{"id":756,"date":"2007-01-10T22:20:06","date_gmt":"2007-01-10T22:20:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.drachenserver.de\/wordpress\/?p=756"},"modified":"2007-01-10T22:20:06","modified_gmt":"2007-01-10T22:20:06","slug":"temeraire-2-throne-of-jade","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.drachenserver.de\/wordpress\/2007\/01\/temeraire-2-throne-of-jade\/","title":{"rendered":"Temeraire 2: Throne of Jade"},"content":{"rendered":"<p> <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.drachenserver.de\/wordpress\/wp-content\/images\/news\/2007\/temeraire2.jpg\" hspace=\"6\" alt=\"\" title=\"\" border=\"0\" style=\"float: left;\" \/>Temeraire ist f&uuml;r Gro&szlig;britannien zur uners&auml;tzlichen Waffe im Kampf gegen Napoleon geworden. Doch die Chinesen sehen es gar nicht gerne, dass eins ihrer wertvollsten Tiere zu Kriegszwecken missbraucht werden soll. Sie schicken Yongxing, den Bruder des Kaisers, nach England, um Temeraire wieder in sein Heimatland zur&uuml;ckzubringen, womit weder der Drache noch sein Captain Laurence einverstanden sind. Doch der Widerstand von britischer Seite gegen die Chinesen ist sehr gering &#8211; schlie&szlig;lich will man es sich mit dem m&auml;chtigen Kaiserreich nicht verderben. Laurence und Temeraire m&uuml;ssen sich wohl oder &uuml;bel auf einen Transport nach China begeben, wo dann entschieden werden soll, wie mit den beiden zu verfahren ist.<br \/>\n<\/p>\n<p>Eine monatelange, h&ouml;chst gef&auml;hrliche Reise steht ihnen bevor, auf der die Franzosen bei weitem nicht das gr&ouml;&szlig;te Problem sind. Wird die Freundschaft zwischen Drache und Reiter dieser Belastungsprobe standhalten?<\/p>\n<p>Fortsetzungen von B&uuml;chern wie <em>His Majesty&#8217;s Dragon<\/em> sind etwas sehr Sch&ouml;nes, weil sie die Welt, in denen die Geschichten spielen, auch im Kopf des Lesers bereits voraussetzen und sich dadurch uneingeschr&auml;nkt auf die Story oder &#8211; noch besser &#8211; auf eine Vertiefung dieser Welt konzentrieren k&ouml;nnen. Schlechte Fortsetzungen verstehen das nicht und wiederholen nur &#8211; <em>Throne of Jade<\/em> schafft es jedoch, den Vorg&auml;nger noch zu &uuml;bertreffen!<br \/>\n  <\/p>\n<p><!--more--><br \/>Die einige Zeit nach den Geschehnissen des letzten Bandes spielende Geschichte f&auml;ngt ohne gro&szlig;e Umschweife sofort an, man sieht sich unmittelbar wieder in die parallele Realit&auml;t der napoleonischen Kriege transferiert und muss um die Zukunft von Laurence und Temeraire hoffen. Novik l&auml;sst die Handlung jedoch nicht erneut auf den britischen Inseln oder gar dem europ&auml;ischen Kontinent stattfinden, sondern auf einem riesigen Schiff auf der Reise um die halbe Welt nach China. Die Ausweitung der Welt ist also rein geographisch bereits enorm. Viel bedeutender &#8211; und viel besser &#8211; sind jedoch die kulturellen Erg&auml;nzungen dieser Realit&auml;t, in der gigantische Drachen schlie&szlig;lich Normalit&auml;t sind. Einmal in China angekommen, er&ouml;ffnet sich dort ein v&ouml;llig anderes Bild der Drachen als das, was man als Leser bisher in Gro&szlig;britannien kennen gelernt hat. Ein Bild, das in Temeraire enorme Zweifel betreffs der Behandlung von Drachen in Europa ausl&ouml;st. Und w&auml;hrend der junge Drache immer weiter revolution&auml;ren Gedanken nachgeht, verzweifelt sein immer noch felsenfest von der Tradition &uuml;berzeugter Captain und Gentleman Laurence immer mehr, findet er doch auch keine Antworten, die Temeraire zufrieden stellen k&ouml;nnten. Schlie&szlig;lich muss man sich auch als Leser fragen, ob der von Temeraire gezogene Vergleich zwischen Drachen und Sklaven nicht allzu weit hergeholt ist. Was passieren w&uuml;rde, wenn man Drachen ein Mitspracherecht in Regierungsfragen zugestehen w&uuml;rde. Viele Fantasyb&uuml;cher geben sich mit der Welt, in der sie spielen, klaglos zurecht. Die eigenen Strukturen jedoch zu hinterfragen, ist ein genialer Schritt!<\/p>\n<p>Actionfreunde werden mit <em>Throne of Jade<\/em> wieder nicht so richtig gl&uuml;cklich werden, jedoch passiert eine ganze Menge mehr also noch in <em>His Majesty&#8217;s Dragon<\/em>. Die von Novik beschriebenen Scharm&uuml;tzel sind zwar meist recht kurz, aber daf&uuml;r mit ihrem immer noch exzellenten Stil &auml;u&szlig;erst lebhaft beschrieben &#8211; genauso wie eigentlich auch alles andere in ihrer Welt. Aber, wie schon beim Vorg&auml;nger, kommt das Ende auf den allerletzten Seiten extrem pl&ouml;tzlich und wirkt erneut wie abgehackt. Irgendwie w&uuml;nschte man sich schon einen Ausklang von mehr als nur ein paar S&auml;tzen. Nichtsdestotrotz, die Weichen f&uuml;r eine interessante Zukunft der Serie sind hiermit gelegt.<\/p>\n<p><ins>Fazit:<\/ins> Eine phantastische Fortsetzung eines tollen Romans. Naomi Novik nimmt ihre Welt und ihre Charaktere ernst, entwickelt sie weiter und l&auml;sst den Leser das sp&uuml;ren. Der ist begeistert.<\/p>\n<p>&copy; Doc; <a href=\"http:\/\/www.die-subkultur.net\/Roman.php?seite=temeraire2\">Quelle<\/a> <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p> PS: Der erste Band der Temeraire-Reihe wird im Juni auf Deutsch rauskommen und <em>Die Feuerreiter Seiner Majest&auml;t. Drachenbrut. <\/em>hei&szlig;en, was nat&uuml;rlich mal wieder ein ganz toller deutscher Titel ist. <\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Temeraire ist f&uuml;r Gro&szlig;britannien zur uners&auml;tzlichen Waffe im Kampf gegen Napoleon geworden. Doch die Chinesen sehen es gar nicht gerne, dass eins ihrer wertvollsten Tiere zu Kriegszwecken missbraucht werden soll. 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