziemlich langweilig ist und den Leser mit belanglosen Gesprächen über Formationen, Kriegsgeschehen und einer für unsere Zeit seltsam anmutenden Ehrauffassung malträtiert. Es mag akkurat sein (so akkurat wie ein fiktiver Roman eben sein kann), aber nervt irgendwann. Zum Glück versöhnt Novik mit mehreren Szenen, die durch Dramatik und persönliche Konflikte der Hauptdarsteller die bemängelten Längen mehr als nur wieder ausgleichen.

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Frohe Weihnachten 2012

Anne Stokes Suprise Gift

Anne Stokes Suprise Gift

Weihnachten beginnt dieses Jahr bei mir sehr gemütlich, nämlich mit einem Besuch bei der überfüllten Post und der Erkenntnis, dass zwei meiner Geschenke nicht wie versprochen rechtzeitig ankommen. Klasse! Aber die Vorfreude lasse ich mir nicht verhageln, heute fahren wir von Familie zu Familie und füllen jeweils den Bauch einmal bis zum zerplatzen und darüber hinaus. Ich bin froh, dass bei meinen Eltern und bei meinen Schwiegereltern kein Kartoffelsalat mit Würstchen aufgetischt wird. Stattdessen gibt es Gänsebraten und Wildfutterei – Omnomnomnom. Wie sollte ich auch sonst mein Ziel erreichen? Das Motto wie in jedem Jahr lautet nämlich  „7 Tage, 2 Millionen Kalorien“!

Ich wünsche Euch allen frohe Weihnachten und angenehme Feiertage, mal sehen was unter dem Baum oder in den Socken steckt!

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Elmore bei Kickstarter

Larry Elmore lässt sich also nun auch bei Kickstarter nieder. Der gute Larry war ja seit jeher ein Fan von neuen Medien und Vertriebswegen. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass er auch den Trend „Kickstarter“ mitmacht und seinen Freunden gegen bare Münze sein künstlerisches Lebenswerk als großes Buch verspricht. Entsprechend Kleingeld vorausgesetzt, erhält man von ihm ein 200-300 seitiges Buch, entweder als Hardcover oder in Leder eingebunden, mit oder ohne Signatur, zusätzlichen Skizzen oder sogar (für die ganz betuchten) mit einem Original Elmore Leinwandklassiker. Alles hier nachzulesen, nicht billig, aber für Fans ein Muss!

Elmore bei KickstarterIch habe mir erstmal die Fighters Edition gesichert und freue mich schon darauf bald die 300-seitige Ledereinband-Ausgabe des Complete Elmore Artbook zu bekommen. Die Aktion läuft noch bis zum 31.12. Wer sich beeilt kann sich selbst noch ein Geschenk machen!

 

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Der kleine Hobbit im Kino – Smaug

Ich saß gestern Abend im Kino, um mir den ersten teil der Verfilmung zu J.R.R. Tolkien der Hobbit anzusehen. Ganz davon abgesehen, dass der Film an sich toll war, obwohl er versucht die Handlung eines Kinderbuches auf drei Filme auszuweiten (und sich dafür bei Tolkiens Randnotizen und Anhängen ausgiebig bedient), hat mich natürlich am meisten interessiert, ob man denn nicht schon einen kleinen Blick auf den Drachen Smaug ergattern könnte. Tolkien selbst beschreibt ihn so:

John Howe Smaug the golden

John Howe Smaug the golden

There he lay, a vast red-golden dragon, fast asleep; a thrumming came from his jaws and nostrils, and wisps of smoke, but his fires were low in slumber.  Beneath him, under all his limbs and his huge coiled tail, and about him on all sides stretching away across the unseen floors, lay countless piles of precious things, gold wrought and unwrought, gems and jewels, and silver red-stained in the ruddy light.  Smaug lay, with wings folded like an immeasurable bat, turned partly on one side, so that the hobbit could see his underparts and his long pale belly crusted with gems and fragments of gold from his long lying on his costly bed.

Gut, viel hat man von unserem rot-goldenen Feuerdrachen nicht gesehen, außer ein paar Feuerschwaden, einer bräunlichen Schwanzsspitze, einer Nüster und einem Auge. Das Gesehene gleich  aber stark dem nebenstehenden Bild von John Howe, der ja bereits für die Herr der Ringe Trilogie als Art Director verantwortlich war. Ich freue mich also schon jetzt auf den zweiten teil. wann kommt der nochmal in die Kinos? Ende 2013? Och menno…

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Das war eine lange Pause

Wow, da habe ich aber eine lange Pause hingelegt. Seit Juli nichts mehr geschrieben, die Drachen schlafen lassen. Das heißt weder, dass nichts passiert ist, noch dass ich mir die Eier geschaukelt hätte. Stattdessen habe ich viel in meinem zweiten Blog Digital-Native geschrieben und mich noch viel mehr mit meinem Privatleben und meiner Hochzeit Ende September beschäftigt.

Unsere Hochzeitstorte (Teil 1 von 4) gebacken von Cyan 😀

Da wird man nachdenklich. Immer wenn man einen großen Schritt getan hat denkt man an die vielen kleinen davon zurück. Bin ich zu alt für mein Hobby? Sollte ich meine Zeit auf andere Dinge konzentrieren? Aber dann fährt man einmal wieder zur Spielemesse, sieht die ganzen Nachwuchsfans und denkt sich: „Ach was, es gibt noch so viel worüber man schreiben oder sich aufregen könnte.“ Es wäre nur schade ein so lang gepflegtes Hobby einfach im Sande verlaufen zu lassen.

Also macht euch keine Gedanken (das ist auch eine schriftliche Versicherung für mich), ich werde diese Webseite nicht aufgeben oder all zuviel siechen lassen. Schließlich sind in den vergangenen Monaten mehrere Bücher auf meinem persönlichen Haufen hinzugewachsen, bald kommt „Der Hobbit“ in die Kinos und früher oder später werden wir vermutlich dann auch mehr von Glaurung und Ancalagon hören und sehen. Außerdem habe ich mir ein paar neue Hörbücher gekauft und und und. Wenn ich jetzt nur noch die nötige Motivation zu lesen unter dem Bett wieder hervorziehen könnte, wo seit Monaten noch ein Todd Mccaffrey Schund Buch herumliegt, dann wird alles wieder gut 🙂

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Bob Eggleton Teetassen

Auch Bob Eggleton braucht Geld und hat ein paar Teetassen kreiert, die er zum Weihnachtsgechäft an den Fan bringen möchte. Einige sehen gar nicht schlecht aus…wird Zeit einige unserer Teebecher zu zerstören, damit wir Platz für Neue haben 🙂

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Satinavs Ketten


Ich erhielt das Spiel Satinavs Ketten als kostenloses Rezensionsexemplar und bin sehr dankbar dafür, denn es hat mir sehr gut gefallen. Das ist auch der Grund, warum ich hier darüber etwas schreibe, auch wenn das Spiel absolut nichts mit Drachen am Hut hat.

Vor dreizehn Jahren wurde auf dem Richtplatz der Stadt Andergast ein finsterer Prophet und Hexenmeister öffentlich verbrannt. Seinen wahren Namen kannte niemand. Er kam aus den Wäldern, sprach finstere Orakel und verschwand wieder. Ehrfurchtsvoll nannte man ihn „den Seher“. Ein Druide sei er, ein Hexer, ein Feenwesen oder gar ein allwissender Halbgott. Immer wieder hatte er den Andergastern Unheil prophezeit und zuverlässig war dieses Unheil eingetreten. Niemand kannte den genauen Grund, warum der König von Andergast die Verfolgung und Hinrichtung des Sehers befahl. Aber man erzählt sich, der Seher habe das Königreich mit einem mächtigen Fluch bedroht. Bei der Hinrichtung schaute auch ein ärmliches Kind mit rabenschwarzen Haaren zu. Als die Prozession mit dem Verurteilten auf dem Karren vorbei kam, erblickte der Seher diesen Jungen, richtete den Finger auf ihn und sprach eine letzte unheilvolle Prophezeiung. Dann wurde der Scheiterhaufen entzündet und die Flammen verzehrten ihn. Das schwarzhaarige Kind, Geron, wuchs zu einem begabten Fallensteller heran. Doch seit jenem Tag der Hinrichtung schwebten die unheilverheißenden Worte des Sehers über seinem Haupt. Die anderen Andergaster beäugten ihn mit Argwohn. Und dass überall dort, wo er auftauchte, auf mysteriöse Weise Dinge zu Bruch gingen oder verschwanden, verstärkte noch diesen Eindruck. So beschimpften sie Geron als Pechbringer und Hexenbalg.

Und damit steckt man auch schon mitten im Spielgeschehen und klickt sich in bester Adventure Manier durch Andergast und die Welt des schwarzen Auges. Schnell scheint man als Geron die dunkle Prophezeiung zu erfüllen, da finstere Träume den jungen Mann heimsuchen und er und seine „spezielle“ Begleiterin Nuri auf Schritt und Tritt vom Unglück verfolgt werden. Langsam offenbahrt sich daraus eine spannende Geschichte mit vielen interessanten Dialogen, Personen und Rätselketten.

Gerade letztere trennen unter den Adventures ja die Spreu vom Weizen. Im Nachhinein betrachtet sind die Rätselketten des Spiels alle spitze aufgebaut und interessant gelöst, doch leider waren sie mir eine Spur zu hart. Oftmals findet man nur durch stupides Ausprobieren aller möglicher Kombinationen einen Ausweg aus der aktuellen Situation, manche Hotspots habe ich schlicht und ergreifend übersehen, obwohl sie auf Knopfdruck hervorgehoben werden können. Ohne Hilfe durch das Internet wird sich wohl nur ein Adventure-Spezialist problemlos durch Andergast und die Feenwelt klicken können. Grafisch hingegen ist das Spiel spitze. Alle Szenen sind liebevoll gezeichnet. Leider sind sie kaum bis gar nicht animiert. Wenn Banner im Wind geflattert oder sich Blätter bewegt hätten, wäre nochmal deutlich mehr Atmosphäre gewonnen worden. Die Animationen hingegen sind, wie schon von so vielen bemängelt, eher dürftig. Alle Figuren agieren hölzern, laufen wie Zombies und bei den Gesichtsanimationen hebt man die eine oder andere Augenbraue. Das hat man schon viel besser gesehen. Da man jedoch schnell in der Story versinkt fällt einem das schon bald nicht mehr auf.

Mein persönlicher Lieblingsmoment im Spiel ist das zusammentreffen mit dem Okulunkulus. Freut euch drauf und wenn ihr DSA/Adventurefans seid, dann ist Satinavs Ketten bestimmt nichts falsches für euch. Lasst aber einen Browsertab mit der Komplettlösung offen, die braucht ihr bestimmt. 😉

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Dragonology – The Dragon Prophecy

Ah, endlich mal wieder eine Neuerung aus dem Hause Dragonology. The Dragon Prophecy ist Teil 4 der Dragonology Chronicles Buchreihe. Leider gibt es anscheinend noch keine offiziellen Klappentext, auch nicht auf der Dragonology Homepage, so dass ich mich hier des Internets bemühe und hoffe dass alles so stimmt:

Brother and sister dragonology students Daniel and Beatrice Cook are looking forward to returning to their studies with Dr. Ernest Drake and Erasmus, their half-dragon tutor. But what they learn is that the evil dragonologist Alexandra Gorynitchka, who is bent on controlling (or destroying!) all the world’s dragons, is searching for the fearsome Hammer of the Dragons, an ancient weapon that can kill hundreds of dragons in a single stroke.

Weiterführende Links:
The dragon prophecy bei Amazon

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Die Grillsaison ist eröffnet

So, die Grillsaison 2012 wurde offiziell eröffnet. Leider nicht mit obigem Spielzeug, sondern mit dem kleinen Elektrogrill- aber hey-immerhin! Und sonst so? War ja in der letzten Zeit auch ein wenig ruhig hier, nicht wahr? Urlaub und zwei Operationen hatten meine Lust extrem irgendetwas in die Tasten zu hämmern extrem gedämpft. Aber wenigstens habe ich es jetzt endlich geschafft Buch sechs der Drachenlanze Chroniken zu lesen. Die rezension werdet ihr demnächst hier finden. Aber nicht heute, das Fleisch brutzelt schon wieder in der Sonne. Und gegrillt wird nachher auch noch 😉

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Albino-Drache

Weil es gerade in meinem Newsreader aufploppte: Ein kleiner, japanischer Albino-Drache (3 Klauen 😉 )…oder aber einfach ein tolles Stofftier. Gute Nacht!

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Da war dann wohl der Server offline

So schnell kann es gehen. Es sollte ein Update werden und mutierte unversehens zu mehreren durchwachten Nächten. Somit blieb ich seit Freitag stets viel zu lange auf, schlug mich mit ziemlich frechen Hotline Mitarbeitern herum (Danke Strato) und wurde in meinem Plan einen Providerwechsel anzustreben sehr bekräftigt. Momentan laufen diese Webseite und einige andere Projekte die auf dem Webserver gespeichert waren, auf einem Ausweichserver und die Supportmitarbeiter von Strato haben es nach 5 Tagen noch immer nicht hinbekommen meinen Server wieder zum Leben zu erwecken. Entweder ist eine der beiden Parteien ein schwieriger Fall oder jemand schaukelt sich die Oster-Eier. Wer weiß? Zumindest sind meine Drachen jetzt erstmal wieder online und ich bitte Euch den Ausfall zu entschuldigen. Beste Augenringgrüße

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Tad Williams – Die Geheimnisse der Tinkerfarm

Als Tyler und Lucinda ihren zweiten Sommer auf der Tinkerfarm beginnen, bemerken sie sofort die beunruhigenden Veränderungen. Die Farm mit ihren einzigartigen Tieren, den Drachen, Einhörnern und Wasserschlangen wird bedroht. Nicht nur die allgegenwärtigen Sicherheitsmaßnahmen verraten es: Zäune, Überwachungskameras und sogar gefährliche neue Kreaturen sind im Einsatz. Als dann auch noch Onkel Gideon spurlos verschwindet, nehmen Tyler und Lucinda es selbst in die Hand, die Farm mit all ihren Tieren zu schützen. Was hat aber die zwielichtige Haushälterin Miss Needle im Sinn? Ist sie eine gefährliche Hexe, wie befürchtet?

Das zweite Buch von Tad Williams über die Tinkerfarm und ihre seltamen Bewohner, ist in jeder Hinsicht etwas „mehr“ als die Vorgänger. „Die Drachen der Tinkerfarm“ begann ruhig und spannend mit dem Entdecken der ganzen Geheimnisse. Diesmal springen Tylor und Lucinda nach einer kurzen Führung durch die Neuerungen der Farm gleich hinein in die Handlung. Und die ist ungleich gruseliger und bedrückender, aber wieder sehr spannend erzählt. Der Konflikt zwischen den Rivalen Tylor und Collin wird noch stärker ausgeführt, Patience Needles Pläne werden konkreter, ein neuer Widersacher wird eingeführt, seltsame Dinge geschehen im Gewächshaus der Farm, und und und. Ein ziemlich hohes Tempo. Leider bleibt dabei ein wenig die Nachvollziehbarkeit auf der Strecke. Stets behalten die Jenkins Kinder ihre Entdeckungen erstmal für sich oder trauen sich nicht diese irgendjemandem mitzuteilen. Warum wird Onkel Gideon von allen belogen, warum ziehen die Taten der Needles absolut keine Bestrafungen nach sich? Warum agieren die Kinder stets auf eigene Faust, obwohl im vorhergehenden Roman doch alles auf Teamwork hinauslief? Williams scheint hier eine Grätsche zu versuchen möglichst viel Neues einzufügen, aber alte Widersacher unbedingt beibehalten zu wollen, um „im nächsten Sommer“ eine neue Episode schreiben zu dürfen. Als Leser stellt mich das nicht zufrieden und man möchte das eine ums andere mal die Protagonisten oder Nebenfiguren nehmen und schütteln sich endlich wie normale Menschen zu benehmen oder die Augen vor dem Offensichtlichen nicht zu verschließen. Allerdings sind wir ja auch auf der Ordinary Farm und hier ist nichts so ganz normal. Deshalb mag ich beinahe alles verschmerzen, wenn ich mir das Gesamtwerk ansehe (auch wenn die Drachen darin praktisch keine Rolle spielen).

Die lebendige Welt hat mich wieder von der ersten Seite an gefesselt und so sehr ich es auch hasse, dass einigen Leuten keine Gerechtigkeit widerfährt, muss ich doch den Hut vor Tad Williams ziehen so tolle Antagonisten erstellt zu haben, die mich zu solch einer Gefühlsregung hinreissen. Die Geheimnisse der Tinkerfarm ist ein guter Jugendroman, wenn auch nicht ganz so überragend wie sein Vorgänger.

Weiterführende Links:
Die Geheimnisse der Tinkerfarm bei Amazon

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Dragon Chronicles – Die Jabberwocky Saga erscheint bald

Und wieder einmal ein Drachenfilm, direkt aus dem TV auf die BluRay. Dragon Chronicles – Die Jabberwocky Saga. Hätte nicht gedacht, dass der Gute Alte Jabberwocky aus „Alice im Wunderland“ so viele Filmauftritte haben würde.

Beware the Jabberwock, my son!
The jaws that bite, the claws that catch!
Beware the Jubjub bird, and shun
The frumious Bandersnatch!

Den Film werde ich mir dennoch mal ansehen, auch wenn er schon wieder sehr schlecht bewertet wird. Hier noch rasch die Inhaltsangabe, bevor ich mich wieder den portugiesischen Köstlichkeiten  hier in Lissabon widme 🙂

„Alec, ein tapferer, aber etwas ungestümer Ritter kehrt nach längerer Reise zu seinem Vater und seinem Bruder Francis zurück. Doch die traute Idylle hält nicht lange an, denn das Ungeheuer Jabberwocky bedroht das Heimatdorf der Familie, angelockt durch den Reisenden Cid. Als der Vater von dem geflügelten Ungetüm getötet und die Damen ihrer Herzen entführt werden, müssen Alec und Francis alles Können aufbieten und sich dem blutrünstigen Monster stellen…“

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Merlin und der Krieg der Drachen

Im Jahre 420 des Herrn wird Merlin, der größte Zauberer aller Zeiten, als Sohn einer Nonne und eines Dämons geboren. Das Kind kann dem Tode jedoch mit Hilfe des Magiers Magus entkommen, der ihn fortan aufnimmt, aufzieht und ausbildet. Englands Hoffnungen ruhen nur zu bald auf Merlin, der den schwachen König mit allen Kräften gegen Vendiger (seinen Ziehbruder) und die Sachen unterstützt, denn Vendiger scheut auch nicht davor zurück, eine Horde feuerspeiender Kampfdrachen gegen Merlin einzusetzen.

„Und auch das US-Movie Merlin und der Krieg der Drachen aus dem Jahre 2008 setzt dem Meister-Magier ein weiteres, gelungenes cineastisches Denkmal.“ Wenn ich diesen Satz in einer Rezension lese und es sich auf hier beschriebenen Film bezieht, dann kommt mir mein Frühstück wieder hoch. Hat der Autor den Film gesehen? Ich zumindest habe das getan und mein urteil fällt ungleich anders aus.

Die Kulisse in Wales bietet dem Film eine stimmige und zur Geschichte passende Grundlage auf der sich die Schauspieler austoben. Die Dialoge sind dabei für eine Low Budget Produktion (im Vergleich zu anderen Abscheulichkeiten) gar nicht schlecht und die Schauspieler bringen diese auch recht gut rüber, wenngleich ich Jürgen prochnow nicht unbedingt als den Vorzeigedarsteller für einen alten Magier sehe. Leider sind es wieder einmal die Drachen, die dem Film alle Pluspunkte rauben, die er sich anderswo evtl erarbeitet hat. Stümperhaft in den Film kopierte, hölzerne, Modelle, die sich bewegen wie das Erstlingswerk eines 3D Studio Anfängers. Auch die anderen Effekte sind gruselig, die Blitz-Bruzzelfinger Effekte beispielsweise sahen seinerzeit bei Star Wars einfach klasse aus. Hier wurden sie vermutlich mit einer 50€ Software einfach über den Film drüberkopiert. Das und die Blechrequisiten kann auch Jürgen Prochnow nicht mehr ausgleichen. Dabei ist die Idee die bekannte Sage um Merlin, König Uther Pendragon, den Roten und den Weißen Drachen herum ein wenig mit dunkler Magie aufzupeppen gar nicht schlecht.

Interessant auch, was ein Rezensent des Film auf Amazon.de bemerkte: „Zu Excalibur bleibt mir nur zu sagen, dass es echt schwach ist ein Filmschwert eines der wohl bekanntesten Filme überhaupt zu klauen…
Es handelt sich hierbei um „Glamdring“ aus „Herr der Ringe“, das Schwert welches Gandalf im Kampf führt. Für Leute die genauer hinschauen ist sogar die Runeninschrift auf der Parierstange zu erkennen.“

Kurzum: Wieder einmal ein Film für den es sich nicht lohnt auch nur einen Cent auszugeben. Hört das denn in diesem Genre nie auf?

Weiterführende Links:
Merlin und der Krieg der Drachen bei Amazon

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How to train your dragon – Arena Spectacular

ICH MUSS NACH AUSTRALIEN! SOFORT! Zufällig traf ich eben auf „How to train your dragon – Arena Spectacular!“ Ein Mischung aus Theater, Akrobatik und Animatronik-Show die in ein paar Tagen in Australien Premiere feiert. Basierend auf dem Kinofilm von Dreamworks Entertainment laufen, fliegen und kreischen Animatronik-Drachen auf der Bühne und interagieren mit den Schauspielern. Das sieht aus mehreren Gründen besser aus als das was der Drachenstich in Furth im Wald bietet:

  1. Es ist nicht nur ein Drache sondern bis zu 24
  2. Die Drachen werden direkt von Menschen gesteuert und bewegen sich (jedenfalls soweit ich das in den paar Videos im Internet sehen konnte) ziemlich flüssig und
  3. deutlich schneller als der Further Drache.

[vimeo width=“600″ height=“300″]http://www.vimeo.com/33355325[/vimeo]

Ich hoffe sehr, dass das Spektakel einen derartigen Erfolg hat, dass es auch in außerhalb Australiens und Neuseelands aufgeführt wird. Ein Flug da runter ist mir leider zu teuer.

Weiterführende Links:
 How to train your dragon – Arena Spectacular Webseite
Youtube Chanel von Global Creatures

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Tad Williams – Die Drachen der Tinkerfarm

Eigentlich sollte es für Taylor und Lucinda Jenkins ein ganz normaler Sommerurlaub auf der Farm ihres entfernten Verwandten Onkel Gidean werden. Doch bereits kurz nach der Ankunft merken die beiden Stadtkinder, dass auf der Ordinary Farm nichts so „normal“ ist, wie der Name es vermuten lässt. Auf der Farm leben die seltsamsten Tiere und auch die Arbeiter sind alles andere als normal. Als die beiden dann auch noch ihren ersten Drachen sehen ist es mit der Ruhe vollends vorbei, sie wollen unbedingt hinter die Geheimnisse der Farm kommen.

Die Drachen der Tinkerfarm ist ein Jugendroman voller Abenteuer und Geheimnisse, die die beiden Jugendlichen Stück für Stück entdecken. Dabei geraten sie immer weiter vor und retten am Ende nicht nur die Farm. (Was man gefahrlos verraten kann, denn ein Zweifel daran besteht zu keiner Sekunde 🙂 ) Natürlich bedienen Taylor und Lucinda jedes Klischee eines Kindes in ihrem Alter, dass mir jetzt spontan einfällt. Tayor ist z.B. abenteuerlustig, aufmüpfig und spielt für sein Leben gern mit Videospielen, während seine große Schwester Lucinda ängstlich und fürsorgend ist und am liebsten nur über Jungs reden würde. Damit soll sich wohl jedes Kind der Zielgruppe identifizieren können. Die Hintergründe der anderen Charaktere bleibt dabei ziemlich oberflächlich. Das wirkt bei den Gegenspielern der beiden mysteriös, bei den Freunden hingegen etwas zu flach. Aber was soll man sich auch für die Figuren interessieren, wenn der eigentlich Hauptdarsteller des Buches die Farm an sich ist.

An jeder Ecke scheint es neue Wunder und Ungereimtheiten zu geben, die von den neugierigen Kindern aufgedeckt werden müssen und viele, die nur angerissen, aber nicht gelüftet werden. Dabei erfahren sie langsam immer mehr über die Bewohner, die Hintergründe der Mysterien und auch über ihre eigene Familie. Das ist spannend, manchmal frech, mit netten Ideen versehen und nie völlig vorhersehbar. So bleibt während der gesamten Geschichte stets ein Gefühl, dass sowieso alles gut ausgehen wird und am Ende dennoch genau soviel unklar bleibt, dass es einen zweiten Teil geben muss. Ein tolles Buch, es hat mir viel Spass gemacht es zu lesen.

Weiterführende Links:
Die Drachen der Tinkerfarm bei Amazon

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Dragon Crusader

Wie angedroht, habe ich mir den Film Dragon Crusader angesehen. Mit der entsprechenden Stimmung in der ich mich gerade befand war das ein durchaus witziges Unterfangen…machte den Film aber dadurch nicht besser.

Nach dem Verbot ihrer Gemeinschaft sind die Kreuzritter des Templer-Ordens auf der Flucht. Bei einem Piratenüberfall auf ein Dorf, kommen sie den Einwohnern zu Hilfe und erfahren von der Entführung der jungen Neem, die sie schließlich auf dem verlassenen Piratenschiff wiederfinden. Die junge Frau beherrscht dunkle Zauberkünste und hat aus Rache an den Piraten, jeden, der das Schiff betritt und Blut an den Händen hat, dazu verflucht, sich in einen Gargoyle zu verwandeln. Dass auch die wackeren Kreuzritter dieses Schicksal ereilen wird, ist somit nur eine Frage der Zeit. Die beste Möglichkeit den Fluch zu brechen scheint, die Schreckensherrschaft des furchtbaren Zauberers „Schwarzer Drache“ zu brechen.

In einer hübschen, hügeligen Landschaft kämpfen sich die Schauspieler schwer mit Puder geschminkt voran um das arme gekidnappte Mädchen zu retten, dass sie mit einem tödlichen Fluch belegt hat. Sie kämpfen gegen Piraten, untote Piraten, Dorfbewohner die gar nicht kämpfen wollen, Gargoyles, völlig Unbeteiligte, Drachen, gegen sich selbst… Im Grunde ist dieser Film eine Aneinanderreihung von Kämpfen. Diese sind meist gar nicht schlecht choreographiert, wenn es Mann gegen Mann gilt. Doch sobald eines der Fabelwesen auf die Bildfläche tritt, möchte man sich am liebsten die Augen mit einem Mixer herausquirlen. Die Animation der durchaus ansehnlichen Drachen- und Gargoyle-Modelle ist derart stümperhaft und bar jeder Physik, dass mir die alten Sindbad Filme wie eine Wohltat vorkommen. Vor über 70 Jahren konnte man schon Skelette und Minotauren besser agieren und mit den Schauspielern interagieren lassen als hier. Mal sind die durch und durch bösen Geschöpfe riesig, dann wieder so groß wie Menschen und davon sie beim Fliegen hoch und runter hüpfen will ich nicht weiter berichten müssen, sonst geht mein Blutdurck wieder durch die Decke. Dragon Crusader ist ein gutes Beispiel wie man die annehmbare Leistung der Schauspieler und die gut gewählte Kulisse durch schlechte Computeranimationen zu einem Film am unteren Rand der Bewertungsskala degradieren kann. Dass die Story keinen Preis für Originalität gewinnen würde, war eh zu erwarten, weswegen ich diese gar nicht erst bemängeln möchte, sondern als Trash abstemple. Einziger Lichtblick ist die Kampfamazone Aerona, deren grimmiger und gleichgültiger Gesichtsausdruck sowie kämpferische Leistungen ich mir in einem 80er Fantasy-Actionfilm Film neben Arnold Schwarzenegger gewünscht hätte. In Dragon Crusader ist sie, wie alle Charaktere, einfach nur flach und lebt von den Kampfszenen. Viel zu sagen gibt es eh nicht und was abzüglich der Witze und Frotzeleien inhaltlich übrig bleibt ist noch viel weniger.

Dragon Crusader hat seine Top-Wertung von 2,8 Punkten in der iMDB zurecht und damit einen Platz unter den 5000 schlechtesten Filmen mehr als verdient. Schaut ihn euch bitte nicht an, ich weine meinen Hirnzellen nach, die sich während der 90 Minuten freiwillig vernichtet haben, um das nicht nochmal ertragen zu müssen.

Weiterführende Links:
Dragon Crusader bei Amazaon

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Margaret Weis, Tracy Hickman – Himmelsstürmer

Nachdem der liebe Slayer mich schon gezw… ich meine überzeugt hat, etwas über Dragon Kiss zu schreiben, musste ich doch mal an meine Lieblingsserie denken.
Über diese siebenteilige Buchserie bin ich vor vielen Jahren gestolpert. In jeder Übersetzung, außer dem Deutschen, trägt sie den Namen „Death Gate“. Nur bei uns haben sich die Übersetzer für ganz kreativ gehalten und sie „Die vergessenen Reiche“ genannt. Es geht nicht hauptsächlich um Drachen, aber es gibt viele Drachen: Drachen als Reittiere, Drachenschiffe, Grüne Drachen, Drachenschlangen, Labyrinthdrachen, Lavadrachen, Sturmsilberdrachen, Drachenmagier. Ich finde, das sind genug Drachen, um hier vorgestellt werden zu dürfen.

Vermutlich kann ich nicht annähernd neutral über die Bücher schreiben, denn ich liebe sie. Man sollte auch auf jeden Fall bei Band eins anfangen und bei sieben aufhören, nicht einfach irgendeinen Teil lesen (und sich dann am besten noch beschweren, dass man die Zusammenhänge nicht kennt).
Dieser Text bezieht sich auf den ersten Band der Serie: Himmelsstürmer (engl. Dragon Wing).

Die Geschichte spielt in einer Welt, die einmal wie unsere war, bewohnt von Menschen, Elfen, Zwergen, Patryn und Sartan. Letztere sind zwei einander sehr ähnliche Rassen, die durch ihre Runenmagie gottähnliche Macht erlangen konnten. Während die Patryn ihre achteckigen Runen auf ihren Körper tätowieren, sie in die Luft malen und dabei aussprechen, singen und tanzen die Sartan ihre sechseckigen Runen. Ein solches Runenkonstrukt hat die Macht, die Wirklichkeit zu verändern und zum Beispiel die bloße Möglichkeit, dass in einer massiven Wand eine Tür existiert, in die Realität hinüber zu ziehen.

Zweitausend Jahre vor Beginn der Geschichte hielten die Sartan sich für Götter und sahen in den Patryn Konkurrenz. Um ihre Macht zu erhalten, teilten sie die Welt in ihre Elemente auf. Sie erschufen Arianus, die Welt der Luft, Pryan, die Welt des Feuers, Abbarach, die Welt der Steine, Chelestra, die Welt des Wassers und das Labyrinth, ein höllisches Gefängnis, in das sie die gesamte Rasse der Patryn verbannten. Die Überlebenden der anderen Rassen, die sie als „Nichtige“ bezeichnen, verteilten sie auf die übrigen Welten. So viel zur Vorgeschichte.

Das Buch Himmelsstürmer handelt von Haplo, einem Patryn, der im Labyrinth geboren wurde und das letzte Tor, den Ausgang, erreicht hat. Außerhalb des Labyrinths existiert eine wunderschöne Stadt, von den Sartan erbaut, um den Patryn nach ihrer Läuterung Heimat zu sein. Doch die Sartan sind verschwunden und der Fürst der Patryn gibt Haplo den Auftrag, die anderen Welten zu besuchen. Er soll unerkannt bleiben, so viele Informationen wie möglich sammeln und herausfinden, was mit den Sartan passiert ist. Außerdem soll er Unfrieden in den Reichen stiften und einen Schüler für seinen Meister mitbringen, da dieser vor hat, die Macht über alle Reiche an sich zu reißen. Mit einem fliegenden Schiff macht Haplo sich auf den Weg durch das Todestor ohne zu wissen, was ihn in der Welt der Luft erwartet.

Er landet in einer Welt aus fliegenden Kontinenten, in der Wasser ein rares Gut ist, in der Elfen und Menschen sich bekriegen und die Zwerge ausgebeutet werden. Die Menschen reiten auf Drachen, während die Elfen kein Händchen dafür haben, sondern technisch-magische Drachenschiffe konstruieren. Es gibt viele fremdartige Währungen, Maßeinheiten und Begriffe, doch sie werden dem Leser nicht einfach nur an den Kopf geworfen, sondern in einer Fußnote erläutert, was den Eindruck, einen Reisebericht von Haplo zu lesen, nur verstärkt.

Das Buch ist randvoll mit faszinierenden, ungewöhnlichen Ideen und liebenswerten Figuren: Der eigensinnige Zwerg Limbeck mit seiner Freundin Jarre, der Meuchelmörder Hugh, König Stephen, der tollpatschige Diener Alfred oder der Hund, der einfach nur Hund heißt. Sie alle entwickeln sich im Laufe der Geschichte durch ihre Freundschaften, Verluste, Erlebnisse und Erkenntnisse.

Doch es sind nicht nur die Figuren, die mich an diesen Büchern fesseln, sondern auch die detaillierten Welten, die sich so sehr von unserer unterscheiden. Es sind viele kleine Details, die dem Leser immer wieder ins Gedächtnis rufen, wie anders diese Welt doch ist, ohne zu aufdringlich zu wirken. Ob es nun die Währung ist, die sich überall im Reich gegen Wasser eintauschen lässt, die Navigation zwischen den schwebenden Kontinenten oder die Sprichwörter und Flüche, die die Menschen in dieser Welt haben, sie alle machen dieses Reich der Luft einzigartig.

Das Ende des ersten Bandes lässt – natürlich – noch viele Fragen offen, immerhin hat Haplo noch mindestens drei Welten zu bereisen.
Ganz hinten findet sich noch ein Anhang mit Erläuterungen zur Welt der Luft, zur Sartanmagie und die Noten zu einem im Buch vorkommenden Lied.

Ich habe die komplette Serie inzwischen glaube ich fünf Mal gelesen – das letzte Mal davon auf Englisch – und ertappe mich manchmal dabei, wie ich bei einigen Handlungssträngen ungeduldig werde, weil ich genau weiß, was als nächstes kommt und es kaum abwarten kann. Trotzdem nehme ich sie alle zwei bis drei Jahre wieder in die Hand, bin jedes Mal wieder von der Welt der Luft fasziniert, von der Welt des Feuers überwältigt, grusle ich mich vor der Welt der Steine und freue mich auf die Welt des Wassers, bevor ich dann in Band fünf jedes Mal wieder an den gleichen Stellen anfange zu heulen.

Leider sind die deutschen Bände zur Zeit nicht mehr erhältlich und nur noch gebraucht zu kaufen. Ich bin stolzer Besitzer der englischen und der deutschen Ausgabe und kann auch die Originalfassung jedem, der gut genug Englisch kann, nur ans Herz legen.

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