Rezensionen

Warbirds – Drachen des Todes

Es herrscht der zweite Weltkrieg. Eine Truppe weiblicher Fliegerasse wird während eines geheimen Eskortauftrags, über dem Pazifik von unbekannten Wesen angegriffen. Sie, ihre Fracht und die restliche männliche Besatzung müssen auf einer japanisch besetzten Insel notlanden. dort ist jedoch kaum noch jemand am Leben, alle wurden von den Drachen getötet. Mit aller Kraft versuchen sie von der Insel zu fliehen.

Warbirds ist ein TV-Produktion von 2008 mit durchaus ansprechenden Computeranimationen für diese Budgetklasse. Auch die Schauspielerinnen sind sehr ansehnlich und wurden in Mode und Frisur authentisch auf das Szenario anno 1945 gestyled. Damit enden jedoch die positiven Aspekte des Films, denn der Rest ist einfach nur Schrott. Die Dialoge sind dümmlich, die deutschen Synchronsprecher machen das ganze noch beknackter und die stets perfekt gestylten Damen agieren im Angesicht des nahenden Todes so unglaublich dämlich, dass man sich fragt was für Drogen vergeben wurden, um sie derart gefügig zu machen. Die “Drachen” sind für mich eher Pterodaktylosaurier, aber vermehren sich anscheinend zu hunderten innerhalb weniger Tage, verfolgen kleine wendige Kampfflugzeuge mühelos und zerlegen selbst die Stahlaußenhaut von Bombern mit ihren Klauen. Ach ja, mit einem Lastwagen kann man ihnen übrigens davonfahren. Am besten man schmeisst am Ende eine große fette Bombe auf die Insel, dann hat das Trauerspiel ein Ende – uups habe ich jetzt den völlig unvorhersehbaren Twist der Handlung verraten? Nein, ich denke nicht! Der Film ist von erster Sekunde an sehr durchschaubar. Zum Glück sterben fast alle dieser Hirnis in Uniform, abgesehen natürlich von den zwei hübschesten Frauen. Drache sei dank…

Es war schon schade um den Gutschein den ich in der Videothek dafür ausgegeben habe. Schaut ihn euch nicht an, kauft ihn nicht. Auch nicht die Sammler. Downloaded ihn nichtmal. Er lohnt sich nicht im entferntesten, ihr könnt nur Dümmer von der Couch aufstehen als ihr noch 90 Minuten zuvor gewesen seid!

Warbirds bei Amazon

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Todd McCaffrey – Dragonharper

Kindan (der bereits in Dragon’s Fire auftrat) ist mittlerweile ein Harfnerlehrling geworden aber der Unterricht fällt ihm schwer, besonders da er und seine Freunde Nonala, Kelsa und Verilan von einem der älteren Lehrlinge schikaniert werden. Erst als Kindan den älteren und kräftigeren Vaxoram in einem Duell besiegt und ihn so zu seinem Diener macht, verbessert sich die Lage und auch die Kluft zwischen Vaxoram und Kindan schließt sich rasch. Schon bald kann Kindan eine kleine Feuerechse an sich binden und verliebt sich in die Tochter des Herren von Burg Fort. Als jedoch eine grassierende Seuche den Planeten bedroht, findet sich Kindan als einziger in der Position wieder aus den Puzzlestücken der Vergangenheit des Planeten eine Lösung für die Epedemie zu finden, während um ihn herum immer mehr Menschen erkranken und sterben.

Es ist schon ein seltsames Gefühl, wenn man jahrelang Pernromane in der (sehr guten) deutschen Übersetzung gelesen hat und nun plötzlich, auf Grund fehlender Bereitschaft der Verlage, ins Englische wechseln muss. Viele seit 20+ Büchern bekannte Begriffe müssen von Grund auf neu erlernt werden und so manche feudalherrschaftliche Vokabel findet sich zumindest in meinem Standardwortschatz nicht an. Dafür kann natürlich das Buch nichts, das hat ganz eigene Problemchen. Zwar findet sich der Fan umgehend in einer bekannten Umgebung wieder und fühlt sich schnell heimisch, aber das täuscht nur kurz über die anfangs sehr zusammengestückelte Handlung hinweg. Duell, Frauenproblematik, Schwulenthematik, Minderwertigkeitskomplexe – Todd McCaffrey schmeisst zu Beginn des Buches bunt irgendwelche Puzzleteile in den Topf und rührt kräftig. Auch wenn die Zutaten interessant klingen, nichts wird richtig behandelt, nur angerissen. Das ändert sich mit dem Auftreten der großen Seuche, deren Vorbild in der unserer Welt vermutlich SARS war. Durchaus brisanter Stoff der in einer wenig technisierten Welt wie Pern zu einer globalen Katastrophe führt. Um so seltsamer, dass die “unfähigen” Lehrlinge mit der Suche nach Hinweisen betreut werden. Glücklicherweise ist sich Todd nicht zu Schade die Grausamkeit und die Trauer einer derartigen Epedemie entsprechend radikal zu beschreiben und dabei auch einige Charaktere über die Klinge zu springen zu lassen. Gerade dieses Grauen faszinierte mich auch das Buch nicht mehr aus den Händen zu legen. Dragonharper fängt also mäßig an und steigert sich langsam zu einem durchaus guten Buch der Pern Reihe heran. Nichts was Mutter Anne nicht bereits zuvor schon thematisiert hätte, aber nett zu lesen und für Fans ein Muss!

Dragon harper bei Amazon

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Boris Koch – Der Drachenflüsterer – Das Verlies der Stürme

boris_koch_der_drachenfluesterer_das_verlies_der_stuermeIm Dritten Buch um den Drachenflüsterer und seine Freunde, lässt es Boris Koch langsam angehen. Beinahe kommt eine “Tom Sawyer” – Stimmung auf, als sich die acht Freunde – vier Menschen und vier Drachen – an den schönsten Plätzen ihrer Welt niederlassen, Schätze suchen, jagen, fischen und wahnwitzige Geschichten ausdenken. Getrieben von der Unruhe etwas Großes vollbringen zu müssen, bleibt die Idylle aber nicht lang bestehen. Schon bald beginnt die kleine Truppe damit den lügnerischen Orden bei Nacht- und Nebel-Aktionen zu denunzieren und in kleinen Dörfern die Bevölkerung zu bekehren. Mit zunächst mäßigem Erfolg wächst schließlich ihre Truppe zu einer kleinen Bande an jugendlichen Verschwörern heran, doch nicht ohne Gegenwehr des Ordens. Dieser scheint sich zunächst des Drachens Aiphyrons und dann auch Bens erfolgreich zu entledigen.

Die Geschichte von Boris Koch liest sich genauso gut, wie ihre zwei Vorgänger: bunt beschrieben, mit vielen guten Ideen und viel zuviel herumpubertiererei. Schade, dass seine Charaktere sich kein bisschen weiterentwickelt haben und mit ihren Aufgaben gereift sind. Die Rivalität zwischen Ben und seinem Freund Yanko um den Größten, Schnellsten, Längsten und die immerwährenden Schimpftiraden sind witzig, aber mit dem dritten Buch etwas abgenutzt. Sie passen nicht mehr auf die Charaktere, die sich solch einer schweren Aufgabe verschrieben haben, ohne auch nur ein kleines bisschen an Ernsthaftigkeit zu gewinnen. Im zweiten Drittel des Buches gwinnt die Geschichte dann rasant an Geschwindigkeit. Boris Koch prügelt förmlich immer mehr Ideen in seine Geschichte hinein, man hätte zwei daraus machen können, nein müssen! Denn so toll ich die Einfälle auch fand (vorhersehbar sind sie nämlich nicht), so kurz werden sie nämlich abgefrühstückt. Ging ihm da das Papier aus? Hatte Koch eine verlagsseitige Seitenvorgabe? Was ist mit der ominösen Flaschenpost am Anfang? Einige Handlungsstränge bleiben offen, andere werden zu schnell wieder geschlossen. Sehr schade!

100 Seiten mehr hätten aus einem guten Buch ein fantastisches Buch gemacht, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Boris Koch hat unglaublich viele Idee und ich würde mich freuen, bald wieder von Ben und den Drachen zu lesen.

Weiterführende Links
Der Drachenflüsterer
Der Schwur der Geächteten
Das Verlies der Stürme bei Amazon

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Wolfgang Schwerdt – Andre Zeiten, andre Drachen: Eine Kulturgeschichte der Drachen

Es passiert selten, dass man in seinem Verständnis über Drachen, deren Wesen, Herkunft und Veränderung eine komplett neue Sichtweise präsentiert bekommt und diese auch sofort nachvollziehen kann. Für mich gab es bisher nur Fantasy, Schöpfungslegenden und den asiatischen und christlichen Einfluss auf die schuppigen Gestalten. Wolfgang Schwerdt fügt in seinem Buch “Andre Zeiten, andre Drachen” dies jedoch alles zusammen.

Einen besseren und passenderen Titel hätte sich das Buch nicht wünschen können, als der des Gedichts von Christian Morgenstern, denn Schwerdt beginnt seine Wanderung durch die Kulturgeschichte tausende Jahre in der Vergangenheit, in der Wiege der Menschheit und führt seine Beobachtungen bis in die Gegenwart. Er erklärt was ein Drache ist, wie der Drache zu seiner Form als Mischwesen heranwuchs und seinen Platz in jeder entstehenden und zusammenwachsenden Kultur finden konnte. Seine Betrachtung beschränkt sich dabei größtenteils auf unsere westliche Drachenform, streift aber auch asiatische Kulturen immer wieder einmal.

Seit ich das Buch Andreas Gößlings “Drachenwelten” las, wurde meine Sichtweise auf Drachen nicht mehr derart erweitert. Bisher hatte ich mich einfach nie gefragt, warum sich die Sagen verschiedener Kulturkreise so sehr ähneln, wie es der heilige Georg schaffen konnte praktisch jeden Drachen in unseren Breiten über mehrere Jahrhunderte hinweg zu töten oder wie Drachen ihre heutige Form erhielten. Jetzt weiß ich es. “Andre zeiten, andre Drachen” gehört einfach in das Bücherregal, da führt kein Weg dran vorbei. Lest es zweimal und denkt darüber nach was euch an Drachen fasziniert! Ein erstklassiges Buch für Drachenfans, die mehr wissen wollen.

Andre Zeiten, andre Drachen bei Amazon

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Christine Arana Fader – Das kleine Drachenhandbuch

Der Drache steht für die magischen Kräfte des Universums. Er ist der Hüter der Magie, aber auch der Hüter der Elemente und ihrer Kräfte und der Hüter von Yin und Yan, die das Leben auf unserer Erde im Gleichgewicht halten. 

Christine Arana Fader beschreibt in ihrem kleinen Drachenhandbuch vierzehn magische Drachen, die Begleiter für spirituelle Reisende sind. Jeder einzelne hat bestimmte Aufgaben und Fähigkeiten, gemein ist ihnen jedoch der Wunsch ihre “Drachenreiter” zu beschützen, zu reinigen und ihr Leben in ein Gleichgewicht zu bringen und zu lehren, sich der Liebe oder größeren Zielen zu öffnen.

Ich bin kein besonders spiritueller Mensch und folglich kein Experte, doch wenn ich mich mit Drachen in der Religion, in Legenden oder auch der Fantasy beschäftige und sie akzeptiere, dann ist der Schritt zur Spiritualität nicht weit und darf nicht abgelehnt werden. Mir erschloss sich nicht worin nun genau die vierzehn Drachenarten[1] ihren Ursprung finden, oder ob diese in Fachkreisen allgemein bekannt und akzeptierte Tatsachen sind. Auch fehlten mir in meinem Wortschatz einige Begrifflichkeiten wie z.B. Chakkra oder Merkabba, bei denen mir teils nichtmal ein Ausflug in die Wikipedia helfen konnte volles Verständnis zu erlangen. Ein kleines Glossar oder eine Erklärung bei ihrer ersten Verwendung hätte mir sehr geholfen.

Wie jedoch bereits erwähnt, bin ich nicht die Hauptzielgruppe für dieses kleine Buch. Ich hoffe, dass es anderen mehr Hilfe und Wissen bieten kann als ich daraus zog und werde es sogleich einmal einer guten Freundin von mir empfehlen (oder darf ich es verschenken, Arana?) und auf ihr fachmännischeres Urteil hoffen.

Weiterführende Links:
http://www.kryonschule-arana.de

  1. [1] Monddrache, Sonnendrache,Kristalldrache,Schwarzer Drache, Feuerdrache, Smaragddrache, Atlantisdrache, Amethystdrache, Universumsdrache, Baumdrache, Nebeldrache, Leoparddrache, Drachenkönig und Königin

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Hoard angespielt

Also ansehen musste ich es mir ja mal. Hoard. Mit so vielen Vorschusslorbeeren überschüttet. Auf den ersten Blick sah es ja ein wenig einfach aus. Minimales Grafikset bestehend aus  einigen Baukastengrafikelementen wie: Fluss, Burg, Windmühle, Berg oder eben Drachenhort. Mal ist das ganze in Waldgrün oder in Eisweiß, mal am Tage, mal bei Nacht. Eintönig. Aber das hat mich damals bei Heroes of Might and Magic ja auch nicht abgeschreckt, im Gegenteil. Eine Geschichte gibt es bei diesem Spiel eigentlich nicht. Du bist ein Drache, zerstöre mit deinem Flammenatem Burgen, Felder und Gegner um Gold einzusammeln und sie in deinem Hort abzuliefern. Je mehr du ablieferst, desto eher steigst du eine Stufe auf und kannst Attributspunkte auf die Fähigkeiten : Stärkeres Feuer, schneller Fliegen, Mehr Schild oder mehr Goldtragekraft investieren. Mehr braucht man nicht zu wissen und schwupps, los gehts.

Mal Klartext, die Tatsache, dass man einen Drachen lenkt ist innerhalb der erst 5 Sekunden in Vergessenheit geraten, es könnte auch eine fliegende, feuerspeiende Bratwurst sein, das merkt man nicht und hat auch keinerlei spielerische Auswirkungen. Als Multiplayerspiel mag es seinen eigenen Charme haben, wenn man mit seinen Freunden gegeneinander vorgeht und sich die Prinzessinnen oder das Gold vor der Nase wegschnappt oder mit einem der vielen kleinen Powerups den Gegner verkohlt. Aber länger als ein paar Partien würde mir das Spiel keinen Spass machen, da fehlt mir ein wenig die graphische Opulenz (obwohl die ja eigentlich allein kein gutes Spiel ausmacht), Story und auch ein wenig die Abwechslung, obwohl die Idee ganz witzig ist und man für momentan knapp 10€ eigentlich nichts falsch machen kann. Da kostet manches Vollpreisspiel mehr und bietet weniger. So wie zum Beispiel mein All time Hass Spiel I of the Dragon *schauder*

Hoard angespieltHoard angespieltHoard angespieltHoard angespielt

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Das große Buch der Drachen als iPhone/iPad App

book_of_the_dragon_1Über das Große Buch der Drachen muss ich wohl keine großen Worte mehr verlieren. Das Buch mit Ciruelo Cabrals Bildern und Montse Sants Texten wurde in viele Sprachen übersetzt und mehrfach neu aufgelegt und überarbeitet. Nachdem es vor einigen Jahren bereits einmal relativ erfolglos in CD-Form auf den Markt kam, sind jetzt Apples Produkte an der Reihe beglückt zu werden.

In Englisch oder Spanisch kann man sich das mit Hintergrundmusik und einigen Animationen aufgehübschte Werk seit einiger Zeit aus dem Appstore herunterladen. Aber macht das auch Sinn? Ich habe mir sowohl die iPhone als auch die IPad Version gekauft und kann nur sagen: Nein.

Zunächst einmal, das Buch wurde nicht vollständig umgesetzt, den großen Abschnitt der Drachengeschichten und Legenden behält man sich für eine später zu erscheinende zweite App vor. Ansonsten blättert man durch das Buch, welches von Ciruelos selbst komponierter Musik untermalt wird. Diese klingt recht gut, ganz im Gegensatz zu den vertonten Textpassagen. Die hören sich an, als würde Oskar aus der Mülltonne in die selbige hinein reden. Einige der Bilder haben eine leichte Überarbeitung erfahren und es werden Bildelemente ein oder ausgeblendet, der Bildausschnitt schwenkt hin und her, Drachen nicken mit den Köpfen oder fauchen (aus der Mülltonne heraus) den Leser an. Schön finde ich die Qualität der verwendeten Bilder, besonders auf dem iPad kann man teilweise sehr nah an die Details heranzoomen. Das ist nett, aber sinnlos, schließlich kann man das weder bei allen Bildern machen, noch kann man sich seine Favoriten als Hintergrundbilder einrichten oder per eMail versenden.

Man bekommt also (fast) das ganze Buch zu einem sehr günstigen Preis. Aber wer einmal die tolle Qualität und die Aufmachung des Originals gesehen hat, der kann auf ein paar Animationen oder Hintergrundmusik mit Leichtigkeit verzichten. Ich bin mit dieser Umsetzung des Buches nicht zufrieden, der Mehrwert der App erschließt sich mir nicht. Es lebe das gedruckte Wort.

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Age of the Dragons – Moby Dick für Drachenfans

age_of_the_dragonsAuf der Suche nach Abenteuern und Reichtum heuern der junge Harpunier Ismael und sein Blutsbruder Queequeg auf dem Drachenjägerschiff Pequot unter Kapitän Ahab an. Getrieben durch den Wunsch nach Rache treibt Ahab seine Crew unbarmherzig an immer weiter nach Norden zu reisen, in Richtung des Horts des weißen Drachen, durch das eisige Drachenland.

“Age of the Dragons” ist eine nur auf DVD / Bluray erscheinende Adaption von Moby Dick. Die Geschichte und beteiligte Personen bleiben dabei locker am Original von 1851, der Transfer in das Fantasyszenario mit seiner winterlichen Berglandschaft ist aber dennoch (zumindest für eine Low Budget Produktion) erstaunlich gut gelungen. Entgegen den vielen Billigproduktionen der letzten Jahre sind die Schauspieler gut ausgewählt, die Charaktere nachvollziehbar und die Dialoge passend. Besonders gut gefallen mir die Kulissen und Requisiten des Films. Okay, das wie von zauberhand fahrende Boot/Panzer ist etwas absurd, aber es ist gut gemacht und versprüht sowohl unter Deck, als auch während der Drachenjagd den Charme einer dreckigen Galeere. Im Grunde habe ich also nur wenige Punkte zu kritisieren.

  1. Die Geschichte rund um die explosive Drachenessenz und deren Extraktion hätte ausgebaut werden können und so für einige spannende Szenen gesorgt.
  2. Die Integration der am Computer animierten Drachen in den Film war in einigen Szenen doch sehr stümperhaft. Im Gegensatz zu den zeitweise verwendeten und sehr natürlich wirkenden Puppen fällt das doch etwas unangenem auf.

Dennoch, die Drachen von “Age of the dragons” sind toll. Sehr detaillierte, böse geifernde Wyvern, die sich an das Design aus “Herrschaft des Feuers” anlehnen es aber nicht ganz erreichen. Ein guter kurzweiliger Film abseits der Hollywood CGI Materialschlacht.

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Kar Arian – Die Drachen von Tashaa 1 – Bergluft

kar_arian_bergluftEin junger Mann soll für seine Taten grausam hingerichtet werden. Tod durch den Strick. Vielleicht ist er ein Attentäter, aber wer weiß das schon. Doch ihm gelingt die Flucht. Halb tot schafft er es der Schlinge zu entgleiten und sich in einer Felsspalte zu verstecken, die ihn immer tiefer in den Berg hinein führt. Als er es lange Zeit später endlich schafft dem Labyrinth aus Stein zu entkommen, scheint er sich in einer völlig anderen Welt wiederzufinden. Benebelt und desorientiert hilft er einem kleinen Tier, ohne zu wissen, dass es sich um einen jungen Bergdrachen handelt. Die Stimmen in seinem Kopf sind nicht länger nur der drohende Wahnsinn, nein, er spricht mit dem Drachen und bindet sich an diesen. Ein Umstand, der nicht nur seinen Geist, sondern auch seinen Körper völlig zu verändern scheint.

Der Bund zwischen Mensch und Drache ist keine neuer Pfad, der von Kar Arian, dem Autor von Bergluft, beschritten wird, sondern eher eine mehrspurige Autobahn, auf der schon viele andere Autoren wie Anne McCaffrey, Naomi Novik oder Christopher Paolini unterwegs sind. Doch wo andere mit einem „da, ihr seid jetzt verbunden, macht was draus“ aufhören , fängt Kar Arian erst an. Die volle Breitseite der Fremdartigkeit, der Gefühle, neuen Bedürfnisse und Widerwärtigkeit der Veränderung  kann man hier erfahren. Erst sehr spät beginnt das Buch tatsächlich eine Geschichte zu erzählen. Bis dahin sind Berkom, der Felsdrache und Brender Bergen, sein Gefährte, einzig dazu da dem Leser zu zeigen, wie die Metamorphose eines Menschen zu einem Halbdrachen aussehen müsse, wenn man sie selbst erleben würde. Das ist in erster Linie äußerst chaotisch, unlogisch und verwirrend. Selten habe ich ein Drachenbuch auf Grund seiner Detailversessenheit so gehasst wie Bergluft und gleichzeitig so gemocht. Das Buch macht es dem Leser unglaublich schwer überhaupt zu erfassen was eigentlich passiert. Oder warum. Man kann ab der ersten Begegnung der beiden Protagonisten beinahe alle Seiten in beliebiger Reihenfolge lesen und würde nicht viel schlauer werden. Die erste Verständigung, die Nahrungsaufnahme, das gegenseitige Kennenlernen und auch die abwechselnden Minderwertigkeitskomplexe und Übermutsanfälle werden immer und immer wieder wiederholt, bis es mir zu den Ohren raus kam. Aber so müsste es wohl tatsächlich ablaufen, wenn sich ein Mensch an einen Drachen binden würde. Dennoch, etwas Weniger wäre in diesem Fall deutlich mehr gewesen. So beginnt die eigentliche Geschichte, nämlich der Jungdrache der mit seinem Gefährten die neue Welt erkunden will erst ab ca. Seite 270. Dann ist sie durchaus stimmig und kurzweilig wird aber viel zu schnell beendet, nur um in Teil zwei hoffentlich endlich richtig zu beginnen.

Knallharte Drachenfans aufgepasst, hier gibt es 100% Drache. Das Buch ist ungeschönt, konfus, beinahe wie lose Erinnerungsfetzen aneinandergereiht aber mit durchaus interessanter Aussage, blanko-Parallelwelt die noch gefüllt werden muss und viel Potential.

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Falko Löffler – Drachenwächter die Jagd

falko_loeffler_drachenwaechter_die_jagdNachdem der letzte Dämon in das Exil hinter den Koan Bergen ging, geht auch der Drachenwächter Seld Esan fort, um sein Leben in Einsamkeit zu führen und zu beenden. Jahre später jedoch wird er von Mesala gefunden und zurück nach Derod gebracht. Das durch die Dämonen zerstörte Land steht am Rande eines Bürgerkriegs. Drei Anwärter erheben Anspruch auf den Thron. Als Stimmen laut werden, dass derjenige herrschen soll, der den letzten Dämon erlegt weiß Seld, dass dies alles nur verschlimmern wird und schließt sich deswegen der Expedition in das noch nie von Menschen betretene Ödland an. Stets verfolgt von den Schatten seiner Vergangenheit und den Attentätern der Schwarzen Kralle überqueren sie die Koan Berge.

Der zweite Band der Drachenwächter Trilogie lässt den gebrochenen Antihelden Seld erneut ungewollt in den Mittelpunkt eines Konfliktes treten. Er soll als Autoritätsperson in Derod darüber entscheiden wer der neue Herrscher sein soll oder sich am besten gleich selbst zum Despoten ernennen. Doch Seld möchte weder die ihm zugetragene Aufgabe lösen, noch selbst herrschen. Er ahnt dass, egal wie seine Antwort lauten würde, ein Bürgerkrieg das gebeutelte Land noch mehr zerrütten würde. Doch als zwei Trupps in einem Wettlauf zum letzten Dämonen aufbrechen, kann er nicht anders als mitzuziehen. Irgendetwas, vielleicht die Drachen, sagt ihm, dass es ein riesiger Fehler wäre, den letzten Dämonen zu töten.

Falko Löffler hat im zweiten Teil seiner Drachenwächter Trilogie den Spagat zwischen politischen Intrigen, der Jagd nach dem Dämonen und überraschendem Ende geschafft. Zwar überwiegen die politischen Querelen der eigentlichen Jagd, doch da die drei Anwärter in ihren Stereotypen anfangs so deutlich für Gut und Böse stehen, macht es Spaß zu erleben, wie Löffler durch die Geschehnisse Zweifel bei Seld und auch beim Leser sät. Ich bin gespannt auf den dritten Teil und frage mich, ob die Drachen wieder eine größere Rolle spielen werden, oder ihre passive und beobachtende Rolle beibehalten wird.

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Dennis L. McKiernan – Drachenbann

dennis_mckiernan_drachenbannWenn ich ein Buch in den Händen halte, auf dessen Cover ein Drache von Ciruelo Cabral abgebildet ist und das Buch den Titel Drachenbann trägt, so hat dieses Buch es sehr schwer eine positive Rezension von mir zu erwarten, wenn praktisch kein einziger Drache darin vorkommt. Aber beginnen wir am Anfang.

Vor einer Ewigkeit gelang es einer Gruppe Abenteurer den üblen Machenschaften von Baron Stoke ein Ende zu bereiten, als sie diesen auf einem Gletscher stellten und in die Tiefe rissen. Doch eine Prophezeiung lässt verlauten, dass Baron Stoke nicht tot sei und nach über 1000 Jahren wieder auferstehen werde. Die Nachkommen der damaligen Helden machen sich erneut auf die Suche.

Damit ist schon alles gesagt, mehr passiert nicht. Das erste Buch ist tatsächlich nichts weiter als eine ewig lange Erklärung warum sich die Gruppe erneut findet, aus wem sie besteht und erzählt deren jeweilige Geschichte und Beziehungen zueinander. Leider baut sich dadurch kaum Spannung auf, denn dass die Elfe Ariata, der Elf Aravan und die Wurrlinge Faeril und Gwylly überleben und im zweiten Buch erneut gegen Stoke antreten werden, daran lässt die Rückblende- ich meine das Buch- keinen Zweifel. Dennoch versteht McKiernan es im Großen und Ganzen recht gut Landschaften und Eindrücke zu beschreiben, aber was das Buch für mich zu einer großen Qual werden ließ, waren die ewigen Wiederholungen teilweise identischer Sätze im Ganzen Buch.

Man bekommt den Eindruck McKiernan habe eine gescheiterte Ehe hinter sich, wenn er zweimal im Laufe des Buches seitenlang darüber philosophiert warum man ein Eheglöbnis hegen und pflegen müsse und warum es so wichtig sei eine gemeinsame Grundlage zu haben. Ferner wirft McKiernan mit teils gigantischen Zeiteinheiten um sich. Unzählige Male muss verdeutlicht werden, dass Elfen ewig Leben und was das für diese und deren Lebensstil bedeutet.

Das Ende des Buches ist endlich der Beginn der zu erzählenden Geschichte und ich werde auch diese noch lesen, in der Hoffnung, dass es besser wird.

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T.A. Barron – Merlins Drache

Als der Weltenbaum Avalon geboren wird, bricht zu dessen Wurzeln ein kleines Geschöpf aus seinem Ei hervor und in die neue Welt. Basil ist ein kleiner Drache, der nicht groß ist, aber Größe beweist und allein durch die besonderen Umstände seiner Geburt einst bedeutsam sein könnte. Bis aber auch ihm das bewusst wird, ist es ein langer Weg. Besonders für so einen kleinen Drachen, der sich auf die Suche nach dem großen Zauberer Merlin macht, um ihn vor einer großen Gefahr zu warnen.

Der erste Band der Trilogie um Merlin und seinen Drachen Basil beginnt langsam, fantastisch und mit viel schöpferischer Kraft. Angesiedelt irgendwo zwischen Barrons Merlin Pentalogie und der Avalon Trilogie erlebt der Drache Basil ein Abenteuer, welches für ihn zu groß zu sein scheint. Barron beschreibt seine Welt und die Eindrücke auf seinen Protagonisten teils seitenlang in tollen Worten und mit viel Gefühl. So entsteht das Bild in einer sich entwickelnden, schönen aber auch gefährlichen Welt zu schweben, aber nie ganz Teil davon zu werden. Seinem Protagonisten schreibt er immer schlimmer werdende Zweifel an der eigenen Bedeutsamkeit auf den Leib. Da kann kommen was will, jegliche Gefahr gemeistert, jeder Gegner überwunden werden, Basil fühlt sich klein und will größer sein. Es vergehen keine 10 Seiten in denen dies nicht dem Leser noch einmal unter die Nase gerieben werden muss. Kaum hat er eine übermächtige Gefahr gemeistert, muss er selbst auch schon wieder gerettet werden. Das ganze Buch läuft letztendlich auf die Begegnung mit dem Zauberer Merlin und die Erfüllung einer Vision hinaus. Schade, dass dies bereits durch den Klappentext komplett vorweg genommen wurde.

Trotz der vorhersehbaren Geschichte und dem offensichtlichen Ende glänzt das Buch auf Grund seiner Sprachgewandtheit und lässt sich zur Anregung der eigenen Fantasie toll lesen.

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Boris Koch – Der Drachenflüsterer – Der Schwur der Geächteten

boris_koch_schwur_der_geaechtetenBen ist ein Drachenflüsterer. Er heilt Drachen allein durch das Auflegen seiner Hände und schenkt den als böse verurteilten Drachen ihre Flügel und Freiheit wieder. Als er und seine beiden Freunde Yanko und Nica von der Kirche als Ketzer gejagt, endgültig ihre Heimat verlassen müssen, schwören sie gemeinsam den Verursacher ihrer Misere zu stellen und sich zunächst an ihm zu rächen und dann seinem Drachen die Freiheit zu schenken. Doch der Hohe Norkham ist nicht so leicht zu finden und überall werden die drei gesucht. Von den Ketzern, der Kirche und den Eisdrachen.

Der Schwur der Geächteten ist eine schöne Abenteuergeschichte abseits der gängigen Fantasyklischees. Ben will nicht die Welt retten und sieht auch ein, dass er dazu gar nicht im Stande wäre. Schon gar nicht so allein wie er sich in der Nähe der ständig mit Yanko turtelnden Nica fühlt. Hingerissen zwischen Freundschaft und seinen Gefühlen stellt er sein Vorhaben und sich selbst ständig in Frage. Doch in den Drachen hat er nicht nur schlagkräftige Begleiter, sondern auch enge Freunde gefunden, die ihm bei der Erfüllung seiner schweren Aufgabe helfen und so wächst Ben mit seinen Aufgaben und auch ein wenig über sich hinaus, während die Geschehnisse der zweiten Drachenflüsterer-Geschichte ihn quer über den Kontinent führen.

Schön dass eine Geschichte so spannend sein kann, auch wenn der Protagonist nicht gleich die ganze Welt rettet. Leider fehlen der Geschichte die überraschenden Offenbarungen wie sie der erste Band aufweisen konnte. So ist der Inhalt des Buches zwar schnell erzählt, aber eben auch schnell und mit viel Spass gelesen und allein das sollte doch bereits ein gutes Buch ausmachen.

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Wyvern – Rise of the Dragon

wyvern_rise_of_the_dragon_limited_edition_bild_1Als im nördlichen Alaska die Eisberge immer weiter schmelzen, erwacht ein eingefrorener Drache erneut zum Leben. Der viergliedrige Wyvern terrorisiert fortan das kleine, abgelegene Dörfchen Beaver Mills und schlachtet sich seinen Weg durch die Bevölkerung.
Wyvern, Return of the dragon ist eine Produktion von Syfy und als TV Produktion qualitativ in Bild und CGI Effekten gar nicht mal schlecht gelungen. Leider lässt das Skript die eigentlich ganz passablen Schauspieler derart dümmlich agieren, dass man sich nur an den Kopf fassen muss. Während der Drache immer weiter vorrückt und immer mehr Bewohner tötet, hat man das Gefühl, als hätten die Drehbuchautoren einfach zu Beginn ihrer Arbeit bestimmte Schlüsselszenen im Kopf gehabt und ihr Film musste diese einfach abspulen, egal wie unpassend sie wirken.
„Eine riesige Echse wird uns alle töten, verständigen sie den Sheriff“ – „Haben sie schon einen Unfallbericht ausgefüllt? Ohne werde ich den Sheriff nicht verständigen.“
Oh, der Drache sitzt auf dem Dach des Hauses auf dem wir uns befinden. Dennoch jogge ich locker lässig aus dem Haus und schaue suchend in alle Richtungen außer in die des Daches dem dieser 8m hoch kauert.
Und das waren nur zwei Beispiele. Es gibt Duzende weitere. Wyvern ist ein Film aus einer Reihe an Filmen in denen der Syfy meiner Meinung nach versucht eine Liste an bekannten Monstern abzuhaken. Bigfoot? Check! Werwolf? Check! Drache? Check! Graf Dracula , Pumuckl und der Gilb? Check, check und check! Dabei leidet die Qualität. Gebt den Drehbuchautoren lieber zwei Tage mehr Zeit zu recherchieren, dann bleibt uns so ein Schund künftig erspart. Zwar sieht der Wyvern selbst toll aus, der Film insgesamt ist jedoch eine Beleidigung. Wer einen tollen Wyvern sehen will, der schaut sich lieber noch einmal “Die Herrschaft des Feuers” an und trinkt darauf einem grässlichen Film entkommen zu sein.

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Dragon Hunter

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Als ein Drache ihr Heimatdorf zerstört, fliehen Darius und sein jüngerer Bruder Kendrick nach Osten. Schnell verbünden sie sich mit einer Gruppe von Kriegern, die sie auf Ihrem gefährlichen Weg durch Ork-verseuchtes Gebiet begleitet, um Darius und Kendrick sicher nach Ocard zu bringen. Dort soll nach alten Sagen der Drachenkrieger geschult werden, der einzigen Schutz gegen die Bestie.

Dragon Hunter könnte direkt aus dem Hirn eines Rollenspielers entsprungen und auf die Leinwand gehüpft sein. Etwas einfältig, aber dennoch unterhaltsam. Ein übervorsichtiger Krieger schleppt seinen jüngeren (und völlig unbegabten) Bruder nach einem Drachenangriff quer durch die gefährlichsten Gebiete seines Landes, um die wahrsagerischen Träume ihrer (natürlich bei einem Orkangriff ums Leben gekommenen) toten Mutter zu respektieren. Demnach sei Kendrick der Drachentöter, der das Land befreien würde. Der Prototyp eines Eskortauftrages beginnt. Um diese Aufgabe jedoch zu erfüllen, braucht Kendrick natürlich tatkräftige Hilfe wie Schlachtgefährten und selbstverständlich einen weisen Mentor. Zumindest die Gefährten lassen nicht lange auf sich warten und so rottet man sich rollenspieltypisch zusammen. „Wer seid ihr?“ – „Das geht euch nichts an“ – „Dennoch seht ihr vertrauenswürdig aus, lasst uns gemeinsam reisen, wir werden euch bis auf den Tod beschützen.“…aaah ja. Gestärkt durch die Verkörperungen der Archetypen Halbelfenprinzessin, Barbar, Dieb, Paladin und Vollidiot (die im Rahmen der Handlung natürlich abnippeln müssen) geht es quer durch die Wildnis und vorbei an einigen Widrigkeiten, bis Kendrick endlich der Wahrheit ins Auge blicken und seine Bestimmung antreten kann.

Ich konnte mir ein Schmunzeln mehrfach nicht verkneifen, wenn die Situationen, Anspielungen und Frotzeleien der Charaktere mir aus eigenen abendlichen Rollenspielerfahrungen seltsam bekannt vorkamen. Zudem kommt die Idee der Fortpflanzung der Drachen einem jeden Alien-Fan zwar hinreichend bekannt vor, aber gut kopiert ist in diesem Fall besser als schlecht selbst erdacht. Dragon Hunter hätte deswegen durchaus ein guter Fantasyfilm sein können, wenn er nicht an der entscheidenden Stelle gepatzt hätte: Dem Drachen. Das Drachenmodell ist toll, böse, geifernd und bedrohlich, aber die Animationen wirken so hölzern, unnatürlich und ganz und gar fehl am Platz, dass ich mir die Szene immer und immer wieder ansehen musste, in der Hoffnung dass es meine Übermüdung gewesen wäre, die mir beim Betrachten einen Streich spielte. Lässt man dies jedoch beiseite und betrachtet den Film eher als eine Rollenspiel Karikatur, ähnlich wie „The Gamers“ von Dead Gentlemen Productions, dann hat der Film einen tollen Charme und ist qualitativ hochwertig produziert. Besser als die meisten Drachenfilmen der letzten Zeit ist er allemal.

Offizielle Homepage von Dragon Hunter

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Boris Koch – Der Drachenflüsterer

boris_koch_der_drachenfluestererDer Waisenjunge Ben ist Vagabund und Taugenichts im Norden der Großtirdischen Stadt Trollfurt. Anstatt zu arbeiten oder in der Schule zu lernen, verbringt er seine Zeit lieber mit Angeln, Faulenzen oder Träumereien. Später einmal möchte er großes vollbringen und Drachenritter werden. Doch als er eines Mordes beschuldigt wird, den er nicht begangen hat, rückt dieser Traum in unerreichbare Ferne. Ben muss fliehen und trifft bald darauf auf einen wilden und geflügelten Drachen, ein – in seinem Glauben – bösartiges und grausames Wesen. Doch schnell merkt Ben, dass dieser eigentlich ganz anders ist, als die Legenden behaupten.

Der Drachenflüsterer von Boris Koch ist eine Geschichte, die sich am ehesten als Tom Sawyer und Huckleberry Finn + Drachen beschreiben lässt. Ben lebt in seinem Heimatdorf kein einfaches Leben, aber er ist frei und kann tun und lassen was er will. Nach seiner hastigen Flucht lernt er den Drachen Aphyron kennen und stellt fest, dass Drachen nicht die Flügel abgeschlagen werden müssen, um sie von einem göttlichen Fluch zu befreien, sondern dass Drachen ohne ihre Flügel für alle Zeit gebrochene Wesen sind. Doch in Ben wohnt eine Unglaubliche Gabe. Er kann Drachen heilen und ihnen ihre Freiheit wiedergeben. Gemeinsam mit Aphyron, zu dem er eine tiefe Freundschaft aufbaut, erlebt er vielerlei Abenteuer, bis sie sich schließlich entscheiden so viele versklavte Drachen wie möglich zu befreien und er so noch einmal zurück in sein Heimatdorf gelangt.

Der Drachenflüsterer ist ein tolles, kurzweiliges Buch. Die Geschichte ist spannend und unvorhersehbar. Mit den Protagonisten kann man sich sofort identifizieren, mitlachen, lieben und leiden und die Drachen sind toll. Kein Aufguss eines immer wiederkehrenden Standardfantasysettings, sondern eine lebendige und schöne Welt die Lust auf mehr macht!

Weiterführende Links:
Der Drachenflüsterer bei Amazon
Homepage von Boris Koch

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Actionfilm für Kids – “Drachenzähmen leicht gemacht”

drachenzaehmen“Drachenzähmen leicht gemacht” von Cressida Crowell ist eins dieser Kinderbücher, an dem selbst Ältere Spaß haben können – schlicht und einfach deswegen, weil es so rotzfrech und mit seinen kindlichen Zeichnungen gleichzeitig äußerst charmant ist. Keine große Überraschung, dass die Verfilmung von Dreamworks Animations eine komplett andere Richtung einschlägt und mit dem Buch fast gar nichts mehr zu tun hat. Die Geschichte dreht sich immer noch um den Wikingerjungen Hicks, der für einen Nordmann eine denkbar erbärmliche Figur macht. Im Buch wurde ihm mit Zahnlos eine ähnliche Witzfigur von Drachen zur Seite gestellt, der sich wie ein Arschloch benahm und seinen Meister nicht mal wirklich ausstehen konnte – aber die beiden Loser passten prima zusammen. Der Zahnlos des Films dagegen ist ein ziemlich cool aussehendes, elegantes Viech, das mit Hicks schnell eine enge Freundschaft eingeht, nachdem dieser sich weigert, ihn zu töten – irgendwie will sich so ein Film ja auch verkaufen.

Aber wahrscheinlich ist es müßig, Film und Buch miteinander zu vergleichen. So frech, wie die Vorlage daher kommt, so traditionell ist die Verfilmung, was für das normalerweise mit Popkultur-Referenzen um sich schmeißende Dreamworks Animations-Studio schon wieder eine Besonderheit darstellt. Gut, die Anti-Disney-Schiene, die seinerzeit mit “Shrek” befahren wurde, ist damit wieder zum Abstellgleis geworden – aber einen sauber erzählten, unterhaltsamen Film wie “Drachenzähmen leicht gemacht” ziehe ich doofen Popsongs und forciertem Humor allemal vor. Die Story ist ein bisschen wie “Avatar” für Kinder – vor allem darin, dass sie so ausgelutscht ist. Man mische den Konflikt zweier verfeindeter Parteien mit einer ungewöhnlichen Freundschaft und würze das Ganze mit einem Vater-Sohn-Konflikt, eh voilà! Das soll freilich nicht heißen, dass “Drachenzähmen leicht gemacht” völlig ohne Potential wäre. Sätze wie “Du hast den Konflikt unserer Eltern geerbt und wirst ihn weiterführen!” rufen sofort Assoziationen an reale Konflikte herbei und verleihen der Aufforderung zur Toleranz zumindest ein kleines bisschen Gewicht. Hätte man eine überraschende, kleine Offenbarung nach dem Showdown des Films weiter verfolgt, hätte das Potential zu echter Größe gehabt – zumindest für einen Animationsfilm.

Aber dazu traut sich “Drachenzähmen leicht gemacht” einfach nicht. Deswegen bleibt es nur bei einem recht unterhaltsamen, kleinen Actionfilm für Kids und diejenigen, die mit ihnen ins Kino gehen müssen. Die Flugsequenzen auf dem Rücken des Drachen sind wirklich berauschend – und auch der einzige Moment, wo 3D das Filmerlebnis wirklich, ho ho, vertiefen kannn -, die Freundschaft zwischen Hicks und Zahnlos rührend und der Film zeigt zum Schluss gekonnt, wie er die emotionalen Schalthebel der Zuschauer manipulieren kann. Aber ein Animationsfilm für die Ewigkeit wird das wohl nicht werden.

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Alfred Bekker – Drachenthron

alfred_becker_drachenthronDer im Exil des Nordlandes aufgewachsene Rajin hat sich zum rechtmäßigen Herrscher Drachenias aufgeschwungen. Sein Weg war lang und hart. Er bereiste das ferne Land Magus, stellte sich dem Urdrachen Yyuum und bezwang letztendlich den Usurpator Katagi. Doch trotz aller Bemühungen ist das Gleichgewicht der Mächte unwiederbringlich verloren und das Ende des fünften Äons, dem letzten aller Zeitalter, ist in greifbarer und unaufhaltsamer Nähe.

Eigentlich hätte mit dem erfolgreichen Ende des zweiten Bandes sich die Trilogie bereits in Wohlgefallen auflösen können. Der Bösewicht ist besiegt, der Urdrache zerstört und die Herrschaft über die Drachen wiederhergestellt. Was folgt wäre der Aufbau des Reiches, das Besinnen auf alte Tugenden, kurzum ein Happy End. Doch während der Schneemond immer engere Kreise um die Drachenerde zieht, hat Rajin noch immer viele Feinde und die kommen diesmal nicht aus den Nachbarländern, sondern aus der Vergangenheit und lassen sich nicht so leicht vertreiben. Also sammelt der unorthodoxe Kaiser einmal mehr seine bunte Schar an Gefolgsleuten um sich herum und macht sich auf die Suche nach einer Lösung, die ihn weiter führt als dies je vorhersehbar war.

Bekker gibt im Abschluss seiner Trilogie noch einmal richtig Gas. Er führt einmal mehr zwei völlig unorthodoxe und aberwitzige Charaktere ein, die dem jungen Kaiser zur Seite stehen. Der Elf Branagorn und der Mensch Erich van Belden sind Charaktere aus anderen Büchern Bekkers und haben hier einen Gastauftritt. Genau aus diesem Grund wirken sie in der Welt, die er für die Drachenerde Trilogie erschaffen hat, etwas fremdartig und aufgesetzt. Schade, dass vorhandene Charaktere dabei ein wenig in die Unwichtigkeit entgleiten. Die Gefährten Ganjon und Koraxxon werden zu unwichtigen Nebenfiguren degradiert. Generell zieht der dritte Band einen großen Schlussstrich unter die bisherige Handlung. Die Auseinandersetzung mit dem Hochmagier zu Magus, der Krieg auf allen Fronten, das alles spielt sich wie in weiter Ferne ab, denn Rajin muss sich ausschließlich den Schatten der Vergangenheit widmen, was diesmal wirklich wörtlich zu verstehen ist. Als dies endlich gelingt und nun die eigentliche Geschichte wieder aufgenommen werden könnte, ist es aber bereits zu spät, denn die der Schneemond zerschellt tatsächlich auf der Erde (und ich könnte denjenigen der dies bereits in den Klappentext geschrieben hat dafür würgen!) Was folgt ist beinahe als spirituell zu bezeichnen. Schrieb ich in meiner Kritik zum ersten Teil der Reihe noch, dass es sich vermutlich um eine „Nur du allein kannst die Welt vor dem Untergang retten“ Geschichte handelt, wusste ich nicht wie unerwartet stark ich damit Recht haben würde. Allerdings hat Bekker dieses abgegriffene Thema kunstvoll und bis zum zerbersten gedehnt und ein wirklich nicht vorhersehbares Ende geschaffen. Alle Handlungsstränge lösen sich am Ende in Wohlgefallen auf. Ich hätte mir jedoch ein wenig mehr Mut seitens Bekkers erhofft Rajins persönliches Schicksal konsequent der Handlung folgend abzuschließen. Meine Kritikpunkte der vorangegangenen Titel kann ich hier glücklicherweise  nicht erneut aufgreifen. Bekker beschreibt Eindrücke, Gefühle und Situationen stets so treffsicher, dass mir manchmal ein Schauer über den Rücken lief und der Anteil an Legenden, die die Geschichte begleiten, ist perfekt in Menge und Bedeutung für diese.

Zurückblickend auf die Trilogie hat mir der erste Teil am besten gefallen und der zweite die Trilogie wie ich sie erwartet habe bereits beendet. Der dritte Band ist ein unorthodoxes aber schnelles Finale.

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Alfred Bekker – Drachenring

alfred_bekker_drachringAlfred Bekkers Drachenerde Saga geht mit Drachenring in die zweite Runde. Prinz Rajin, der rechtmäßige Erbe des Drachenthrons scharrt mehr und mehr Rebellen um sich, um den Kaiser Katagi zu stürzen, der Welt die Ordnung zu erhalten und seine Frau und Sohns aus einem Todesähnlichen Schlaf zu retten. Sein Schicksal ist nicht nur ihm bewusst, sondern auch zunehmend anderen Mächten des Reiches die alle ihre eigenen Ränke schmieden. So erreicht ihn das Angebot vom Großmeisters des Magierreiches für ein Bündnis und der Aussicht auf Erfüllung seiner bestimmung seiner Sehnsüchte gleichermaßen. Doch der Weg nach Magus ist schwierig. Es herrscht Krieg an allen Fronten und auch mehren sich die Zeichen, dass der Urdrache erwacht.

Das macht die Reise nicht gerade angenehmer und man fühlt sich hin und wieder an die Tolkien’sche Wanderei quer durch Mittelerde erinnert, wenn Rajin und seine Verbündeten Land und Leute passieren, sich mit Flugschiffen messen, den feindlichen Schergen Katagis entkommen oder auf einen Stamm wilder Minotauren treffen. Je weiter sie voran kommen, desto schwieriger wird es. Sowohl für Rajin, der durch ein magisches Artefakt noch immer krankhaft versucht seine Geliebte zu erreichen, als auch für die Drachen, die den Ruf des erwachenden Urdrachen immer stärker vernehmen. So sind bis zum Eintreffen in Magus mehrere Scharmützel zu bestehen, sowohl in dieser als auch in anderen Welten, wobei auch die Gegenspieler nicht untätig bleiben und ihre eigenen Pläne verfolgen.

Bekkers zweiter Roman in der Drachenerde Trilogie hat mich positiv überrascht. Der klischeebehaftete “zweite Teil” ist ein ziemlich gutes Buch geworden. Schnell, kurzweilig, und Dark Fantasy! Bekker führt nicht zuviele neue Charaktere ein, bricht nicht mit alten und überrascht mit einer von allen Seiten nachvollziehbaren Handlung, ohne zu politisch zu werden. Das stellte bei der schieren Menge an Teilnehmern in diesem Krieg durchaus eine Gefahr dar. Schade fand ich, dass der hohe Grad an Legenden und Mythen nicht aufrecht erhalten wurde. Das trug viel zur Atmosphäre des ersten Teilstelles bei. Auch ein Kritikpunkt, den ich bereits am ersten Teil hatte, spiegelt sich hier erneut wieder. Bekker kann extrem gut detaillierte Szenen kreeieren, aber wenn dies notwendig wäre macht er es nicht. Ich habe wieder das Gefühl, dass manche Kapitel einfach rasch fertig werden mussten und so deswegen den zustehenden Detailreichtum und auch die Stimmung vermissen lassen. Rajiin begegnet dem Urdrachen…in vier Seiten. In vier mickrige Seiten ist das worauf das ganze Buch hinarbeitet abgehandelt. Langweilig, farblos, stimmungslos. Und das ist leider kein Einzelfall. Auch die Geschichte um Liisho hätte so viel Potential gehabt und es bedarf gerade einmal einer halben Seite um das alles wieder zu zerstören. Versteht mich nicht falsch, ich jammere auf sehr hohem Niveau. Das Buch ist toll, aber ein wenig “mehr” an entscheidender Stelle hätte es “fantastisch” gemacht. Ich bin gespannt wie Bekker dieses Tempo im dritten Band aufrecht erhält. Das er es schafft zweifle ich keine Sekunde mehr an!

 

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Dragonfighter

dragonfighterWenn man Alien und Jurassic Park nimmt, Drachen einbaut, das Ganze mit “24″ kreuzt und unter die Erde verfrachtet, dann kriegt man was? Einen extrem schlechten Film.

Auf einer Insel, irgendwo im Ozean, liegt ein geheimes Labor zum Klonen ausgestorbener Tiere. Was sich zunächst nach einer guten Idee anhört – Verlorene Arten wiederbeleben – erweist sich als tödlicher Fehler als auf diese Weise ein uralter Drache zum Leben erweckt wird. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn das Tier ist hungrig.

Allerdings beginnt auch ein Wettlauf gegen die Müdigkeit, denn der Film macht so ziemlich alles falsch was man in dem Genre nur falsch machen kann. Immer wieder wird der Bildschirm in 2 oder mehr Teile gespalten um die Szene gleichzeitig aus mehreren Blickwinkeln zu zeigen. Das sieht nicht nur beknackt aus, sondern ist auch noch völlig unnötig und erstickt den leisesten Anflug an Stimmung sofort im Keim. Jedenfalls wenn nicht die Schauspieler diesen bereits ermordet hätten. Derart dümmliche Dialoge und Gesichtsausdrücke erwarte ich sonst nur von Muppetfiguren. Nur Robert Zachar alias Dr. Ian Drackovitch spielt den wahnsinnigen Dr. ziemlich gut.

Der Drache selbst ist eine leidlich schlechte Computeranimation, aber ich erwarte bei einem B-Movie auch keinen Drachen à la Reign of Fire.

Wenn man sich den Film schon unbedingt anschauen muss, dann schaltet besser nach 10 Minuten ab, denn dann ist das Intro vorbei (welches im Mittelalter stattfindet) und das ist schon das Beste am ganzen Film.

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