{"id":814,"date":"2007-04-27T20:46:28","date_gmt":"2007-04-27T20:46:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.drachenserver.de\/wordpress\/?p=814"},"modified":"2007-04-27T20:46:28","modified_gmt":"2007-04-27T20:46:28","slug":"sybaris-von-cirfis-ciruelo-cabral","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.drachenserver.de\/wordpress\/2007\/04\/sybaris-von-cirfis-ciruelo-cabral\/","title":{"rendered":"Sybaris von Cirfis (Ciruelo Cabral)"},"content":{"rendered":"<p>Nach der Legende kam an den H\u00e4ngen des Berges Cirfis, nahe der Stadt Delphi, ein ungeheurer Wasserdrache namens Sybaris zu Leben. Sie versetzte die Menschen in Angst und Schrecken, denn jeden Monat verlangte sie einen unschuldigen, sch\u00f6nen, heranwachsenden Knaben, der noch nicht den Nektar der Liebe gekostet haben durfte und verspeiste ihn. Es war die Aufgabe der Priester des Apollo, jeden Monat herauszufinden, welchen J\u00fcngling diesmal das Los treffen w\u00fcrde, dem Drachen geopfert zu werden. So geschah es, da\u00df eines Monats die Wahl auf den sch\u00f6nsten J\u00fcngling der gesamten Region fiel, auf den jungen Alcyoneus. Es fand eine Prozession statt. Der J\u00fcngling wurde mit Rosen gekr\u00f6nt, was seine Erscheinung noch eindrucksvoller machte, er wirkte wie ein junger Apoll. Jammern und klagen begleitete den Zug zum Opferplatz, so da\u00df die Prozession auch Eurybatus auffiel, einem mutigen jungen K\u00e4mpfer, der zuf\u00e4llig des Weges kam. Als er den sch\u00f6nen Alcyneus in seinen wei\u00dfen Gew\u00e4ndern erblickte, verliebte sich der Soldat sofort in den jungen Mann. Er schloss sich der Prozession an und fragte:\u201c Wo habt Ihr diesen J\u00fcngling gefunden und wo bringt Ihr ihn hin?\u201c<br \/>\u201eSein Schicksal ist tragisch und seine Zukunft der Tod\u201c, antworteten sie, \u201eer ist das Opfer, das vom Schicksal dazu auserw\u00e4hlt wurde, dem Drachen Sybaris vorgeworfen zu werden.\u201c Als er da\u00df h\u00f6rte wurde Eurybatus bleich vor Schrecken. Einem Impuls seines Herzens folgend, bat er darum, Alcyneus befreien und ihn an seiner Stelle zu opfern, da sein Leben bedeutungslos werden w\u00fcrde, wenn der J\u00fcngling sterben m\u00fc\u00dfte. \u201eOpfert mich, ich habe schon viele Jahre gelebt. Dieser J\u00fcngling aber hat das Leben noch nicht einmal geschmeckt. Er soll sich an der Sonne erfreuen und an der Liebe , die er verdient, denn so eine wunderbare Kreatur soll der Liebling Eros und Aphrodites sein, nicht der des finsteren Hades.\u201c<br \/>Die Priester wollten diesem Angebot aber nicht entsprechen. Sie f\u00fcrchteten den Zorn des Drachen, da der Krieger nicht mehr so rein und unbefleckt wie Alcyneus war, sie erlaubten Eurybatus jedoch an der Prozession teilzunehmen. Als sie den Ort erreichten, an dem das Opfer an Sybaris \u00fcbergeben werden sollte, zogen sich alle vorsichtig zur\u00fcck. Alcyneus, der in seinem Herzen ebenfalls eine tiefe Liebe f\u00fcr den tapferen Recken empfand, hie\u00df Eurybatus ebenfalls Schutz zu suchen. Doch der Krieger war nicht bereit, den Menschen zu verlassen, der bereits zum Inhalt seines Lebens geworden war. Der ungeheuerliche weibliche Drachen kam aus seiner H\u00f6hle und dachte, sie w\u00fcrde nun einen verschreckten, hilflosen J\u00fcngling an der Opferstelle vorfinden. Doch sie traf auf Eurybatus, der- von der Liebe inspiriert, die er in den Augen des J\u00fcnglings hatte funkeln sehen- einen \u00dcberraschungsangriff gegen die Bestie unternahm und das Ungeheuer t\u00f6tete. Von einem Drachen war nie wieder etwas zu h\u00f6ren, eine Quelle entsprang an jenem denkw\u00fcrdigen Ort. Viele Jahre sp\u00e4ter gr\u00fcndete Eurybatus eine Stadt in Italien, die er Sybaris nannte, als Erinnerung an seine Heldentat.<\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der Legende kam an den H\u00e4ngen des Berges Cirfis, nahe der Stadt Delphi, ein ungeheurer Wasserdrache namens Sybaris zu Leben. Sie versetzte die Menschen in Angst und Schrecken, denn jeden Monat verlangte sie einen unschuldigen, sch\u00f6nen, heranwachsenden Knaben, der noch nicht den Nektar der Liebe gekostet haben durfte und verspeiste ihn. 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