{"id":764,"date":"2007-02-20T12:08:20","date_gmt":"2007-02-20T12:08:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.drachenserver.de\/wordpress\/?p=764"},"modified":"2007-02-20T12:08:20","modified_gmt":"2007-02-20T12:08:20","slug":"uschi-zietz-der-drachenkoenig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.drachenserver.de\/wordpress\/2007\/02\/uschi-zietz-der-drachenkoenig\/","title":{"rendered":"Uschi Zietz &#8211; Der Drachenk\u00f6nig"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.drachenserver.de\/wordpress\/wp-content\/images\/shopping\/books\/uschi_zietz_der_drachenkoenig.jpg\" hspace=\"6\" alt=\"\" title=\"\" border=\"0\" style=\"float: left;\" \/>Aigolf Thuransson, gestandener bornl&auml;ndischer Krieger und bereits aus &bdquo;T&uacute;an der Wanderer&ldquo; bekannt, kehrt Aventurien endg&uuml;ltig den R&uuml;cken, die Sehnsucht nach fernen unentdeckten L&auml;ndern treibt ihn zu Schiff ostw&auml;rts gen Riesland. Doch ist das Perlenmeer unerbittlich und l&auml;sst von dem Schiff letztlich nur ein paar Planken und den Kapit&auml;n darauf &uuml;brig. Efferd hat Mitleid mit dem ausgemergelten Mann und sendet ihm einen Delphin. In seinem Ersch&ouml;pfungswahn verliebt sich Aigolf in das Efferdtier, das ihn mit Fischen versorgt und ihn schlie&szlig;lich nordw&auml;rts an einen Sandstrand zieht. Dort wird der Krieger, der zum Gl&uuml;ck alle seine Waffen mitgenommen hat, von den Hagr&iacute;m aufgesammelt, einem friedliebenden Bergvolk im Ehernen Schwert, das unber&uuml;hrt von aller Zivilisation ein beinahe idyllisches Dasein f&uuml;hrt. Ein Problem haben diese unbedarften Menschen: Sie werden von dem Drachen Suldr&uacute; tyrannisiert, den sie als Gott verehren und f&uuml;rchten und dem sie regelm&auml;&szlig;ig Sach- und Menschenopfer bringen. Der alte Sklavenbefreier Aigolf, der unter der guten Pflege der Schamanin Schanfar genest, kann dem nicht neutral gegen&uuml;berstehen und beschlie&szlig;t, anfangs gegen den Willen der Hagr&iacute;m, den ungleichen Kampf gegen Suldr&uacute; und seine seltsamen Schergen aufzunehmen &#8230;<\/p>\n<p><!--more--><br \/>Das Coverbild von Dieter Rottermund zeigt einen h&auml;sslichen dreik&ouml;pfigen blauen Drachen, der in einer felsigen Gebirgsgegend eine Gruppe Menschen nahe einer seltsamen Siedlung am Berghang anbr&uuml;llt. F&uuml;r die Geschichte zutreffend sind in dieser Beschreibung &bdquo;Gebirge&ldquo; und &bdquo;dreik&ouml;pfig&ldquo; sowie die Aussage des Bildes: Drache bedroht Menschen.<br \/>\n<br \/> Dies ist nicht wirklich ein Aventurien-Roman, sondern eine Befreier-Geschichte im DSA-Gewand, in der ein aventurienfremdes Volk in aventurienferner Kulisse aventurienfremde G&ouml;ttermythen erz&auml;hlt und sich der Protagonist bisweilen recht aventurienfremd verh&auml;lt, zum Beispiel wenn er, rondratreu, dem gesamten Bergvolk nicht nur die Wahrheit &uuml;ber ihren irrigen G&ouml;tterglauben verschweigt, sondern diesen zu einer L&uuml;ge umdichtet &ndash; allerdings ist dieser Krieger vermutlich f&uuml;r die Rondrakirche ohnehin das, was bei den Elfen als badoc bezeichnet wird.<br \/>\n<br \/> Dabei wird Aigolf durchaus stimmig eingef&uuml;hrt, als Autorit&auml;t ausstrahlender Schiffseigner, der sich heldenhaft im Angesicht der alles vernichtenden Meereswoge f&uuml;r den Untergang bewaffnet, um w&uuml;rdig in Rondras Hallen einzutreten. Dass dies nur ein Vorwand daf&uuml;r ist, dass er sp&auml;ter im Kampf gegen den Drachen seine Waffen zur Hand hat, ist dabei erst mal zweitrangig.<br \/>\n<br \/> Aigolf Thuransson, h&uuml;nenhaft gro&szlig; und kr&auml;ftig, roter geflochtener Bart, hasst Sklaverei &#8230; Ich war, nun ja, sehr &uuml;berrascht zu lesen, dass es sich um einen Bornl&auml;nder handelt und nicht um einen Thorwaler, gerade bei dem Namen, allerdings spielt seine Herkunft f&uuml;r diese Geschichte keine Rolle. Darin wird sehr viel Zeit auf die Liebesgeschichte zwischen Aigolf und dem Delphin sowie zwischen Aigolf und Schanfar aufgewendet, ebenso f&uuml;r den Genesungsprozess des Kriegers, den Zwiespalt zwischen dem friedlichen Leben der Hagr&iacute;m in Knechtschaft und dem k&auml;mpferischen Bem&uuml;hen Aigolfs um Freiheit sowie f&uuml;r den entbehrungsreichen Weg zum Drachenhort. Andere Dinge werden leider allzu schnell abgehandelt, wie etwa das rasche Erlernen der Hagr&iacute;msprache, das Aigolf in k&uuml;rzester Zeit von seinen Verst&auml;ndigungsschwierigkeiten erl&ouml;st. Das Finale entbehrt jeder Spannung, verniedlicht nahezu die m&auml;chtigen Drachen und l&auml;sst den ach so m&auml;chtigen Suldr&uacute; ziemlich schw&auml;chlich dastehen.<br \/>\n<br \/> Manche Passagen sind Frau Zietsch durchaus gelungen, etwa das Reiferitual f&uuml;r die M&auml;dchen im Dorf, andere verlieren sich in langatmigen Diskussionen &uuml;ber Sinn und Unsinn einer Kampfaufnahme und dergleichen oder ertrinken nahezu in Kitsch, besonders der zweite Auftritt der &bdquo;Delphinin&ldquo;. Die Kampfszenen sind unspektakul&auml;r und eher harmlos.<br \/>\n<br \/> Umso erstaunlicher, dass sich dieses Buch recht fl&uuml;ssig liest. Der Schreibstil ist angenehm leichte Kost mit wenigen Rechtschreibfehlern und selten komplizierten Satzgef&uuml;gen.<\/p>\n<p> &bdquo;Der Drachenk&ouml;nig&ldquo; ist seichte Fantasy-Unterhaltung, die wohl eher zuf&auml;llig in die Reihe der DSA-Romane gestolpert ist, da ihr inhaltlich jeglicher Bezug zu Aventurien fehlt. Insgesamt reihe ich ihn eher unter die schlechteren Romane der Reihe ein. Die Charaktere sind wenig ausgepr&auml;gt, die Geschichte ist schlicht und allzu idealistisch, aber entspannt lesbar, und den meisten Tiefgang findet man gleich zu Beginn im Schicksal von Aigolfs Schiff.<\/p>\n<p>Diese Rezension wird mit freundlicher Erlaubnis von <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.media-mania.de\">Media-Mania.de<\/a> verwendet<\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aigolf Thuransson, gestandener bornl&auml;ndischer Krieger und bereits aus &bdquo;T&uacute;an der Wanderer&ldquo; bekannt, kehrt Aventurien endg&uuml;ltig den R&uuml;cken, die Sehnsucht nach fernen unentdeckten L&auml;ndern treibt ihn zu Schiff ostw&auml;rts gen Riesland. Doch ist das Perlenmeer unerbittlich und l&auml;sst von dem Schiff letztlich nur ein paar Planken und den Kapit&auml;n darauf &uuml;brig. 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