Drachen in der Literatur

Der Drache am Schönberg

In uralter Zeit, als das Christentum noch nicht überall verbreitet war, flog ein feuriger Drachen über Ebringen hinweg und verschwand am südlichen Schönberg in einer Höhle. Daraufhin mußte dem Drachen von Zeit zu Zeit ein Menschenopfer dargebracht werden. Schließlich fiel das Los auch einmal auf die junge Tochter des Grafen auf der Schneeburg. Um diese Zeit aber wohnte am Fuß des Schönberges ein junger Ritter, der sich heimlich zum Christentum bekannte. Als er von dem schrecklichen Schicksal der Grafentochter hörte, beschloß er, den Drachen zu töten. Gut bewaffnet und furchtlos ritt er dem Untier entgegen. Und obwohl das Pferde vor dem feuerspeienden Drachen scheute, so gelang es ihm doch, seinen Speer mit starker Hand dem Ungetüm in den Rachen zu stoßen und es zu töten.

Zur Erinnerung an diese Tat wurden auf den Häusern zu Ebringen, über die der Drachen hinweggeflogen war, steinerne Kreuze errichtet. Einige davon sind noch vorhanden. Da der kühne junge Ritter, der von den Leuten von nun an als Heiliger verehrt wurde, Georg hieß, so nannte sich späterhin der Ort, wo er wohnte, St. Georgen.

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Dragoness

Dragoness

Dragoness soars in the sky
dragoness, I watch you fly
Through the clouds, through the rain
I claw at my heart, I claw at the pain
You are the light, you are my bain
I am the darkness, I am to blame
Your life so delicate, your grace so great
Mine full of horror, my isolation is my fate
I am so cold, my eyes like slate
I shiver occasionally, the warmth shows through
Dragoness, dragoness in the brewing clouds
you fly freely through the stormy rain
The darkness returns, I avert my eyes
I dont want you to see my pain
You are gone, I deal with the pain
It wells up inside me, a festuring wound of self blame
I wish to die, but I cannot try
would forever my tired soul burn and fry?
I continue on, my tiring course till twilight
I am tired of the worry, tired of the fight
I pray to you, my dear dragoness
I pray for the calmness, the mercy of your might
I live on to breathe your scent, see your wonderous sight
I help you in your exploits, but stay neutral with my self hatred spite
Will I ever heal my blight?
I pray to you, my dear dragoness, that you may see far ahead
and steer a steady course to the darkness of Twilight.

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Heroes

Heroes

across the starry sky we ride
on griffin’s backs we glide
to slay the blood red dragon
four great heroes and I

in to the wrym’s lair we skulk
and while gaping at his treasure’s bulk
the monster slayed our gallant knight
three great heroes and I

in to the woods we ran 
I taunted him, „catch us if you can!“
then I found our elven archer gone
two great heroes and I

for a good nights rest our bodies yearned
so I left in search of food, and when I returned
I found both friends scorched by the dragon’s flame
no great heroes and I

I unraveled the world and searched all the land
when I found the dragon I challenged him with sword in hand
we battled ‚till, from countless wounds, we both began to fall
no……great……heroes…………………….

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Pricky

Pricky

There once was a dragon named Pricky
Who said that his gum was too sticky
I grabbed the big wadd, and then oh my god
he ate me that dragon named Pricky
Then later that dragon named Pricky,
Haked up a big glob that was icky,
He spit me right out, right out of his snout,
Right out of that dragon named Pricky.
I ran from that dragon named Pricky,
Who chased after me every quickly,
I grabbed a big sword and prayed to the lord
I could kill that big dragon named pricky,
I threw the swoard at that dragon named Pricky,
The swoard stuck right into his pinky,
He hooed and he shouted, and cried and he pouted,
He cried that big dragon named Pricky,
, I got away from that dragon named Pricky,
Who probably feels very icky,
I hope he never comes back for with kindness he lacks,
That great big mean dragon named Pricky.

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An manchen Tagen (Karin Roth)

An manchen Tagen
da wünschte ich mir ein Drache zu sein,
hinaus in die Wolken zu fliegen
zu spüren keinerlei Pein.

An manchen Tagen
möchte ich mit meinen Flügeln den Horizont berühren,
möchte einfach nur noch
die Freude des Fluges in mir fühlen.

An manchen Tagen
möchte ich die Wolken auf meinen Lippen schmecken,
möchte meine Flügel ganz weit
in die Weiten des Himmelszelt recken.

An manchen Tagen
ist die Sehnsucht nach dem Fliegen so groß
da lässt mich dieses Bedürfnis nach Freiheit
einfach nicht los

An manchen Tagen
kann ich in Gedanken die Welt unter mir vorbeischweben sehen,
da möchte ich nur noch
die wunderbaren Wege
des Firmaments begehen

An manchen Tagen
da fühle ich mich stark dem Himmel verbunden,
da fühle ich weder Schmerz
 Mühsal , Ärger oder jedwede Wunden

An manchen Tagen
da bin ich dann einfach eine vom Volke der Drachen
dann sehe ich auf die Erde hinunter
und ich fühle in mir die Freiheit
und das ungezähmte Lachen

An manchen Tagen
Wünschte ich einfach ein Drache zu sein

© Aquamarin 6.10.2002

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Fluss aus Tränen (Karin Roth)

Von einem Berg,
weit weg von dieser Welt
handelt die Geschichte
die euch nun hier wird erzählt

Einen See es dort gab
aus schillernden Drachentränen
ein Rinnsal daraus sprang aus dem Fels
in schillernden Wasserfontänen

Das plätschern dieses Wasser
erklang als sanfte Melodie
wurde im Lauf des Flusses
eine mächtige Symphonie

Die Menschen nun vernahmen
des Flusses klingende Weisen
und liebten es auf Booten
seine rauschenden Wellen zu bereisen

Die Menschen die dort wohnten
lebten heiter und ohne Not
denn durch die Tränen des Drachens
verdienten sie ihr täglich Brot

So priesen sie den Drachen
und seinen See aus Tränen
und taten sich für immer
im sicheren Wohlstand wähnen

Doch Menschen niemals vergaßen
wer ihnen ihren Wohlstand gab
und brachten reiche Gaben
zu des Drachens steinernen Grab

Doch irgendwann im Frühjahr
der Drache im Stein wurde geweckt
und nun ein lebendiger Drache
sich auf dem Bergrücken reckt

Keine neuen Tränen mehr flossen
der Fluss nun langsam verschwand aus der Welt
die Menschen dort am Ufer
sie bangten um all ihr Geld

So wurden sie laut und zornig
verfluchten den Drachen am Berg
und machten sich auf den Weg
zu verrichten ein Grausig Werk

Sie kamen um zu töten
die Drachin die da einst war im Stein
vergaßen in ihrer Rage
was die Tränen ihnen einst brachten ein

So kamen sie mit Äxten,
mit Schwertern und mit Beilen
um den Drachen dort am Berg
gar schrecklich zu verurteilen

Doch als sie dann am Berge
verrichten wollten ihre Tat
da hörten sie in Gedanken
einen leisen geflüsterten Rat

Oh hört mich an ihr Menschen
die ihr so undankbar seid
warum nur seid ihr so schnell
zu so schrecklichen Dingen bereit

Jahrzehnte lang da hab ich
euch Wohlstand nun gegeben
nun wo ich endlich erwachte
wollt ihr mir mein Leben nehmen

Aus meinem Leid da habt ihr
gefrönt in Völlerei
woher der Segen kam
war euch doch einerlei

Nun solltet ihr euch schämen
das ihr so egoistisch seid
und doch einmal überlegen
was das Leben für euch hält sonst noch bereit

Nun zieh ich meiner Wege
und lasse euch hier zurück
denn nun ist die Zeit gekommen
wo ich mir selber suche mein Glück

Euch geb ich noch einen Rat
den ihr befolgen solltet
und niemals auf anderer Schmerzen
aufbauen das Glück eurer Herzen

So ging die Geschichte zu Ende
Die Mär ,die ist nun aus
doch solltet auch ihr, die ihr sie gelesen
einmal prüfen euer innerstes Wesen

© Aquamarin 11.12.2003

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Der Tarasque (Ciruelo Cabral)

Eine alte Legende aus dem Mittelalter berichtet über einen riesenhaften, blauen Wasserdrachen mit stählernen Schuppen, der im Süden Frankreichs in einem See hauste und Tarasque genannt wurde.
Die Einheimischen lebten in ständiger Furcht, denn von Zeit zu Zeit kam das Ungeheuer aus dem See hervor und verschlang eine Jungfrau- wie es unter Wasserdrachen ja üblich ist. Niemand wußte, was man unternehmen sollte, um sich von dem Tarasque zu befreien. Keiner war mutig genug, gegen das Ungeheuer anzutreten, es wagte niemand auch nur zu der Bestie zu sprechen, um einen Frieden zu schließen. So schickte man endlich einen Hilferuf an den Hof des Königs von Frankreich, doch der König war mit anderen Problemen beschäftigt und nicht an den Schwierigkeiten eines Dorfes interessiert, das so weit weg war von der Hauptstadt. Auch die Ritter am Hof zeigten kein Interesse. Der Drache bewachte keinen Schatz, was eine würdige Entlohnung für ihre Mühen bedeutet hätte, noch hielt er eine Prinzessin gefangen, für deren Befreiung Ruhm und Ehre gewunken hätten. „Der Drache frißt nur dumme, schmutzige und einfältige Bauern, die Turniere und Wettkämpfe bei Hofe bringen wesentlich mehr Ruhm ein“, dachten die „edlen“ Herren. Bei ihrer Verzweiflung sprachen die Bewohner des Dorfes schon davon, ihre Heime zu verlassen, sie fühlten sich außerstande, auch nur das nötigste gegen dieses Ungeheuer zu unternehmen. Die Diskussion wurde gerade richtig hitzig, als die Heilige Martha, eine wunderschöne junge Frau, die in der gesamten Region für ihre Gutherzigkeit bekannt war und verehrt wurde, des Weges kam. Die Alten der Stadt hielten ihre Ankunft für ein Zeichen des Himmels und baten sie inständig um Hilfe. Bedrängt durch die verzweifelten Bewohner bot die junge Frau an, den Drachen zu fangen, hatte allerdings auch eine Bedingung. „Sag uns, was du verlangst“, stimmten die hoffnungslosen Menschen sofort zu. „Ich möchte, daß ihr drei Tage lang zu Gott betet, damit ER mir bei der Überwältigung des Tarasque beisteht“, antwortete Martha. Die Bedingung wurde sofort akzeptiert und voller Hoffnung wartete man auf das Wunder, das endlich das Schicksal des Ortes und seiner Bewohner verbessern würde.
So machte sich die Heilige dann eines Morgens auf den Weg zum See, in dem der Tarasque lebte. Trotz seiner Wildheit war der Drache ein großer Musikliebhaber. Die junge Frau stellte sich an das Ufer auf und stimmte mit ihrer klaren und reinen Stimme Loblieder auf den Herrn und die Jungfrau Maria an. Verzaubert vom Wohlklang der Melodien stieg der Tarasque aus dem Wasser und legte sich Martha zu Füßen. Blitzschnell schlang die Heilige einen Gurt um den Nacken des Drachen, der auch nicht die leiseste Gegenwehr leistete. Der Drache war überwältigt und konnte ohne Schwierigkeiten in die Stadt geführt werden, wo er von den Bauern getötet wurde. Zur Erinnerung an diese Begebenheit nannten sie ihre Stadt von nun an Tarascon.

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(Grimm) Der Teufel und seine Großmutter

Es war ein großer Krieg, und der König hatte viel Soldaten, gab ihnen aber wenig Sold, so daß sie nicht davon leben konnten. Da taten sich drei zusammen und wollten ausreißen. Einer sprach zum andern: »Wenn wir erwischt werden, so hängt man uns an den Galgenbaum: wie wollen wir’s machen?« Sprach der andere: »Seht dort das große Kornfeld, wenn wir uns da verstecken, so findet uns kein Mensch: das Heer darf nicht hinein und muß morgen weiterziehen. « Sie krochen in das Korn, aber das Heer zog nicht weiter, sondern blieb rundherum liegen. Sie saßen zwei Tage und zwei Nächte im Korn und hatten so großen Hunger, daß sie beinah gestorben wären; gingen sie aber heraus, so war ihnen der Tod gewiß. Da sprachen sie: »Was hilft uns unser Ausreißen, wir müssen hier elendig sterben. « Indem kam ein feuriger Drache durch die Luft geflogen, der senkte sich zu ihnen herab und fragte sie, warum sie sich da versteckt hätten. Sie antworteten: »Wir sind drei Soldaten und sind ausgerissen, weil unser Sold gering war; nun müssen wir hier Hungers sterben, wenn wir liegenbleiben, oder wir müssen am Galgen baumeln, wenn wir herausgehen. « »Wollt ihr mir sieben Jahre dienen«, sagte der Drache, »so will ich euch mitten durchs Heer führen, daß euch niemand erwischen soll. « »Wir haben keine Wahl und müssen’s annehmen«, antworteten sie. Da packte sie der Drache in seine Klauen, führte sie durch die Luft über das Heer hinweg und setzte sie weit davon wieder auf die Erde; der Drache war aber niemand als der Teufel. Er gab ihnen ein kleines Peitschchen und sprach: »Peitscht und knallt ihr damit, so wird so viel Geld vor euch herumspringen, als ihr verlangt: ihr könnt dann wie große Herrn leben, Pferde halten und in Wagen fahren; nach Verlauf der sieben Jahre aber seid ihr mein eigen. Dann hielt er ihnen ein Buch vor, in das mußten sie sich alle drei unterschreiben. »Doch will ich euch«, sprach er, »erst noch ein Rätsel aufgeben, könnt ihr das raten, sollt ihr frei sein und aus meiner Gewalt entlassen. Da flog der Drache von ihnen weg, und sie reisten fort mit ihren Peitschchen, hatten Geld die Fülle, ließen sich Herrenkleider machen und zogen in der Welt herum. Wo sie waren, lebten sie in Freuden und Herrlichkeit, fuhren mit Pferden und Wagen, aßen und tranken, taten aber nichts Böses. Die Zeit verstrich ihnen schnell, und als es mit den sieben Jahren zu Ende ging, ward zweien gewaltig angst und bang, der dritte aber nahm’s auf die leichte Schulter und sprach: »Brüder, fürchtet nichts, ich bin nicht auf den Kopf gefallen, ich errate das Rätsel.« Sie gingen hinaus aufs Feld, saßen da, und die zwei machten betrübte Gesichter. Da kam eine alte Frau daher, die fragte, warum sie so traurig wären. »Ach, was liegt Euch daran, Ihr könnt uns doch nicht helfen. « »Wer weiß«, antwortete sie, »vertraut mir nur euern Kummer.« Da erzählten sie ihr, sie wären des Teufels Diener gewesen, fast sieben Jahre lang, der hätte ihnen Geld wie Heu geschafft, sie hätten sich ihm aber verschrieben und wären ihm verfallen, wenn sie nach den sieben Jahren nicht ein Rätsel auflösen könnten. Die Alte sprach: »Soll euch geholfen werden, so muß einer von euch in den Wald gehen, da wird er an eine eingestürzte Felsenwand kommen, die aussieht wie ein Häuschen, in das muß er eintreten, dann wird er Hilfe finden.« Die zwei traurigen dachten: »Das wird uns doch nicht retten«, und blieben sitzen, der dritte aber, der lustige, machte sich auf und ging so weit in den Wald, bis er die Felsenhütte fand. In dem Häuschen aber saß eine steinalte Frau, die war des Teufels Großmutter und fragte ihn, woher er käme und was er hier wollte. Er erzählte ihr alles, was geschehen war, und weil er ihr wohl gefiel, hatte sie Erbarmen und sagte, sie wollte ihm helfen. Sie hob einen großen Stein auf, der über einem Keller lag, und sagte: »Da verstecke dich, du kannst alles hören, was hier gesprochen wird, sitz nur still und rege dich nicht; wann der Drache kommt, will ich ihn wegen der Rätsel befragen: mir sagt er alles; und dann achte auf das, was er antwortet.« Um zwölf Uhr nachts kam der Drache angeflogen und verlangte sein Essen. Die Großmutter deckte den Tisch und trug Trank und Speise auf, daß er vergnügt war, und sie aßen und tranken zusammen. Da fragte sie ihn im Gespräch, wie’s den Tag ergangen wäre und wieviel Seelen er kriegt hätte. »Es wollte mir heute nicht recht glücken«, antwortete er, »aber ich habe drei Soldaten gepackt, die sind mir sicher.« »Ja, drei Soldaten«, sagte sie, »die haben etwas an sich, die können dir noch entkommen.« Sprach der Teufel höhnisch: »Die sind mein, denen gebe ich noch ein Rätsel auf, das sie nimmermehr raten können. « »Was ist das für ein Rätsel?« fragte sie. »Das will ich dir sagen: In der großen Nordsee liegt eine tote Meerkatze, das soll ihr Braten sein; und von einem Walfisch die Rippe, das soll ihr silberner Löffel sein; und ein alter hohler Pferdefuß, das soll ihr Weinglas sein. « Als der Teufel zu Bett gegangen war, hob die alte Großmutter den Stein auf und ließ den Soldaten heraus. »Hast du auch alles wohl in acht genommen?« »Ja«, sprach er, »ich weiß genug und will mir schon helfen.« Darauf mußte er auf einem andern Weg durchs Fenster heimlich und in aller Eile zu seinen Gesellen zurückgehen. Er erzählte ihnen, wie der Teufel von der alten Großmutter wäre überlistet worden und wie er die Auflösung des Rätsels von ihm vernommen hätte. Da waren sie alle fröhlich und guter Dinge, nahmen die Peitsche und schlugen sich so viel Geld, daß es auf der Erde herumsprang. Als die sieben Jahre völlig herum waren, kam der Teufel mit dem Buche, zeigte die Unterschriften und sprach: »Ich will euch mit in die Hölle nehmen, da sollt ihr eine Mahlzeit haben; könnt ihr mir raten, was ihr für einen Braten werdet zu essen kriegen, so sollt ihr frei und los sein und dürft auch das Peitschchen behalten. « Da fing der erste Soldat an: »In der großen Nordsee liegt eine tote Meerkatze, das wird wohl der Braten sein.« Der Teufel ärgerte sich, machte »hm! hm! hm!« und fragte den zweiten: » Was soll aber euer Löffel sein?« »Von einem Walfisch die Rippe, das soll unser silberner Löffel sein.« Der Teufel schnitt ein Gesicht, knurrte wieder dreimal »hm! hm! hm!« und sprach zum dritten: »Wißt ihr auch, was euer Weinglas sein soll?« »Ein alter Pferdefuß, das soll unser Weinglas sein.« Da flog der Teufel mit einem lauten Schrei fort und hatte keine Gewalt mehr über sie; aber die drei behielten das Peitschchen, schlugen Geld hervor, soviel sie wollten, und lebten vergnügt bis an ihr Ende.

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Der Drache von Murnau

Die Stadt Murnau soll vormals Wurmau geheißen haben. Nach alter Sage wurde in grauer Vorzeit bei Murnau ein ungeheurer Drache oder Wurm erlegt, der Menschen und Vieh großen Schaden zugefügt hatte. Noch vor wenigen Jahren stand eine gemauerte Säule bei dem Ort, mit einer unleserlichen Schrift in den Stein gehauen, auf dem der schädliche Wurm erlegt worden sein soll. Ein Schnapphahn rettete den Ort. Er füllte die Haut eines Kalbes mit ungelöschtem Kalk und warf diesen Fraß dem Drachen vor.
Noch heute führt der Markt in seinen Wappen einen Drachen mit vorwärts greifenden Klauen, aufgesperrtem Rachen und ausgestreckter roter Zunge.

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Dragons in the mist

Dragons in the Mist

In the hot and misty jungles,
live the mysterious golden verungles.
They wander jungle ruins of ancient lore,
only to venture out on misty forest floor.
Though rarely seen they flourish in legend and myth,
confirmed to exist only by pigmies whom so often they are seen with.
Often found basking in the mid-day sun,
these golden frilled giants praise it’s warmth as the only one.
A feast of fruits for themselves they make,
as roasted meals with their fiery breath they bake.
Over many a cloud covered canopy they fly,
and many a blustery wind blows as they soar by.
And those lucky enough to hear their song would think themselves kissed,
by the mysterious dragons in the mist.

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His free

„His free“

i see its fierey eyes, burning into me
they tell me „i want to die“ will you do the deed?
he knows that he is the last,and does not want to be
in one sharp pain his eyes go blank,and he starts to bleed

the pain, the fear, the lonelyness of life
his every thought ,his every fear all flowed into me
he wanted to die ,his heart now held the knife
but the pain was inside of me

i did it, it was me
i slain the last
i let him go free
i freed him from his past

by Samantha Stewart of Tasmania, (c) All Right reserved

Dieses Gedicht wurde augestellt mit freundlicheGenehmigung von
http://www.dragonsight.net

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Red Beauty

Red Beauty

Under the moons
Glistening with light
Lies a beauty
Ready to fight.

The foe first a shadow
Then it comes near,
Ready to strike,
At the dragonlings perched with fear.

The red spreads her wings
Pumps her wings once,then twice,
In the words of a gambler,
She’s rolling the dice.

Then the foe leaps
Right at her breast
Now the red strikes
To prove she’s the best.

The thing lie there
Silent and cold.
It must have been hungry,
Or just very bold.

Randall „raven“ Havens

Dieses Gedicht wurde augestellt mit freundlicheGenehmigung von
http://www.dragonsight.net

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Auf den Schwingen der Fantasy (Karin Roth)

Auf den Schwingen der Phantasie

Schwingen aus Leder und Schuppen
einst stumpf und ohne Glanz,
erheben sich nun wieder
 zum freudigen Wolkentanz.

Schuppen die leuchten
 selbst in dunkler Nacht,
die Magie der Liebe
 gab ihnen wieder ihre ureigenste Macht.

Die Winde bezwingen,
den Flug zu träumen,
das ist als ob man baute
Türme aus Wolkenschäumen.

Nun flieg oh Drache
und fange den Wind,
bist in deinem Herzen
wie ein unzähmbares Kind.

Zu fliegen
Zu träumen
Zu fangen die Magie,
das ist der Sinn des Lebens
vergiss das bitte nie.

So tanz auf den Winden,
bring den Menschen den Zauber zurück,
damit auch sie finden,
ihr persönliches Glück.

Drachen am Himmel
man kann sie wieder sehen,
wenn Menschen die Wege
der Phantasie begehen.

© Aquamarin Juli 2002

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Das Sternbild des Drachen (Karin Roth)

Das Sternbild des Drachens
ist mein zu Haus
dort flieg ich in Gedanken
so oft hinauf

Das Sternbild des Drachens
wo die Phantasie lebt
und meine Seele
weit in den Himmel hebt

Das Sternbild des Drachens
ein Ort voll von Magie
ein Funkeln und Leuchten
das man vergessen kann nie

Das Sternbild des Drachens
es bringt mich zum schreiben
es inspiriert meinen Geist
läd ein mich zum bleiben

Das Sternbild des Drachen
ist in mein Herz gebrannt
hat mich voller Güte
zum Hüter von Legenden ernannt

Das Sternbild des Drachens
ist in jedem meiner Worte
und trägt diese Werke
an viele weit entfernte Orte

Das Sternbild des Drachens
ist mein Ziel in jeder Nacht
es hütet auch dich
und hält über dich wacht

Das Sternbild des Drachens

für Dragonslayer

@ Aquamarin 2.12.2003

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Der Zigeuner und der Drache (Ciruelo Cabral)

In den weiten Steppen Rußlands lebte ein Zigeunervolk, das durch die Lande zog, Heilmittel und Schmuck verkaufte und nie lange an einem Ort blieb. Ihr Anführer war Yuri, ein scharfsinniger und gewitzter Mann, der sechs Söhne hatte.
Am Feiertag des heiligen Basil, als das Zigeunervolk nahe einer Stadt lagerte, erfuhr Yuri, daß nur wenige Werst entfernt Fohlen zu einem sehr guten Preis verkauft würden. Der Zigeuner dachte an ein gutes Geschäft – er würde die Tiere mit Gewinn weiterverkaufen. Er packte einen frischen Käse und einen Kanten Roggenbrot in seinen Beutel und machte sich auf den Weg. Seine Leute blieben zurück, um die Waren auf dem Markt zu verkaufen. Als er im Nachbarort ankam, war er sehr erstaunt – alles war still und verlassen. Voller Verwunderung wanderte er durch die leeren Gassen und suchte nach einem Hinweis darüber, was da wohl passiert war. Plötzlich vernahm er eine verängstigte Stimme; „Fliehe von hier, Elender, oder der Drache wird auch dich verspeisen!“ „Wer spricht da?“ fragte Yuri. „Ich bin es, der alte Westija.“ Hinter einigen Weidenkörben tauchte ein alter Mann mit langem Bart auf. Er zitterte ängstlich und war so dünn, daß er nur aus Haut und Knochen zu bestehen schien.
„Hallo Großväterchen“, sagte Yuri freundlich, „was geht hier vor sich?“ „Oh mein Sohn“, seufzte der Alte, „ein furchtbarer Drache hat alle Bewohner dieses Städtchens gefressen … Menschen, Tiere, sogar die Katzen! Ich bin der einzige Überlebende, denn ich bin alt und dem Ungeheuer waren Haut und Knochen wohl zu wenig. Doch heute kehrt es zurück, und da es sonst nichts mehr zu fressen findet, wird es sich wohl über mich hermachen. Also laufe schnell fort von hier, damit du nicht auch dieses Schicksal erleidest!“ „Mach‘ dir keine Sorgen, Väterchen“, sagte Yuri mutig, „ich fürchte mich nicht vor dem Drachen. Wenn du tust, was ich dir sage, dann wird dir kein Leid geschehen. Verstecke dich hinter den Körben und schweig ganz still.“ Schon bald erbebte die Erde unter den Schritten des Drachen. Er war enorm groß und er sah hungrig aus. Yuri wußte, daß Drachen von Natur aus eitel und neugierig sind, und begrüßte ihn wie einen Kaiser: „Guten Tag, Zar aller Drachen!“ Der Drache fühlte sich durch diese Anrede sehr geschmeichelt. Er schlug mit dem Schwanz auf den Boden und spreizte die Schwingen, um die wundervolle juwelenbesetzte Brustplatte zu präsentieren, senkte den Kopf und sagte bescheiden; „Es ist ja gar nicht so, ich bin nur ein ganz gewöhnlicher Drache.“ „Ihr seid nicht gewöhnlich wunderbarer Herr“, protestierte Yuri, „ihr seid der größte und schönste von allen. Ich bin stolz darauf, eure Kraft bewundern zu dürfen.“ „Ja, es ist wahr“, gab das eitle Tier zu, „ich bin sehr stark, und man nennt mich üblicherweise schön. Doch wer bist du, daß du so ohne Furcht vor mir stehst?“ „Ich bin der stärkste Mensch der Welt!“ gab Yuri fröhlich zur Antwort. „Du bist der stärkste? Bring‘ mich nicht zum Lachen!“ „Und doch bin ich es, auch wenn du an meinen Worten zweifelst.“ Der Drache wurde nun doch neugierig auf den Zigeuner. Er hob einen Stein auf und zerdrückte ihn zu Staub. „Vielleicht kannst du das ja auch, wenn du der stärkste Mensch bist.“ „Das wäre nicht besonders schwierig“, antwortete Yuri frech, „aber kannst du Wasser aus einem Stein pressen, so wie ich?“ Ohne dem Drachen zu zeigen, was er da aus seinem Beutel genommen hatte, drückte Yuri den frischen Käse, bis Flüssigkeit zwischen seinen Fingern hervorrann. „Nun gut“, dachte der Drache, „er ist wirklich sehr stark. Es ist wohl besser, ihn nicht zum Feind, sondern zum Freund zu haben.“ Um die Freundschaft des Mannes zu gewinnen, schlug er vor: „Komm‘ mit in meine Behausung und esse mit mir. Du bist ein nettes menschliches Wesen, und ich möchte, daß wir Freunde werden.“ „Sehr gut, Drache, laß uns gehen.“
Das Ungeheuer nahm Yuri mit zu der Höhle, in der es hauste, und bat ihn dann: „Wärest du wohl so nett, in den Wald zu gehen und einen Eichenbaum für das Feuer zu holen?“ Yuri machte sich auf den Weg, fest entschlossen, seinen Trick dem Drachen nicht preiszugeben, doch seine Arme waren bei weitem nicht stark genug, um einen der mächtigen Bäume zu entwurzeln und zur Höhle zurückzuschaffen. Doch da kam ihm eine Idee: er band eine Gruppe stämmiger Eichen mit dem Tau zusammen, das der Drache ihm mitgegeben hatte. Nach einer Weile bemerkte der Drache, daß der Zigeuner noch immer nicht zurückgekehrt war. Er begab sich ebenfalls in den Wald und fand Yuri, der eifrig damit beschäftigt war, die Bäume fest aneinander zu binden. „Was um alles in der Welt machst du da?“ fragte das Reptil erstaunt. „Nun, ich dachte, ich bringe gleich all diese Bäume hier mit, dann haben wir genügend Brennholz für mehrere Tage.“ „Laß es gut sein, wir wollen ja nicht gleich den ganzen Wald fällen“, antwortete der Drache, mehr und mehr von Yuris Kräften überzeugt. „Ich werde einen Stamm nach Hause schaffen, du kannst inzwischen einen Ochsen zum Kochen besorgen. Hinter dem Haus auf dem Feld findest du eine schöne Herde. Suche einfach den feistesten aus.“ Entschlossen schritt Yuri auf das Feld zu. Nach einer Weile fand ihn der Drache dabei, wie er alle Ochsen zusammenband. „Was machst du denn nun?“ „Ich wollte gleich alle Ochsen mitbringen, dann könnten wir einen schönen Eintopf kochen.“ „Freund“, seufzte der Drache, „du hast eine seltsame Methode, die Dinge anzugehen. Ein Ochse wird schon genug sein, ich werde ihn selbst nach Hause schaffen.“ Etwas verwundert über das Verhalten seines Gastes suchte sich der Drache den feistesten Ochsen, tötete ihn, häutete ihn und begann mit dem Kochen. Die beiden Freunde taten sich an dem Mahl gütlich; mit vollem Magen war der Drache dann in einer friedlichen Stimmung und bot dem Zigeuner an, ihn nach Hause zu begleiten. „Vielen Dank“, antwortete Yuri, „doch ich hatte eigentlich daran gedacht, einige Pferde zu kaufen.“ „Mach‘ dir darum keine Sorgen. Ich besitze einen wunderschönen Hengst, den ich dir für 100 Rubel verkaufen werde.“ Yuri stimmte dem Handel zu und machte mit dem Drachen aus, ihn zu bezahlen, sobald sie zurück bei den Zigeunern wären. Da es ein langer Weg werden würde, entschloß sich der Drache, dazu Menschengestalt anzunehmen. Sie nahmen zwei Pferde aus dem Besitz des Drachen und machten sich auf die Reise. Unterwegs warnte Yuri den Freund vor seinen sechs Söhnen, die nicht nur sehr kräftig wären, sondern auch über hellseherische Fähigkeiten verfügen würden. Als sie das Lager erreichten, rannten die Söhne Yuri entgegen. Sie sahen nur den einen Hengst und begannen zu rufen: „Du hast nur einen mitgebracht!“ „Der muß für mich sein!“ rief der Älteste. „Nein, nein, ich möchte ihn haben!“ erwiderte der Kleinste. Yuri sah den Drachen an und sagte: „Diese Spitzbuben. Habe ich dir nicht gesagt, daß sie hellsehen können? Sie haben dich erkannt!“ Der Drache war entsetzt, womöglich wollten sie ihn als Spielzeug behalten oder ihn gar verspeisen. Da sie ja so stark waren wie ihr Vater, gab es wohl kaum Hoffnung auf ein Entkommen. Schnell stieg er vom Pferd ab, nahm wieder Drachengestalt an und flog in wilder Panik davon. Nie wieder dachte er daran, auch nur in die Nähe der russischen Steppen zu kommen, wo Zigeuner so stark sind, daß sie sich über Drachen streiten.

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Die geraubte Königstochter

Es war einmal ein reicher und mächtiger König. Der hatte eine einzige Tochter und die war so schön, daß selbst die zarteste Rose, der weiße Schnee und der blaue Himmel vor ihrer Schönheit verblaßten. Wenn sie aus dem Schlosse in den Garten heraustrat, dufteten alle Blumen lieblicher, und die Vögel sangen ihr zu Ehren wie aus goldenen Kehlen. Eines Tages aber, als die Prinzessin bei der Quelle im Park saß und mit ihrem goldenen Balle spielte, brach plötzlich ein Drache aus dem Walde hervor, faßte die Jungfrau mit seinen Krallen und entführte sie weit übers Meer in seine Höhle.

Nun hielt er sie schon fünf Jahre dort gefangen, und hundertmal schon hatte er sie gefragt, ob sie seine Frau werden wolle. Doch ihr graute davor, wie sehr er sie auch bat und sich um sie bemühte. Neben vielen andern Kostbarkeiten, mit denen er ihr Herz zu gewinnen suchte, schenkte er ihr auch drei prachtvolle Kleider – die herrlichsten, die es auf der Welt gab: auf dem einen war die Sonne abgebildet, auf dem andern der Mond, auf dem dritten die Sterne. Aber auch damit ließ sie sich nicht verlocken, das Weib des Drachen zu werden.

Eines Tages, es waren gerade sieben Jahre um, verirrte sich ein wandernder Schneidergeselle in diese Gegend und war sehr erstaunt, als er die schöne Frau ganz allein in der Drachenhöhle antraf. Er fragte, ob sie sich auch verirrt habe wie er. Da schüttelte sie traurig den Kopf und erzählte ihm, wer sie sei und wie sie hierher in diese einsame, düstere Felsenwildnis gekommen. – „O wär‘ ich doch aus den Klauen des bösen Drachen und wieder daheim auf dem väterlichen Schlosse!“ klagte die Prinzessin. – „Wir wollen miteinander fliehen und deine Heimat suchen, und ich will dich beschützen bei Tag und bei Nacht gegen alle Not und Gefahr, die dich bedrohen könnte“, sagte der Schneidergeselle. Darüber war die Königstochter voller Freude und versprach ihm, seine Frau zu werden wenn er sie glücklich wieder in ihres Vaters Schloß zurückbringe. Nun paßten sie auf, zu welcher Zeit der Drache am längsten ausblieb, und als sie das herausgefunden hatten, flohen sie eines Abends miteinander in aller Heimlichkeit.

Der Schneider hatte die drei schönen Kleider der Prinzessin in seinen Ranzen gesteckt, und so wanderten sie nun eilig dahin, bis sie sicher waren, daß der Drache sie nicht mehr einholen werde. Jetzt endlich gönnten sie sich Ruhe, legten sich im Walde nieder und schlie- fen ein. Ihre Müdigkeit war so groß, daß sie erst am Morgen des übernächsten Tages wieder erwachten; nun aber schritten sie rüstig aus und gelangten bald darauf an den Strand des Meeres. Dort lag gerade ein kleines Schiff vor Anker; das hatte allerhand Waren geladen, die es nach jenem Lande bringen wollte, in dem der Vater der Prinzessin König war. Aber als das Schiff eine Tagereise weit draußen auf dem Meere schwamm, erhob sich ein so gewaltiger Sturm, daß es gegen eine Felseninsel getrieben wurde und zerschellte. Nur wenige Menschen, darunter auch die Prinzessin, konnten in einem Boot gerettet werden, und als am andern Morgen ein fremdes Schiff vorüberfuhr, nahm es die Verunglückten auf und brachte sie wohlbehalten in den sicheren Hafen. Die Königstochter konnte sich aber über ihre Rettung doch nicht freuen, war vielmehr betrübt und traurig in ihrem Herzen; denn sie dachte nicht anders, als daß der gute Geselle im Meer ertrunken sei. Doch auch er war mit knapper Not mit dem Leben davongekommen. Er hatte sich an den Balkentrümmern des gekenterten Schiffes festgehalten, war tagelang von den wilden Wogen umhergetrieben und endlich völlig ermattet an ein fremdes Ufer gespült worden. Ein alter Fischer nahm ihn in seiner Hütte auf, gab ihm zu essen und beherbergte ihn eine Woche lang. Dann wies er ihm den Weg in die große Stadt, die eine Tagereise entfernt am Strome lag.

Wie er nun dort so durch die Straßen ging, sah er vor einem Hause das Zunftschild eines Schneiders hangen. Da bekam er plötzlich wieder Lust zu seinem Handwerk, fragte bei dem Meister um Arbeit nach und wurde gleich als Geselle eingestellt. Kaum war er eiin paar Wochen hier, da hörte er eines Feierabends einen Herold in den Straßen ausrufen, daß der König demjenigen zehntausend Gulden bezahlen werde, der seiner Tochter binnen drei Monaten drei Kleider zu liefern vermöge, auf denen Sonne, Mond und Sterne sich spiegelten. Da fiel dem Schneidergesellen ein, daß er ja noch die drei Kleider der Prinzessin in seinem Ranzen habe und mit ihnen den Beutel voll Gold werde verdienen können. – „Doch ach“, dachte er im stillen bei sich, „nun wird eine andere die drei kostbaren Kleider tragen. Mag sie gleich auch eine Königstochter sein, so ist sie doch nicht die allerschönste und liebste, die nun schon lange auf dem kühlen Meeresgrunde ruht.“ Ging aber doch zu seinem Meister und sagte, er könne die drei Kleider für die Tochter des Königs machen. Darüber war der Meister sehr erfreut, meldete dem königlichen Kanzler, daß er mit seinem Gesellen die Kleider anfertigen wolle und erhielt gleich tausend Gulden im voraus. Die gab er dem Gesellen, damit er sich alles kaufen könne, was er nötig habe. „Ja“, sagte der, „Geld ist dazu schon nötig und nicht wenig!“ und nahm die tausend Gulden mit Dank an. Weil ja aber die Kleider schon fertig waren, konnte er die Goldvögel fliegen lassen, wie und wohin es ihn beliebte, ging also ins Wirtshaus, aß und trank mit seinen Freunden nach Herzenslust und fuhr zu jeder Tages- und Nachtzeit in einer vornehmen Kutsche in der Gegend umher. Als der erste Monat beinahe vergangen und weit und breit noch nichts von einem Kleide zu sehen war, wurde dem Meister angst und bange. Er stellte darum den Gesellen zur Rede und sagte: „Übermorgen soll das erste Kleid fertig sein, und du hast noch keine Nadel eingefädelt! Weißt du, daß es uns den Kopf kostet, wenn das Kleid nicht rechtzeitig abgeliefert wird?“ – Der aber gab zur Antwort: „Ich kann nur bei Nacht, wenn ich Wein getrunken habe, an dem Kleid arbeiten, und darum muß ich den Tag über ins Wirtshaus gehen. Und in der Kutsche fahre ich nicht zum Vergnügen, sondern um Sonne, Mond und Sterne zu betrachten, damit ich sie schön und natur- getreu widergeben kann. So ist das, Meister! – und dreinreden lasse ich mir nicht! Basta !“ Am andern Morgen aber übergab er dem Meister das erste Kleid, auf dem die Sonne dargestellt war. Der bewunderte und lobte die schöne Arbeit und trug sie eigenhändig ins Schloß hinauf. Als die Prinzessin das Gewand sah, erkannte sie im Augenblick das Kleid, das der Drache ihr einst geschenkt hatte, und bat den Meister, ihr auch das zweite bald abzuliefern. – Darauf erhielt er vom Schatzkanzler wieder tausend Gulden ausbezahlt, als Vorschuß für das zweite Kleid. Der Meister gab das Geld dem Gesellen und der machte es kein Haar anders als das erstemal, – er verjubelte es bis auf den letzten Groschen. Der Monat war wieder gerade zu Ende, als er endlich dem Meister das zweite Kleid übergab, das wie der Mond schimmerte. Diesmal freute sich die Prinzessin noch mehr, nahm den Meister beiseite und fragte ihn: „Habt Ihr selber dieses Kleid gearbeitet?“ Da wurde er unsicher, wich ihrem Blick aus, setzte zum Sprechen an und konnte doch die richtigen Worte nicht finden. – „Redet die Wahrheit, Meister! Denn sie wird mir, der Tochter des Königs, doch nicht verborgen bleiben!“ fuhr sie fort. Und da gestand er ihr, daß er vor einem Vierteljahr einen wandernden Gesellen bei sich aufgenommen habe; der habe die beiden Kleider angefertigt, ganz allein und ohne daß er ihm dabei hätte zusehen können. Da ließ die Prinzessin ihm zweitausend Gulden ausbezahlen, tausend für ihn und tausend für den Gesellen, und verlangte, daß das letzte Kleid der Geselle selber aufs Schloß bringen solle. Der Monat ging wieder dahin mit Trinkgelagen, Festen und Spazierfahrten, und am letzten Tag machte sich der Schneidergeselle auf den Weg zum Schloß und überbrachte der Königstochter das Sternenkleid. Kaum hatte er einen Schritt über die Schwelle ihres Gemachs getan, so hatte die Prinzessin ihn auch schon erkannt, fiel ihm um den Hals und küßte ihn und weinte vor Glück und Wiedersehensfreude. Sie führte ihn zu ihrem greisen Vater, erzählte ihm, wie er sie einst aus der Höhle des Drachen befreit und wie sie einander auf dem wilden Meere verloren und längst für tot gehalten hätten. Nun aber hatten sie sich wiedergefunden, hielten Hochzeit und wurden nach dem Tode des alten Vaters König und Königin über das ganze, große Reich.

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Der Kampf mit dem Drachen zu Laufen im Oberland

Im Oberland oberhalb von Laufen hielt sich vor langer Zeit in einer düsteren Höhle ein mächtiger Lindwurm auf, der die ganze Umgebung mit Furcht und Grauen erfüllte. Wochen- und monatelang schlief das Untier in seiner vom Volk ängstlich gemiedenen Behausung und rührte sich nicht, nur das rasselnde Schnarchen des Ungeheuers drang nach außen. Wenn aber der Hunger den scheußlichen Lindwurm aus dem Schlafe weckte, kam er aus dem finsteren Loch gekrochen, und alle Lebewesen, ob Mensch oder Tier, die in den Bereich seines giftigen Pesthauches gerieten, waren verloren. Betäubt fielen sie zu Boden und wurden eine Beute des schrecklichen Drachen.

Um zu verhindern, daß das gefräßige Untier aus seiner Höhle herauskomme, in der Gegend herumstreife und so noch größeres Unheil anrichte, beschlossen die Bewohner, ihm sein Futter, Ochsen und Kühe, vor das Drachenloch zu bringen. Aber der Futterverbrauch des Drachen war so gewaltig, daß sich die Viehbestände auf den Almen bedenklich lichteten. Da entschloß man sich, den Versuch zu wagen, den Lindwurm zu töten.

Ein ausgehungerter Ochse, dem man einen Futtersack vor dem Maule anbrachte, sollte mit verbundenen Augen zum Drachenloch getrieben werden. Um den Leib des Ochsen wurden mehrere Säcklein mit ungelöschtem Kalk gebunden in der Hoffnung, der Drache werde sie beim Fressen mit hinabschlingen und daran zugrunde gehen. Es erhob sich nun die Frage, wer den Ochsen in die Höhle des Lindwurms treiben sollte. Das war ein gefährlicher Gang; den wenn der verderbliche Hauch des Untieres den Treiber erreichte, war er verloren; daher sollte das Los entscheiden. Es traf den Schulzen des Ortes, der sich unter dem Jammer seiner Familie anschickte, den gefährlichen Weg anzutreten. Da sprang ein junger Bursche vor, der die Tochter des Schulzen liebte, und erklärte sich bereit, an seiner Stelle den Gang zum Drachenloch zu unternehmen. Er hoffte, im Falle des glücklichen Gelingens die Hand der Geliebten zu erringen.

Nachdem er eine lange Leine um einen Baum geschlungen und das andere Ende an seinem Gürtel befestigt hatte, trieb er, mit einem langen Spieß bewaffnet, den Ochsen vor sich her zur Höhle. Mit Bangen blickten ihm die Dorfbewohner nach und harrten auf den Ausgang des gefährlichen Wagnisses. Als der Ochse in die Nähe des Drachenloches gekommen war, witterte der hungrige Lindwurm seine Beute und kam aus der Höhle heraus.

Noch ehe der Ochse sich umwenden konnte, hatte er ihn mit seinen Krallen gepackt und zog ihn in seine Behausung hinein. Der Jüngling hatte zwar seinen Speer gegen das Ungetüm abgeschleudert, aber wirkungslos prallte das Geschoß von dem dichten Schuppenpanzer des Tieres ab.

Während aus der Höhle das Krachen der Knochen und das würgende Schlingen des Lindwurms zu hören war, verspürte der Jüngling, wie ihm allmählich die Besinnung schwand. Ein Hauch des verpesteten Atems war von dem Tier zu ihm gedrungen und drohte ihn zu betäuben. Rasch suchte er sich an der Leine nach rückwärts zu ziehen, jedoch schon nach wenigen Schritten brach er bewußtlos zusammen. Aber die Dorfbewohner, die am Ende der Leine standen, hatten den Vorfall bemerkt und zogen ihn, allen voran die Tochter des Schulzen, an der Leine aus dem vergifteten Bereich auf sicheren Boden zurück.

Von der Höhle herab vernahm man das Schlürfen und Schmatzen des Drachen, der aus einer Lache seinen Durst stillte. Dann erscholl ein Heulen und Brüllen, ein Schlagen und Toben; der Kalk tat seine Dienste. Als nach einiger Zeit Ruhe eintrat, wußte man, daß der Lindwurm verendet war. Aber die Gefahr war damit noch nicht vorüber. Das Wasser, das aus der Höhle floß, führte Unrat von dem verwesenden Drachen mit und brachte die Pest unter die Leute.

Erst als die Seuche erloschen war, kehrte Ruhe und Frieden wieder ins Land. Der junge Bursche der den Weg zur Drachenhöhle getan, erholte sich bald wieder; er war noch rechtzeitig dem tödlichen Wirken des Pesthauches entgangen. Er erhielt die Tochter des Schulzen zum Lohn für seine mutige Tat.

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Dragon night

Dragon-Night

Clear starry skies under cool moon light,
hot breathed beasts on leathern wings take flight.
Serpentine angels soar across the land,
scaled backs glistening, great wings soaring.
Band after band they flock to ocean shore,
to drink and sup and dance and sing.
As ocean waves crash upon their claws,
they dance and play upon the midnight shore.
Merrily they frolic from wave to wave,
tail in tail they went, into the sea.
And so I followed with human toes,
into the sea I strode, and soon on dragonback I rode.
We flowed into the sea on that starlit night,
when soon there came the morning light.
I awoke to gaze upon my window,
and remember my dragonnight.

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Of dragons and humankind

Of Dragons and Humankind

Dragons they seek yet they know not their name,
they search for these creatures dwelling in fire and flame.
Oh if only the dragon’s true nature they know,
rather than the seeds of myth they sow.
The legends that they search for in truth do not exist,
for the dragons of their made-up stores are but shadows in the mist.
But the truth can they never realize,
unless they in their dreams look into dragon eyes.
Many have come before and more will surely come after,
yet they shall never learn how the dragon they may master.
The dragon’s true nature it elludes them,
for it is something they can never comprehend.
They cannot know the dragon for they fear what they do not understand,
and in this truth lies their tragedy and the curse of man.
Yet there are thoes cherrished few whose mind’s and heart’s are clear,
and it is to them that in dreams the dragon shall appear.
For the dragons will know them when they see them,
among the rocks of humanity they are a clear unclouded gem.
And to them the dragons shall tell their secrets,
and they shall be enlightened above their earthly kin.
For they unlike their fellow seekers who seek power and to command,
shall one day with dragon eyes look and understand.

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On silver wings

On Silver Wings

The thunder rolls
The lightning strikes
As I make my way
Through the night

A velvety sky
Carresses me
As I fly along
On silver wings

I Call the rain
I Call the hail
It comes pouring down
Without fail

The massive clouds 
Form creatures and beings
As I fly along 
On silver wings

Electric light
Like St. Elmo’s Fire
Strikes around me
In a thunderous choir

The roiling winds,
Chaos they bring
As I fly along
On silver wings

The sleeting rain
Pounds on my back
It floods the land
In a watery attack

Only in a dream
Did I see these things
As I flew along
On silver wings

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